... das haben mehrere Banken auch gedacht, als Anfang der 90er Jahre Luftimmobilien in Ostdeutschland finanziert wurden. Bankgesellschaft Berlin?Dave hat geschrieben:...
Eine Hypothek ist doch immer durch die Immoblie gesichert und ist,
ausser bei einer plötzlichen Entwertung, das sicherste Kreditgeschäft
von Finanzinstituten. Daher auch die vergleichsweise tiefen Zinsen....
Dave
Moskau 2010
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Zeppelin
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Was hat das noch mit Moskau 2010 zu tun?zimdriver hat geschrieben:... das haben mehrere Banken auch gedacht, als Anfang der 90er Jahre Luftimmobilien in Ostdeutschland finanziert wurden. Bankgesellschaft Berlin?
Möglicherweise die Parallele von Fehlspekulationen in Osttdeutschland und jenen in Moskau?
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
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Viel. Weil es beide Male um Immobilien geht, die bei weitem zu hoch bewertet sind.Zeppelin hat geschrieben:Was hat das noch mit Moskau 2010 zu tun?zimdriver hat geschrieben:... das haben mehrere Banken auch gedacht, als Anfang der 90er Jahre Luftimmobilien in Ostdeutschland finanziert wurden. Bankgesellschaft Berlin?
Möglicherweise die Parallele von Fehlspekulationen in Osttdeutschland und jenen in Moskau?Zeppelin
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Zeppelin
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Das meinte ich ja durchaus.zimdriver hat geschrieben:Viel. Weil es beide Male um Immobilien geht, die bei weitem zu hoch bewertet sind.
Für Ostdeutschland war (mir) das von vornherein unstrittig. Hab mich immer gefragt, wie man so hirnrissig sein konnte - nicht erst seit das Kind im Brunnen lag, sondern seit dem Mauerfall.
Aber bei dem offenbar anhaltenden Moskauhype kann ich dies nicht so ohne weiteres abschätzen. Scheint mir ein ziemlicher Poker zu sein, der klappen kann - oder auch nicht.
Aber eine Rückbesinnung auf den früheren Städtebau und dessen prägender Stliistik (ich meine die Zeit vor dem 'roten Oktober') wäre sicher ein riesiger kultureller und wirtschaftlicher Vorteil für das Land.
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... wenn eine 2- Zimmer- Wohnung in einem Neubau, stinkendem Treppenhaus, klapprigen Lift, am Stadtrand, mit Bus zur U- Bahn ab 100.000 EUR verkauft wird (und weg geht), ist was faul. Da würdest Du in Marzahn schon an der Haustür umdrehen und noch nicht mal die obere Etage erreichen. In Moskau, genauer: Khimki, steigen für sowas noch die Preise.
Der Bau der Nachkriegszeit hatte schon was, solange es a la Frankfurter Alle ging und entsprechend erhalten wurde. Europas (angeblich) höchstes Wohnhaus, die Pyramide in Moskau, ist ja dem Stil nachempfunden und gibt einen schönen Fixpunkt am Horizont für das suchende Auge.
Der Bau der Nachkriegszeit hatte schon was, solange es a la Frankfurter Alle ging und entsprechend erhalten wurde. Europas (angeblich) höchstes Wohnhaus, die Pyramide in Moskau, ist ja dem Stil nachempfunden und gibt einen schönen Fixpunkt am Horizont für das suchende Auge.
Ebend!zimdriver hat geschrieben:... wenn eine 2- Zimmer- Wohnung in einem Neubau, stinkendem Treppenhaus, klapprigen Lift, am Stadtrand, mit Bus zur U- Bahn ab 100.000 EUR verkauft wird (und weg geht), ist was faul. Da würdest Du in Marzahn schon an der Haustür umdrehen und noch nicht mal die obere Etage erreichen. In Moskau, genauer: Khimki, steigen für sowas noch die Preise.
Und sogar in einem "Altbau" von 1975 geht so eine 2-Zimmer-50qm-Wohnung noch fuer 150.000$ weg. Und dort ist die Einrichtung und vor allem die sanitaeren und elektrischen Installationen auch alles noch von 1975. Und zwar russischer Standard von 1975.
Aber das Schlimme ist, dass diese Neubauten qualitativ eher noch schlechter sind und wahrscheinlich in 40 Jahren noch viel schlimmer "zustehen" werden.
Ersteres ist jedoch nicht die Schuld des Altbaus, sondern ein Beispiel derDietrich hat geschrieben:Und sogar in einem "Altbau" von 1975 geht so eine 2-Zimmer-50qm-Wohnung noch fuer 150.000$ weg. Und dort ist die Einrichtung und vor allem die sanitaeren und elektrischen Installationen auch alles noch von 1975. Und zwar russischer Standard von 1975.
