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Verfasst: 09 Dez 2006, 20:11
von Zeppelin
Stefan hat geschrieben:...Also ich verschlechtere mich auf gar keinen Fall. Stell dir mal vor, als ich eingeladen wurde, mir das Programm mal anzuschauen habe ich doch im Hinterkopf u. a. deinen Post gehabt, daß man ruhig mal was neues machen sollte. Also hoffe ich nun, daß es passt.
Ach, gar so neu ist das für Dich doch offenbar gar nicht. Scheint ja eher zu passen, wie der "Popo auf den Eimer". :D
(Damit meine ich auch Deine anderweitige Frage zu der von Dir erwogenen Bewerbung bei der dt. Botschaft in Moskau.)

Vielen Dank aber, falls ich etwas dazu beitragen konnte, dass Du Dein Licht nicht unter den Scheffel gestellt hast. Ich war sofort überzeugt, dass Du dies nicht nötig hast, als Du Deine Situation schildertest.

Schönen zweiten Advent,
Zeppelin

Verfasst: 09 Dez 2006, 21:30
von harald63
ein Mann zum verlieben hat geschrieben:
manuchka hat geschrieben:Dietrich, alles nur böse Westpropaganda! :wink:
In diesem Kontext bestimmt ja. Man muss einfach sehr blöd sein um nur die Gehälter in De und in Ru zu vergleichen. Es gibt viele andere Faktoren: Besteuerung, Unterhaltskosten, Aufstiegchancen usw. In Russland ist es keine Seltenheit, wenn ein KfZ-Mechaniker in 3-5 Jahren zum Betriebsleiter wird. Und in Deutschland sind solche Fälle unvorstellbar. Dafür ist aber soziale Sicherung besser: ein Teller mit Suppe kriegt man immer. Die Frage ist nur was besser ist. "Jedem das seine" - hat ein bekannter Mann aus Deutschland gesagt :wink: .
Wieviele Kfz-Betriebe gab es vor zehn Jahren in RU und wieviele heute? Man muss einfach sehr blöd sein um diese Märkte in De und in Ru zu vergleichen. Deinen letzten Satz lasse ich mal für dich selbst sprechen. Ist nicht das erste Mal, das Du eine Äußerung machst, die Dich völlig disqualifiziert.

Verfasst: 09 Dez 2006, 22:03
von ein Mann zum verlieben
harald63 hat geschrieben: Wieviele Kfz-Betriebe gab es vor zehn Jahren in RU und wieviele heute? Man muss einfach sehr blöd sein um diese Märkte in De und in Ru zu vergleichen.
Es geht jetzt nicht speziel um KfZ-Branche sondern um Auftiegschancen allgemein. In Deutschland hat man fast Null Chancen einen Kariersprung zu machen. Vor 30 Jahren ging es vielleicht noch aber jetzt nicht mehr. Nur darum geht es. Und die wichtigste Frage lautet: Was ist besser für eine Gesellschaft und deren Entwicklung? Ein grosses Sozialamt zu sein wo alle "gleich" sind (das elebten wir früher in der UdSSR) oder den Leuten Möglichkeit geben ihr Glück selbst zu suchen?
Deinen letzten Satz lasse ich mal für dich selbst sprechen. Ist nicht das erste Mal, das Du eine Äußerung machst, die Dich völlig disqualifiziert.
Leider haben viele Deutsche eine ungesunde Reaktion auf solche Witze die in Russland stark verbreitet sind :? .

Verfasst: 09 Dez 2006, 22:57
von harald63
Und Du meinst, in 30 Jahren sind in Russland die Aufstiegschancen immer noch besser als heutzutage hier in De?
Und was ist daran ungesund, einen Spruch nicht witzig zu finden, der von den Nazis zynisch verwendet wurde und der über Lagern stand, wo viele Menschen grausam ermordet wurden?
Man hätte damals Hilter lächerlich machen sollen, als noch Zeit war. Nach all den Toten gibt es nichts mehr zu lachen. Chaplin hat ja auch gesagt, hätte er alles gewußt, was die Nazis schon angestellt hatten und noch anstellen würden, hätte er "Der große Diktator" wohl nicht machen können.

Verfasst: 10 Dez 2006, 19:04
von ein Mann zum verlieben
harald63 hat geschrieben:Und Du meinst, in 30 Jahren sind in Russland die Aufstiegschancen immer noch besser als heutzutage hier in De?
Ich weiss es nicht. Vielleicht ja. Kann auch sein dass es in 30 Jahren kein Russland mehr gibt. Keine Ahnung. Ich weiss nur dass man heute in Russland viel mehr Chancen hat erfolgreich zu sein als in Deutschland.
Und was ist daran ungesund, einen Spruch nicht witzig zu finden, der von den Nazis zynisch verwendet wurde und der über Lagern stand, wo viele Menschen grausam ermordet wurden?
Die Deutschen haben den Russen so viel schlechtes angetan aber jeder in diesem Land weiss, dass die neue Generation damit wenig zu tun hat. Im Gegensatz zu Balten und Polaken wollen wir an die Zukunft denken.

