Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

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lausi
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von lausi »

Gunnar hat geschrieben:Hier im tagesspiegel der adäquate Gegenaufruf von Osteuropawissenschaftlern und anderen aktivem Personal:
es gibt in diesem Krieg einen eindeutigen Aggressor, und es gibt ein klar identifizierbares Opfer. So wie die Defekte anderer einst okkupierter Staaten nicht den verbrecherischen Charakter ihrer Besetzungen relativieren, können die Unzulänglichkeiten des ukrainischen politischen Systems nicht gegen die russische Annexion der Krim und notdürftig verschleierte Intervention in der Ostukraine aufgerechnet werden.

Wenn sich Moskau von der EU und/oder NATO bedroht fühlt, sollte es diesen Streit mit Brüssel austragen. Die Ukraine ist weder Mitglied dieser Organisationen, noch führt sie Beitrittsverhandlungen mit ihnen
Du bist nicht zufällig Journalist, Gunnar? Vollzeit angestellt?
https://www.jungewelt.de/schwerpunkt/hand-hand
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- Immanuel Kant
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GIN
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von GIN »

Etwas ein anderes Thema packte mich aber. Bei uns war die OSZE zu besuch. In der Strassenbahn hörte ich einen Afghanen der meinte zu einer Gruppe Osteuropäern.
Habe das versucht zu notieren.

Der Afghane: My concern about you (den Osteuropäern) is limited. You do talk something about Aggression?, for about 2 decades you are hypocritical as youdo take part in wars of the Middle East or Asia in any wars of the USA:
You want no Russian shoes in your streets, but with your shoes as agents of the United States you walk through our streets of Kabul, Baghdad, Mogadishu etc...using the flag of democracy and finaly only bring destruction, corruption and mass Verl extension.
Asked about the assistance to Afghanistan Poland did bring to them, he replied that it was just as bad as in the days of the civil war with the Taliban. The Money is in between.. but not with the people That's why he is honest and a bt amuzed about the Russian-East European relation for now..
Croatian guy: but we had war, he did answer.. and why you do sell so much weapons to radicals in Syria.. ? if you love humans...



Sau interessant der Blickwinkel..
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

lausi hat geschrieben: Du bist nicht zufällig Journalist, Gunnar? Vollzeit angestellt?
https://www.jungewelt.de/schwerpunkt/hand-hand
Nö. Bist Du CIA Headhunter, oder warum? :lol:

Was für ein nettes Blättchen Du da liest!
Die Junge Welt:
Das Selbstbild der jungen Welt ist das einer unabhängigen marxistischen Tageszeitung,
und vor allem das hier:
Anke Fiedler und Michael Meyen zeigen im Zusammenhang mit dem Antizionismus antisemitische Positionen in der Historie der jungen Welt auf. Sie heben die Gleichsetzung Israels mit den Nazis und dem Hitlerfaschismus durch die junge Welt hervor.[19] Laut Timo Stein knüpft das Blatt heute nahezu nahtlos an die antizionistisch-antiimperialistische Rhetorik der DDR an und überschreitet die Grenze zum Antisemitismus
Marxisten, sind das nicht die, die eigentlich demokratische Strukturen für überflüssig halten und sind das nicht diese Leute, die gerne alles und jeden als Nazi beschimpfen und tatsächlich selber die Antisemiten sind? Diese Selbstgefälligkeit im Widerspruch ist schon phänomenal.
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

lausi hat geschrieben: Du bist nicht zufällig Journalist, Gunnar? Vollzeit angestellt?
Ich halte Gunnar auch für schrecklich einseitig und unausgewogen in seinen Beurteilungen, ;)
und auch wenn es sicher viele Politiker und Journalisten gibt, die von der NATO- und Kapital-Lobby systematisch korrumpiert sind,
halte ich nichts davon, die einen als Putin-, die anderen als NATO-Trolle zu verunglimpfen.
Es gibt auf beiden Propaganda-Seiten aufrichtige Ideologen und Überzeugungstäter ...
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

Berlino10 hat geschrieben: Ich halte Gunnar auch für schrecklich einseitig und unausgewogen in seinen Beurteilungen, ;)
WIe schon gesagt, damit dieses Forum hier nicht zum peinlichen Parteitag verkommt muss ja wer dagegenhalten ;)

Es gibt auf beiden Propaganda-Seiten aufrichtige Ideologen und Überzeugungstäter ...
... und dann kann man sich auch mal heftig politisch beschiessen, ohne sich persönlich fertig machen zu wollen.
Seh ich genauso. Wenigestens ein Nenner ;)
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Dietrich
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Dietrich »

An die vom Kreml bezahlten Schreiberlinge glaube ich hier bei uns im Forum auch nicht.
Dafür sind wir einfach zu unwichtig.
In den (großen) Foren von Bild, SPON, etc. sieht das unter Umständen etwas anders aus. Soll uns hier aber nicht stören.