Aber das Schlimme ist, dass diese Neubauten qualitativ eher noch schlechter sind und wahrscheinlich in 40 Jahren noch viel schlimmer "zustehen" werden.
Marktlage. Der Verkäufer / Besitzer müsste die Whg. seit '75 längst amort-
isiert haben und kann aus dem Erlös einen Gewinn verbuchen.
Solange es Personen gibt, die so etwas kaufen können und Institute die
so etwas finanzieren, seh ich weder einen Preiszerfall noch sinkende Nach-
frage.
Was die Neubauten angeht, hast Du in vielen Fällen Recht, was die Quali-
tät der Bausubstanz angeht. Da habe auch ich schon schreckliches gesehen.
Die Unterhaltung und die Sanierungen ist dann jedoch Sache der Wohnungs-
besitzer.
Was oft fehlt ist eine Wohnungseigentümerversammlung, wo dann Dinge
wie Reinigung, Hauswartschaft, Sanierungen usw. besprochen und be-
schlossen werden.
Dave
"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."
Hermann Hesse
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Der "Besitzer" ist in diesem Falle meist die Stadt Moskau und die Wohnungen sind privatisiert worden. Dementsprechend "warten" die Bewohner auch schon seit vielen Jahren auf irgendeine Renovierung.Dave hat geschrieben:Ersteres ist jedoch nicht die Schuld des Altbaus, sondern ein Beispiel der Marktlage. Der Verkäufer / Besitzer müsste die Whg. seit '75 längst amortsiert haben und kann aus dem Erlös einen Gewinn verbuchen.
Was oft fehlt ist eine Wohnungseigentümerversammlung, wo dann Dinge
wie Reinigung, Hauswartschaft, Sanierungen usw. besprochen und be-
schlossen werden.
Eine Wohnungseigentuemerversammlung zum Theme Renovierung scheitert spaetestens daran, dass 80% der Bewohner neben den normalen Nebenkosten fuer Heizung und Wasser keine Kopeke mehr uebrig haben fuer Dinge wie "Sanierung".
Sowas wie Eigenverantwortung fuer das Haus (alles was ausserhalb der eigenen Wohnungstuer liegt) ist den meisten Russen total unbekannt. Oder wieso sehen die meisten Treppenhaeuser etc. wohl so aus?
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Da hast Du leider recht. Das trifft auch auf andere Städte zu, z.B. auf das Haus in Kazan', in dem meine Schwiegereltern leben.Dietrich hat geschrieben:Eine Wohnungseigentuemerversammlung zum Theme Renovierung scheitert spaetestens daran, dass 80% der Bewohner neben den normalen Nebenkosten fuer Heizung und Wasser keine Kopeke mehr uebrig haben fuer Dinge wie "Sanierung".
Sowas wie Eigenverantwortung fuer das Haus (alles was ausserhalb der eigenen Wohnungstuer liegt) ist den meisten Russen total unbekannt. Oder wieso sehen die meisten Treppenhaeuser etc. wohl so aus?
Das ist so ein elfgeschossiges Haus von Ende der 1980er und die Wohnungen gehören jeweils den Bewohnern.
Die haben zwar so eine Art Eigentümerversammlung, aber die beschränkt sich wohl auf Sachen wie Gas Wasser, Strom, Heizung, Aufzüge etc.
Es ärgern sich zwar alle über den fürchterlichen Zustand der Gemeinschaftseinrichtungen, aber den Kampf gegen Vandalismus und Verdreckung hat man längst aufgegeben.
Auch sind nur höchstens 30 % der Bewohner daran interessiert, wenigstens eine sichere Haustür und eine Klingel-/Gegensprechanlage einzubauen und jemanden mit der Reinigung der Treppenhäuser zu beauftragen.
Vor paar Jaren hatte man sich mal zusammengefunden, um auf der Freifläche vor dem Haus (aus der man richtig etwas machen könnte) einen Kinderspielplatz anzulegen, aber der wurde dann sehr schnell wieder zerstört und das Material geklaut...
Das Verrückte aber ist, dass keiner so richtig zu begreifen scheint, dass es längst keinen externen Verantwortlichen mehr gibt, der sich um die allgemeinen Interessen der Hausbewohner kümmert.
Die Leute in dem Haus sind nicht besonders wohlhaben, aber überwiegend verdienen die meisten für dortige Verhältnisse relativ recht gut. Und bei den 132 Wohnungen könnte man sich locker einen Pförtnerdienst und jemanden für die Treppenhausreinigung leisten.
Aber die Mehrheit kommt wohl gar nicht auf die Idee, bzw. ist davon nicht zu überzeugen...