Krieg/ Georgien/ Ossetien
Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Die georgier haben scheinbar wirklich geglaubt, dass die Russen still halten werden.
Wem die jetzige Situation allerdings mehr nuetzen wird.... da bin ich mir fuer meinen Teil noch nicht sicher. Besonders wenn die Russen jetzt tatsaechlich nach Georgien vorruecken sollten, dann verspielen sie sich auch noch das allerletzte bischen Glaubwuerdigkeit, dass es sich nur um eine "Reaktion" zum Schutz ihrer Landsleute handelte.
Leider leider kann aber auch George W. seine Fuesse nicht still unter dem Tisch halten. Man sieht alleine schon in anderen Foren (Spiegel, etc.) wie viele Leute sich alleine durch ihren Anti-Amerikanismus auf die Seite der Russen stellen.
Wem die jetzige Situation allerdings mehr nuetzen wird.... da bin ich mir fuer meinen Teil noch nicht sicher. Besonders wenn die Russen jetzt tatsaechlich nach Georgien vorruecken sollten, dann verspielen sie sich auch noch das allerletzte bischen Glaubwuerdigkeit, dass es sich nur um eine "Reaktion" zum Schutz ihrer Landsleute handelte.
Leider leider kann aber auch George W. seine Fuesse nicht still unter dem Tisch halten. Man sieht alleine schon in anderen Foren (Spiegel, etc.) wie viele Leute sich alleine durch ihren Anti-Amerikanismus auf die Seite der Russen stellen.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Yup. Wie ich schon schrieb. Damit steht und fällt, wie Russland hinterher da steht. Südossetien zu klären wird man ihnen durchgehen lassen. Wenn sie aber in Georgien eine Marionette installieren, wird es die nächsten Jahre politisch schwierig für Russland - Gas hin oder her.Dietrich hat geschrieben:Wem die jetzige Situation allerdings mehr nuetzen wird.... da bin ich mir fuer meinen Teil noch nicht sicher. Besonders wenn die Russen jetzt tatsaechlich nach Georgien vorruecken sollten, dann verspielen sie sich auch noch das allerletzte bischen Glaubwuerdigkeit, dass es sich nur um eine "Reaktion" zum Schutz ihrer Landsleute handelte.
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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Ein Raketenboot der Georgischen Marine ist in ein U-Boot verwandelt worden 8) allerdings in eines das nicht mehr auftaucht. Wie doof müssen die eigentlich sein, ohne entsprechende Anti-schiff Raketen einen Kreutzer anzugreifen
Angeblich sind bei den Georgiern Söldner mit schwarzer Hautfarbe aufgefunden worden, vielleicht hatten die noch einen US-Pass 8)
Gruss
wolf
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lemur
Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Saakaschwili ist genauso eine Marionette der USA wie Yuschenko in der Ukraine.harald63 hat geschrieben: Yup. Wie ich schon schrieb. Damit steht und fällt, wie Russland hinterher da steht. Südossetien zu klären wird man ihnen durchgehen lassen. Wenn sie aber in Georgien eine Marionette installieren, wird es die nächsten Jahre politisch schwierig für Russland - Gas hin oder her.
Darf denn die USA amerikafreundliche Regierungen aufbauen, sie mit Geldern unterstützten und militärisch ausrüsten? Aber wenn Russland einer befreundeten Partei hilft heißt es gleich "Russland will nen Sattelitenstaat aufbauen.
Mittlerweile ist es klar, dass Saakaschwili mit mehr Unterstützung von Seiten der USA und der EU gerechnet hatte, das macht auch seine Haltung aus.
Jetzt stellt er sich so hin, als ob er der kleine Junge ist, der von einem größeren geschlagen wird und bettelt um Hilfe.
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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Der feine Unterschied ist halt, dass die Georgier Ihr eigenes Territorium zerbomben (was zweifelsohne zu verurteilen ist), während die Russen fremdes Territorium bombardieren.lemur hat geschrieben:Darf denn die USA amerikafreundliche Regierungen aufbauen, sie mit Geldern unterstützten und militärisch ausrüsten? Aber wenn Russland einer befreundeten Partei hilft heißt es gleich "Russland will nen Sattelitenstaat aufbauen.
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Zeppelin
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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Zejtnot hat die Sache aus meiner Sicht sehr gut auf den Punkt gebracht und wie wohl die meisten von Euch schätze ich die Angelegenheit auch ein.
Selbstverständlich finde ich das Vorgehen Russlands auch ziemlich überzogen und z.T. falsch. Aber Russland ist leider in eine sehr fatale Lage geraten; besitzt aber offenbar nach wie vor nicht die erforderliche Besonnenheit, um damit umzugehen.
Für mich ist die Situation durchaus vergleichbar mit dem Balkankrieg. Da konnte der Westen weder einfach wegschauen, noch wurde militärisch angemessen eingegriffen.
Die USA stehen m.E. mit ihrem Engagement in und "für" Georgien ziemlich isoliert da. Wenn es Russland gelingen sollte, möglichst effizient und mit möglichst wenigen Opfern der Entstehung eines großen Flächenbrandes Einhalt zu gebieten, wird es sich auf genau die selben Argumente berufen, wie sie von EU, Nato und UN immer wieder für militärisches Eingreifen in Krisenregionen vorgebracht werden.
