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Verfasst: 14 Mär 2007, 11:56
von Dietrich
Karsten Packeiser hat geschrieben: Ich weiß nicht, woher Du diese Preise nimmst, Dietrich. Mach hier doch mal keine Panik! Wir haben im Oktober 2006 für die Entbindung in dem sehr anständigen Roddom Nr. 13 nahe an der Altufjewskoje Chaussee etwas über 30.000 Rubel bezahlt.
Roddom Nr. 13 ist keine Elitni-Variante.

Ein Kaiserschnitt im Zentrum fuer Familienplanung kostet, laut Aussage meiner Frau, 153.000 Rubel. Ausserdem entbinden dort die ganzen Stars und Sternchen und wenn man da den Schwestern und Aerzten nicht noch ordentlich zusaetzlich in die Tasche steckt, dann ist man auch dort nur zweite Klasse...

Interessant wird es immer erst, wenn irgendwas unvorhergesehenes passiert. Meine Frau (im 6. Monat) liest sehr viel in Internetforen zum Thema Geburt in Moskau. Ausserdem waren wir bei der Geburt unseres 1. Kindes in einem Roddom (mit "Privatkontrakt" ueber 1000 Dollar) und haben dort keine guten Erfahrungen gemacht.

Wo und wie wir das dann im Sommer machen werden wissen wir deshalb noch nicht. Im Moment steht bei uns Roddom Nr. 8 recht weit oben auf der Liste...

Dietrich

P.S. Ob meine Tochter mit ihrem Vatersnamen "Dietrichovna" so gluecklich wird, weiss ich auch nicht ;-)

Verfasst: 14 Mär 2007, 15:51
von Dietrich
Karsten Packeiser hat geschrieben: Der Vatersname erscheint ja übrigens nicht in deutschen Kinderpässen oder Personalausweisen. Dürfte also im Falle einer späteren Rückkehr nach Deutschland nicht zu psychischen Persönlichkeitsproblemen führen, selbst bei etwas spröden Konstruktionen.
Stimmt schon... im deutschen Kinderausweis steht er nicht drin.

Ausserdem meint meine Frau immer, der Vatersname waere umso besser, je exotischer (also in dem Fall wohl "westlicher") er klingt ;-) Werden wir ja dann sehen, was die anderen Kinder im Kindergarten dazu sagen....

Verfasst: 15 Mär 2007, 08:43
von Zejtnot
Karsten Packeiser hat geschrieben:Die Geburtszetrifikate nützen leider nichts, wenn man sich für eine so genannte "kommerzielle Geburt" entscheidet, d.h. einen Vertrag mit der Entbindungsklinik über bestimmte Zusatzleistungen abschließt. [...] "Standard-Entbindung" und die Besuche in der Shenskaja Konsultazija sollte sich die werdende Mutter - sofern es irgendwie möglich ist - aber wirklich besser ersparen. Es gibt in den großen Städten genügend Privatkliniken, die auch alle schwangerschaftsbegleitende Untersuchungen durchführen und nicht die Welt kosten müssen.
Das Problem ist, dass die Privatkliniken wohl keine Bescheinigungen für den Arbeitgeber ausstellen. Man bekommt also kein Krankengeld wenn man wegen Untersuchungen mal einen Tag fehlt. Und auch keine sonstigen Sozialleistungen vom Profsojus und so.

Insofern kann ich mir vorstellen, dass die Shenskaja Konsultazija schon gewisse Vorteile bringt. Warum würdest Du sie vermeiden? Geht es da grob zu oder stimmt die Hygiene nicht ... welchen Hintergrund hat Dein Hinweis?

P.S.: Zur Hitliste der schrecklichsten Vatersnamen - was wird aus dem Sohn eines Ives? Ein Ивович?