Und zumindest mir hat weder die NATO noch die USA bisher irgendwelches Honorar angeboten.... Für so ein Schrödergehalt (250k€ p.a.) würde ich wahrscheinlich sogar schwach.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

Ok, dann mal zurück zum Thema, bzw zum von Gunnar mehrfach und begeistert geposteten Aufruf der sog. Osteuropa-Experten, auf den u.a. Kai Ehlers ziemlich passend antwortete.

Wird bei den Flugblättern der Friedensfreunde wie auch bei der Veröffentlichung der besorgten Prominenten sehr schnell klar, worum es bei ihnen aktuell geht, nämlich Dialog statt Konfrontation, Ende der Sanktionen, Eindämmung der generellen Kriegsgefahr, so lebt der von Umland initiierte Aufruf fast nur von Polemik. Er ist ein Anti-Aufruf. Seine Gegner sind die Unterzeichner des Prominenten-Appells. Die Aufrufe der Friedensbewegung bleiben ganz unerwähnt.

Die Verfasser sprechen den Unterzeichner/innen des Prominenten-Aufrufers in Sachen Osteuropa oder Ukraine jegliche Kompetenz ab, für sich selbst dagegen den Status einer „überwältigenden Mehrheit“ in Anspruch nehmen, die „sich in ihrem Urteil einig“ sei, dass es „in diesem Krieg einen eindeutigen Aggressor“ und „ein klar identifizierbares Opfer“ gebe.

Und dann tun sie so, als sei nicht das geopolitische Machtstreben der Großmächte Thema des Konfliktes, sondern
„Dem Export der illiberalen Gesellschaftsvorstellungen des Kreml in die EU sollte in unserem eigenen Interesse entgegengewirkt werden.“
Wenn man die Initiatoren des Aufrufes anschaut, dann dürfen die bekannten RUS-Hasser und Demagogen natürlich nicht fehlen. An der Spitze: Andreas Umland, Kiew-Büttel und US-Vasall, aber auch die Olivgrünen russophoben Verbrecher-Freunde Beck, Harms, Schulz dürfen nicht fehlen und natürlich der unparteiische Reitschuster ;)

Und dementsprechend ausgewogen und friedensorientiert fallen die Bewertungen aus :lol:
„Wenn sich Moskau von der EU und/oder der NATO bedroht fühlt, sollte es diesen Streit mit Brüssel austragen.“
Dieser Spruch ist angesichts der Tatsache, dass die Ukraine seitens der USA/EU seit Jahrzehnten als Einfallstor für Interventionen betrachtet wurde, über die Russland geschwächt werden könne, eine alberne Provokation.
Russland führe „einen bereits tausende Todesopfer, Verstümmelte, Traumatisierte und Vertriebene fordernden ‚hybriden Krieg‘ im Donezbecken.“
Die von Kiew mit CIA-Unterstützung begonnene ATO, die Beschießung von Donezk, Lugansk und anderer mit Streubomben durch Kiewer Militär kommt im Weltbild dieser Erklärung natürlich nicht vor.
„Frühere Erfahrungen sollten Berlin vorsichtig machen: Im Sommer 2008 entstand im Kaukasus eine ähnlich ‚verfahrene Situation‘ infolge Russlands faktischer Kündigung des EU-vermittelten russisch-georgischen Friedensabkommens.“
Tatsache ist, dass der Angriff Georgiens auf Südossetien und die dort stationierten russischen Friedenstruppen von der seitens der EU initiierten „Independent International Fact-Finding Mission On The Conflict In Georgia“ als Verstoß gegen internationales Recht eingestuft wurde. Die anfängliche russische Intervention zur Verteidigung der Friedenstruppen auf südossetischem Gebiet wurde als vom Völkerrecht gedeckt befunden. Nur die temporäre besetzung des Aggressors Georgien ging der EU zu weit.
Das Verhalten des Kreml 2008 sei bereits eine „Wiederholungstat“ gewesen, nachdem Russland seinen „vertraglich zugesicherten Truppenrückzug aus der Moldauischen Region Transnistrien“ nicht umgesetzt habe.
Das einfach als Aggression einzustufen, wird der Rolle nicht gerecht, die Russland dort als Friedenstruppe im Konflikt zwischen Transnistrien und Moldawien wahrnimmt und lässt auch die Rolle der EU als Bestandteil des Konfliktes mal wieder völlig außer Acht.
„Gerade wir Deutschen können nicht abermals die Augen verschließen, wenn es um die Souveränität einer postsowjetischen Republik, ja um das Überleben des ukrainischen Staates geht“.
Richtig, aber die Souveränität der Ukraine wird sicher nicht dadurch hergestellt, dass sie unter das Kommando der Europäischen Union, des IWF, von NATO-Beratern und in die Regierung importierten Ausländer mit amerikanischen Hintergrund gestellt wird, ganz zu schweigen davon, dass die Erbschuld, wenn sie denn schon beschworen wird, auch für die übrigen Teile der ehemaligen Sowjetunion, also auch für das heutige Russland gilt.
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