Fraglich ist dann nur, wie das Problem der beiden Regionen zu regeln ist, die mir Georgien offenbar nichts zu tun haben wollen. Würden diese von Russland annektiert, wäre dies nicht hinnehmbar.
Schließen sie sich allerdings freiwillig mit Russland zusammen, hielte ich dies für akzeptabler, als ein oder zwei dauerhaft instabile Zwegenstaaten, die zwischen den goßen Mächten aufgerieben werden.
Ich richte mich hierbei vor allem nach zahlreichen Reportagen im Deutschen Radio und Fernsehen direkt aus den Regionen gezeigt wurden. Und angesichts des großen Spektrums der dabei geführten Interviews habe ich den Eindruck gewonnen, dass es eine ziemliche Mehrheit in der Bevölkerung zumindest in Südossetien gibt, die durchaus lieber zu Russland gehören würde. Der Grund dafür scheint mir zu sein, dass sie sonst kaum sehen, wie sie allein klar kommen sollten.
Wohlgemerkt. Ich will das Handeln Russlands weder rechtfertigen noch verteidigen. Aber ein gewisses Verständnis habe ich durchaus; sofern dabei wirklich größere Opferzahlen vermieden werden können.
Selbstverständlich finde ich das Vorgehen Russlands auch ziemlich überzogen und z.T. falsch. Aber Russland ist leider in eine sehr fatale Lage geraten; besitzt aber offenbar nach wie vor nicht die erforderliche Besonnenheit, um damit umzugehen.
Für mich ist die Situation durchaus vergleichbar mit dem Balkankrieg. Da konnte der Westen weder einfach wegschauen, noch wurde militärisch angemessen eingegriffen.
Die USA stehen m.E. mit ihrem Engagement in und "für" Georgien ziemlich isoliert da. Wenn es Russland gelingen sollte, möglichst effizient und mit möglichst wenigen Opfern der Entstehung eines großen Flächenbrandes Einhalt zu gebieten, wird es sich auf genau die selben Argumente berufen, wie sie von EU, Nato und UN immer wieder für militärisches Eingreifen in Krisenregionen vorgebracht werden.
Fraglich ist dann nur, wie das Problem der beiden Regionen zu regeln ist, die mir Georgien offenbar nichts zu tun haben wollen. Würden diese von Russland annektiert, wäre dies nicht hinnehmbar.
Schließen sie sich allerdings freiwillig mit Russland zusammen, hielte ich dies für akzeptabler, als ein oder zwei dauerhaft instabile Zwegenstaaten, die zwischen den goßen Mächten aufgerieben werden.
Ich richte mich hierbei vor allem nach zahlreichen Reportagen im Deutschen Radio und Fernsehen direkt aus den Regionen gezeigt wurden. Und angesichts des großen Spektrums der dabei geführten Interviews habe ich den Eindruck gewonnen, dass es eine ziemliche Mehrheit in der Bevölkerung zumindest in Südossetien gibt, die durchaus lieber zu Russland gehören würde. Der Grund dafür scheint mir zu sein, dass sie sonst kaum sehen, wie sie allein klar kommen sollten.
Wohlgemerkt. Ich will das Handeln Russlands weder rechtfertigen noch verteidigen. Aber ein gewisses Verständnis habe ich durchaus; sofern dabei wirklich größere Opferzahlen vermieden werden können.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Hier ein Kommentar aus der Moscow Times.
Der Kommentator sieht die Vorteile wohl eher auf georgischer Seite.
http://www.themoscowtimes.ru/article/1016/42/369706.htm
Wie gesagt, ich weiss noch nicht so richtig, wer Vorteile aus dem Koflikt ziehen wird. Auf jeden Fall nicht die Buerger von Suedossetien....
Der Kommentator sieht die Vorteile wohl eher auf georgischer Seite.
http://www.themoscowtimes.ru/article/1016/42/369706.htm
Wie gesagt, ich weiss noch nicht so richtig, wer Vorteile aus dem Koflikt ziehen wird. Auf jeden Fall nicht die Buerger von Suedossetien....
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W. Churchill (1940)
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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Ich hoere gerade wieder mal im Radio, dass Deutschland, im Gegensatz zu USA und England, doch eher auf der Seite der Russen steht. Begruendung: Weil Deutschland auf Russlands Oel und Gas angewiesen ist.
Gas-Gerd hat uns an die Russen verkauft! Danke Gerd!!!
Gas-Gerd hat uns an die Russen verkauft! Danke Gerd!!!
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W. Churchill (1940)
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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Also lieber stehe ich wegen Öl und Gas auf Seiten der Russen als wegen Öl auf Seiten einiger arabischer Staaten...
-
achim
Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien
Bist Du der Meinung, Deutschland sollte sich lieber an den Truppenbewegungen der Georgier beteiligen?
Ich sage ebenfalls danke Gerd (nur ohne Zynismus). Sollten die Leitmotive der Deutschen tatsächlich so pragmatisch sein, dann wünschte ich allerdings, sie sollten sich lieber ganz raushalten.
Ich sage ebenfalls danke Gerd (nur ohne Zynismus). Sollten die Leitmotive der Deutschen tatsächlich so pragmatisch sein, dann wünschte ich allerdings, sie sollten sich lieber ganz raushalten.