Verfasst: 15 Mär 2007, 10:34
von Dietrich
Zejtnot_ hat geschrieben: Insofern kann ich mir vorstellen, dass die Shenskaja Konsultazija schon gewisse Vorteile bringt. Warum würdest Du sie vermeiden? Geht es da grob zu oder stimmt die Hygiene nicht ... welchen Hintergrund hat Dein Hinweis?
Ja und Ja.
Und ausserdem:
- unansehnliche, baufaellige Gebaeude
- Lange Schlangen vor den Behandlungsraeumen
- Nicht genuegend Stuehle fuer die wartenden, schwangeren Frauen.
- Unnoetige, teils schmerzhafte Untersuchungen
- "motivierte" und "gut bezahlte" Aerzte und Schwestern (nicht alle!)
- Papierkrieg ohne Ende

Kurzum: Genau wie in jeder anderen Umsonst-Poliklinik auch...

Verfasst: 15 Mär 2007, 17:11
von Oletsch
Ich würde bei Женская консультация nicht pauschalisieren. Unsere war ordentlich, auch wenn etwas arm eingerichtet. Und die Ärztin war klasse. Aber vielleicht war das eine Ausnahme. Generell denke ich, dass die Ärzte in solchen Einrichtungen einen wichtigen Vorteil haben - viel Erfahrung.

Gruß
Oletsch

Verfasst: 11 Jun 2007, 11:33
von scorpiowill37
Habe mich lange gemeldet, da unsere Schwangerschft langsam ins Entstadium ging und ich auch noch viel arbeiten musste. Aber jetzt möchte ich meine Geschichte aus Samara erzählen und habe anschließend noch ein paar Fragen.

So zwei Monate vor der geplanten Entbindung besuchten wir einige öffentliche Krankenhäuser. Da meine Frau selbst Ärztin ist, wussten wir, wo es die besten KHs gibt und hatten unsre Auswahl auf zwei begrenzt. Private Kliniken fielen nicht in die engere Wahl, da dort die Qualität der Ärzte nicht besondersgut sein sollte und diese bei Schwierigkeiten wieder in die öffenlichen Kliniken verweisen. Sowohl Ärzte als auch Krankenschwestern machten alle einen sehr guten und freundlichen Eindruck, wobei die Räumlichkeiten für mich als Deutscher eher abstoßend waren. Wir haben in beiden KHs eine private Vereinbarung mit den Chefärzten gemacht, konnten uns aber im Vorfeld nicht entscheiden.

Als der Termin dann da war, haben wir uns spontan für eine Klinik entschieden und haben es nicht bereut.

Beim Eintreffen, konnten wir ein Zimmer für die Vorbereitung gemeinsam "beziehen" und permament wurden wir von der Chefärztin, Nakosearzt und Krankenschwester betreut. Die Versorgung war vorbildlich, obwohl wir nie über Geld im Vorfeld gesprochen haben. Nach ca. 6 Stunden wurde unsere Tochter geboren und ich durfte fast permanent anwesend sein.

Die fünf Tage im KH verbrachte meine Frau in einem angenehmen 2 Bettzimmer mit seperatem Esszimmer (5000 Rubel extra für 5 Tage)

Nun sind wir alle zusammen zu Hause und haben weiterhin private Besuche von Kinderärzten und Hebammen (600 Rub Arzt, 300 Rub Heb)

Nach alle den Horrorgeschichten, die ich im Vorfeld gehört habe, war ich von allem begeistert und ich glaube auch in D hätte es nicht besser ablaufen können.

Wenn jemand mehr Fragen hat, so bin ich über jede PN erfreut.

Nun meine Frage:
Welche Komplikationen kann es nun bei der Registrierung geben. und wie komme ich zu eine doppelten Staatsbürgerschaft für mein Tochter am einfachsten.

Ich bin Deutscher, Sie ist Russin, Heirat in Russland Anfang Feb 2007 und das Kind wurde in Russland geboren.

Danke für die Antworten im voraus

Verfasst: 11 Jun 2007, 12:21
von Oletsch
Hi Scorpio,

einen herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deiner Tochter! Schön, dass es so gut geklappt hat.
Was die Registrierung in Russland angeht, war es zumindest vor einiger Zeit so, dass die Eltern vor Ablauf eines Monates nach der Geburt das Kind beim ZAGS registrieren müssen. Ob das heute noch stimmt, weiss ich nicht genau, lieber beim ZAGS nachfragen.

Gruß
Oletsch