Das sind alles Betrachtungen die nicht darüber hinwegtäuschen, dass der ganze Schlamassel und vor allem die vielen Toten bei den echten militärischen Auseinandersetzungen auf Putins Konto gehen und zwar mindestens billigend in Kauf nehmend.
Man kann es drehen und wenden und hin und her schieben wie man will, der Brocken, den Putin dem Rest der Welt in den Rachen gesteckt hat, lässt sich einfach nicht runterwürgen. Seinem "Gegner" ins Gesicht sagt er, dieser habe doch eh nur nach irgendeinem x-beliebigen Anlass für Sanktionen gesucht um Russland kaputt zu machen und Russland wolle in jedem Fall - so oder so - historische Ungerechtigkeiten korrigieren, der braucht sich einfach über nix zu wundern. Und Du wirst sehen, in Russland werden das immer mehr Menschen genauso sehen. Die Propagandamaschine nutzt sich langsam ab, auch dort. Hier im Westen merkt man das bereits deutlich. Das Getrolle wird zunehmends einfach ignoriert. Führte es Anfangs noch zu Irritation und einer Bereitschaft sich selbst erheblich in Frage zu stellen (insoweit war und ist es sogar heilsam) so führt es zunehmend genau zum Gegenteil, nämlich einer Verfestigung der Erkenntnis, dass da ganz gewaltig was vertuscht werden soll. Alles gejaule Richtung USA und Brüssel kann das nicht übertünchen.

Und diese kalten Kriegsdiplomaten mit Ihrer Realpolitik und dem Gefasel Gefasel von Wandel durch Annährung, die nimmt auch kaum noch wer wirklich Ernst. Im Europa des 21. Jahrhunderts erwarten die Menschen, dass sich Minimalrechte und ein gesellschaftlicher Friedenskonsens über ganz Europa verteilt und überall akzeptiert wird, auch in Russland. Die Menschen holt man nicht mehr damit hinterm Ofen vor dass man ihnen sagt, die Russen sollen doch machen was sie wollen, die sind souverän und können ihr Volk und uns verarschen wie sie wollen, ihre ehemaligen Satelitenstaat drangsalieren wie es ihnen passt so lange sie bloß Westeuropa nicht angreifen. Ein solches Ergebnis ist im globalisierten Europa den Meisten inzwischen eindeutig zu mager.
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

Dein Sinn für Realitäten tendiert gegen 0
q.e.d.
Du kannst Wahrheit selektiv betrachten, neutrale Bobachter tun dies nicht, und wissen, dass eine einseitige Verurteilung voll Verlogenheit und Doppelmoral ist.
Und das nicht erst seit der Überführung der USA ...
Gunnar hat geschrieben: Im Europa des 21. Jahrhunderts erwarten die Menschen, dass sich Minimalrechte und ein gesellschaftlicher Friedenskonsens über ganz Europa verteilt und überall akzeptiert wird, auch in Russland.
Nur die EUSA dürfen, was sie wollen, Völker- oder Menschenrechte hin oder her ... EUSA legt als richtig/falsch fest, was ihr so gefällt ... heute so, morgen so ...

Es ist schon lustig, Gunnar, gestern hat die EU selbst noch entschieden, Georgien war der Angreifer, heute kommt die Hassprediger-Mischpoke daher ...nur mal so als eines von vielen Beispielen

Und die tausenden Toten hat Kiew zu verantworten, sie haben den Krieg auf USA Befehl begonnen, ohne Notwendigkeit, Sinn und Verstand, Empathie ... zu einem Zeitpunkt als der Anti-Maidan des Ostens nichts anderes war, als der Maiden in Kiew.
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Dietrich
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Und die tausenden Toten hat Kiew zu verantworten, sie haben den Krieg auf USA Befehl begonnen, ohne Notwendigkeit, Sinn und Verstand, Empathie ... zu einem Zeitpunkt als der Anti-Maidan des Ostens nichts anderes war, als der Maiden in Kiew.
Und du redest hier von "Sinn für Realitäten"?
Das Dir eine gerechte Bewertung und damit ein gerechter Vergleich der Vorgänge in Kiew und im Osten der Ukraine nicht passen kann verstehe ich ja.
Aber es deshalb so offensichtlich als ein und dasselbe darzustellen zeugt schon von ziemlicher "Filterung" aus Ablehnung der EU-Gesellschaftsordnung und der USA an sich.

Du bist also wirklich der Meinung, man hätte weitere Besetzungen durch Leute wie Girkin/Strelkov und seine gemischt russisch-ukrainischen Truppen im Osten einfach so in Kauf nehmen müssen? Wo wäre denn Schluss gewesen? Kurz vor Kiew oder erst an der Landesgrenze im Westen?
Wie du ja bestimmt im Interview mit Girkin/Strelkov gelesen hast, hat ER dafür gesorgt, dass aus der Auseinandersetzung ein Krieg mit Toten wurde.
In Kiew waren es übrigens nicht die "Maidaner", die zuerst auf andere geschossen haben.

Geschweige denn von diesen "wir haben keine Truppen und Panzer in die Ostukraine geschickt"-Lügen von russischer Seite. Aber klar... die Bösen sitzen eindeutig in Kiew! Mittlerweile demokratisch gewählt aber trotzdem natürlich Faschisten.
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