Verfasst: 10 Dez 2006, 21:43
von Xottabych
Stefan hat geschrieben:Also das Wort, ich zitiere nun emzv: POLAKEN, kann und will ich nicht gut heißen.
hm....
Pole (dt.) - поляк (rus.)
EMZV hat geschrieben:Und die wichtigste Frage lautet: Was ist besser für eine Gesellschaft und deren Entwicklung? Ein grosses Sozialamt zu sein wo alle "gleich" sind (das elebten wir früher in der UdSSR) oder den Leuten Möglichkeit geben ihr Glück selbst zu suchen?
Stimmt. Genau das ist die Frage.
Ich bin für eine Mischung aus beidem. Es ist ja nicht nur der Fleiß, der über Aufstieg entscheidet, sondern auch die Begabung (genauer gesagt: die RICHTIGE, also vom Markt nachgefragte Begabung), und auch noch ein paar andere Umstände. Und viel Selbstverantwortung kommt natürlich jedem entgegen, der stark genug ist, um sich zu behaupten. Aber was wird aus dem Rest?
EMZV hat geschrieben:In Russland ist es keine Seltenheit, wenn ein KfZ-Mechaniker in 3-5 Jahren zum Betriebsleiter wird. Und in Deutschland sind solche Fälle unvorstellbar. Dafür ist aber soziale Sicherung besser: ein Teller mit Suppe kriegt man immer.
Kommt mir auch so vor.

Vielleicht ist die russische soziale Absicherung ein ganz gutes Beispiel dafür, wie soziale Fürsorge auf dem Papier zwar existieren kann, aber diese Bezeichnung kaum verdient.

Ich kann mir das geradezu bildlich vorstellen, wie man z.B. Fradkow im Fernehen befragt: "Sagen Sie, Mikhail Jefimowich, was tut Russland für die soziale Sicherung seiner Bürger?".
Und er wird antworten: "Eine ganze Menge! Die Renten werden pünktlich ausgezahlt und regelmäßig um -zig Prozent erhöht. Studieren ist umsonst und fast jeder bekommt ein Stipendium. Ärztliche Behandlungen - auch umsonst. Arzneien gibt es auf Rezept. Für jeden Invaliden gibt es eine Invalidenrente..."

Aber was ist das in der Praxis wert? Die Antwort kennen wir.
DIe interessanteste Frage wäre hier vielleicht, ob an den geringen Renten etc. überhaupt etwas zu ändern wäre...

Ich glaube, das russische System kommt den arbeitsfähigen jungen Menschen ganz gut entgegen. Und gerade in den Metropolen gibt es ja auch genug Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen. Dumm nur für die Älteren, die nicht mehr so leistungsfähig sind.

Verfasst: 10 Dez 2006, 23:19
von ein Mann zum verlieben
waldmeister hat geschrieben: Dumm nur für die Älteren, die nicht mehr so leistungsfähig sind.
Genau das ist das größte Problem. Die Schwächeren zählen immer zu den Verlierern :cry: .

Verfasst: 11 Dez 2006, 11:48
von manuchka
ein Mann zum verlieben hat geschrieben:Im Gegensatz zu Balten und Polaken wollen wir an die Zukunft denken.
Zukunft? Und deswegen zitiert die neue russische "weiße" Jugend fröhlich Hitlers Sprüche, sucht nach ihren arischen Wurzeln und hetzt gegen alles Fremde. Hatten wir alles schon mal - nix draus gelernt?

Was ist denn Arm?

Verfasst: 05 Jan 2007, 02:28
von MAN-Fred54
Da ich beruflich sehr viel in der Welt unterwegs war und bin, kann ich das was man in Deutschland als Arm bezeichnet nicht immer nachvollziehen!
Vor allem wenn ich Sendungen im Fernsehen sehe über "Arme" Deutsche Familien und dann sehe was Sie einkaufen und was in der Wohnung steht kommen mir da oft echte Zweifel! Ich war jetzt gerade in Rumänien dem neuen EU Mitglied, da hab ich schon Armut gesehen, aber in Deutschland noch nicht. Oder in als ich in Indien war, da hab ich ware Armut gesehen.
Wir Deutschen sind schon sehr verwöhnt!!!!

Re: Was ist denn Arm?

Verfasst: 05 Jan 2007, 22:01
von ein Mann zum verlieben
MAN-Fred54 hat geschrieben:Wir Deutschen sind schon sehr verwöhnt!!!!
Es kommt darauf an was man für Ansprüche hat und in welcher Umgebung man lebt. Ich war auch sehr viel unterwegs und habe auch in Deutschland richtige Armut gesehen. Natürlich nicht wie in Bangladesch aber es kommt darauf an, was man für Ansprüche hat. Armut ist in jedem Land anders zu definieren.