Re: Russische Industrie
Verfasst: 12 Jul 2017, 07:56
Erfolge? Unter 1%?Marktentwicklungen prognostizieren usw.
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Erfolge? Unter 1%?Marktentwicklungen prognostizieren usw.
Nu das ist doch wurst, aber sie werden dafür gut bezahlt!m1009 hat geschrieben:Erfolge? Unter 1%?
Ist bei der späteren Jobsuche sicher sehr hilfreich, die entsprechende Wahl des Studiengangs.Zejtnot hat geschrieben:alle nach dem Studium in gutbezahlten deutschen Jobs gelandet. Liegt aber vielleicht daran, dass sie schlicht praxisnahe Sachen studiert haben, welche von der deutschen Wirtschaft auch benötigt werden.
Ne Garantie ist das beileibe auch nicht.Wenn man also das richtige studiert, braucht man danach weder zu Zalando noch ins Ausland.
Ist das das alles Entscheidende für den weiteren Lebensweg? Sp sprach ja z.B. m5bere2 ja von etwas anderem, der wissenschaftlichen Karriere. In der freien Wirtschaft kann es aber auch anders sein. Wer ein sog. Orchideenfach studiert hat, ist bereit, unorthodoxe Wege zu gehen ohne den starren Blick auf den späteren Spitzenverdienst, was auch geschätzt wird. Wichtig ist, wie man sich dann damit später "verkauft".Wer natürlich freiwillig Soziologie oder vielleicht auch theoretische Mathematik studiert, sollte sich nicht wundern, dass die Wirtschaft nicht gerade danach lechzt.
Hat wohl, glaube ich, auch keiner behauptet. Aber für bestimmte Ziele ist eine Promotion nun mal unerläßlich. Z.B. eben erneut die wiss. Karriere. Oder höhere Positionen in bestimmten Unternehmen, die es bevorzugen, solche Positionen mit Graduierten zu besetzen .Und auch eine Promotion ist nicht zwingend (!) ein Qualifikationsmerkmal, so ehrlich muss man sein.
Sitzfleisch.was haben Informatiker zu bieten, was außerhalb der Informatik verwendet werden kann?
Da stand nichts von wissenschaftlicher Laufbahn! Da stand nur: "Wenn ich mir angucke, wo die in Deutschland promovierten Wissenschaftler landen ... bei Zalando, als Taxifahrer, oder im Ausland." Dass Du explizit meintest, dass es keine Jobs in der Wissenschaft gibt, war dem nicht zu entnehmen. Ich dachte Dich stört, dass Sie nicht bei Siemens oder Bosch landen können.m5bere2 hat geschrieben:Aber da es mir in meinem Beitrag um eine wissenschaftliche Laufbahn ging, ist die Promotion da nunmal eine Zwangsvoraussetzung.
Gar nichts. Ich würde deswegen auch niemandem empfehlen, reine Informatik zu studieren! Ehrlich. Das ist trockene Theorie.Wladimir30 hat geschrieben:Bewußt ketzerische Gegenfrage: was haben Informatiker zu bieten, was außerhalb der Informatik verwendet werden kann?
Öh ... also ich bin eigentlich diplomierter Informatiker. Meine Promotion war halb Informatik (u.A. Automatentheorie), halb Mathematik (u.A. neue Verfahren zur Optimierung von Produktionsabläufen), und seitdem mache ich eigentlich nichts mehr, was man unbedingt als Informatik bezeichnen würde.Wladimir30 hat geschrieben:Bewußt ketzerische Gegenfrage: was haben Informatiker zu bieten, was außerhalb der Informatik verwendet werden kann?
Nene, ich meinte schon den Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten als Wissenschaftler. Zalando scheint übrigens als Arbeitgeber für Algorithmiker auch gar nicht schlecht zu sein (mehrere meiner ehemaligen Kollegen arbeiten bei Zalando und Tomtom) ... aber ob es etwas ist für jemanden, der eigentlich forschen möchte?Zejtnot hat geschrieben:Wenn ich mir angucke, wo die in Deutschland promovierten Wissenschaftler landen ... bei Zalando, als Taxifahrer, oder im Ausland." Dass Du explizit meintest, dass es keine Jobs in der Wissenschaft gibt, war dem nicht zu entnehmen. Ich dachte Dich stört, dass Sie nicht bei Siemens oder Bosch landen können.
Du hast insofern Recht, dass selbst Mathematikstudiengänge angewandter sind. Da wird mehr programmiert als bei den Informatikern und da werden oft praktischere Probleme gelöst. Die praktischsten Vorlesungen in einem Informatikstudiengang sind sowas wie technische Informatik (das ist dann schon fast E-Technik) und Mustererkennung, was eigentlich schon eher wieder Wahrscheinlichkeitstheorie, Analysis, Algebra und Physik ist.Gar nichts. Ich würde deswegen auch niemandem empfehlen, reine Informatik zu studieren! Ehrlich. Das ist trockene Theorie.
Gut, da bin ich vielleicht zu neoliberal ... aber ich finde es jetzt eigentlich nicht schlimm, wenn es nicht endlos Stellen gibt für Leute, die "eigentlich [nur] forschen möchten". Ich bin da pragmatisch ... Jobs sollten dort geschaffen werden, wo es einen echten Bedarf gibt. Und nicht dafür, dass irgendjemand für sein Hobby vom Staat bezahlt wird.m5bere2 hat geschrieben:... aber ob es etwas ist für jemanden, der eigentlich forschen möchte?