Verfasst: 13 Jul 2006, 17:42
Eigentlich ist ja diese Diskussion hier viel zu global, als dass es sich lohnen wuerde, viel zu ihr beizutragen. Denn darüber, wie man den Lebesstandard der Bevölkerung heben könnte, zerbrechen sich viele gute Leute schon seit Jahrzehnten, wenn nicht seit undenkbaren Zeiten die Köpfe, ohne bisher allzuviel bewegt zu haben. Außerdem ists längst nicht mehr zum Thema, aber was solls... 
Ich denke, allen Ansätzen wird zuviel Gewicht zugedacht, die primär auf Bildung, Erfahrung usw abzielen (BTW, Zeppelin: Du scheinst da primär an Elitenförderung zu denken, oder?). Zumal man bestimmt nicht naiv sein sollte, dem Westen mit seinem Gesellschaftsmodell blind zu vertrauen. Sicher ist Bildung ein wichtiges Element, darüber müssen wir nicht streiten. Aber letztenendes kommt es auf Kapitalströme und Einkommensverteilung an.
Im Übrigen bin ich mit Zeppelin d'accord, dass Rechtsstaatlichkeit ein ganz zentrales Element eines stablien und gesunden Staatenwesen sein muss.
Mich würde aber doch sehr interessieren, weshalb genau denn Russland, wie gerne behauptet wird, für eine Demokratie nach westlichem Vorbeil ungeeignet sein soll (Anmerkung: Dies bitte nicht als wertende, sondern als sachliche Frage verstehen).
Dazu auch gleich ein Denkanstoß meinerseits: Die Krux sind die Oligarchen, denn sie profitieren beispielsweise von sogenannter "Medienfreiheit" (indem sie z.B. Medien kaufen, denkt mal an NTV oder den Kommersant; womit im Ergebnis dann eben keine Meinungsmache im Sinne der Regierung, sondern im Sinne einzelner privater Interessen erfolgt).
Noch eine Anmerkung: Ich denke, andere Herrschaftsformen als die Demokratie (in ihren verschiedenen Erscheinungsformen) muss man nicht ernsthaft in Erwägung ziehen.
Ich glaube übrigens auch, dass das russische Krebsgeschwür aus Korruption und Schattenwirtschaft letztendlich auch auf die autoritären Strukturen der Sowjetunion zurückzuführen sind.
Ich denke, allen Ansätzen wird zuviel Gewicht zugedacht, die primär auf Bildung, Erfahrung usw abzielen (BTW, Zeppelin: Du scheinst da primär an Elitenförderung zu denken, oder?). Zumal man bestimmt nicht naiv sein sollte, dem Westen mit seinem Gesellschaftsmodell blind zu vertrauen. Sicher ist Bildung ein wichtiges Element, darüber müssen wir nicht streiten. Aber letztenendes kommt es auf Kapitalströme und Einkommensverteilung an.
Im Übrigen bin ich mit Zeppelin d'accord, dass Rechtsstaatlichkeit ein ganz zentrales Element eines stablien und gesunden Staatenwesen sein muss.
Mich würde aber doch sehr interessieren, weshalb genau denn Russland, wie gerne behauptet wird, für eine Demokratie nach westlichem Vorbeil ungeeignet sein soll (Anmerkung: Dies bitte nicht als wertende, sondern als sachliche Frage verstehen).
Dazu auch gleich ein Denkanstoß meinerseits: Die Krux sind die Oligarchen, denn sie profitieren beispielsweise von sogenannter "Medienfreiheit" (indem sie z.B. Medien kaufen, denkt mal an NTV oder den Kommersant; womit im Ergebnis dann eben keine Meinungsmache im Sinne der Regierung, sondern im Sinne einzelner privater Interessen erfolgt).
Noch eine Anmerkung: Ich denke, andere Herrschaftsformen als die Demokratie (in ihren verschiedenen Erscheinungsformen) muss man nicht ernsthaft in Erwägung ziehen.
Ich glaube übrigens auch, dass das russische Krebsgeschwür aus Korruption und Schattenwirtschaft letztendlich auch auf die autoritären Strukturen der Sowjetunion zurückzuführen sind.