Re: dps kontrollen
Verfasst: 14 Jan 2010, 12:03
Hallo, ich bin gerade in Rußland im Wolgagebiet, jeden Tag fahren wir hier an einer Milizstation vorbei und werden mit dem deutschen Kennzeichen und dem LAda 111 jedesmal wieder angehalten. Es ist immer dasselbe Schauspiel, es heißt böser und guter Milizionär, der böse versucht krampfhaft etwas zu finden, aber auf alles gibt es eine schlüssige Antwort und auch die dazugehörigen Papiere, man merkt den Ergeiz etwas finden zu wollen, dann kommt immer kurze Zeit später der gute Milizionär und stellt freundliche allgemeine Fragen, wie finden Sie Rußland ( die mir auf der Zunge liegende Antwort will einfach nicht über meine Lippen " ja ganz toll ohne diesen Miliz Terror " ) , warum fahren Sie ein russisches Auto ( na damit ich nicht so auffalle und von der Miliz aufgehalten werde ), ist das Wetter auch so kalt in Deustchland wie Rußland . Das ist alles ärgerlich und zeitaufwendig, wir haben denen schon angeboten eine Mappe mit den Kopien meiner Paiere auf der Wache zu lassen, aber das wollten sie nicht, vielleicht kann man doch noch etwas konstruieren. Höhepunkt war bisher, daß sich guter und böser Milzionär stritten, denn ich bin am 19.12.09 eigereist, am 27.12.09 nach Kasachstan ausgereist, am 08.01.10 wieder eingereist. Die vorübergehende Einfuhrbescheinigung datiert ja vom 19.12.09 und nun meinte böser Milizionär er hätte etwas gefunden und verlangte meinen Reisepaß. Ich fragte dann, ob er auch Angehöriger der Migrationsbehörde sei, nö, er wolle das nur mal überprüfen, jaja, dann haben wir ihm den Zwischenstopp in Kasachstan erläutert und er meinte ich sei jetzt illegal mit dem Fahrzug hier, welch ein Quatsch, der gute Milizionär schaltete sich ein und war des höheren Ranges und sie stritten über diese Frage, wir durften dann gehen. Hier in diesem Gebiet kann niemand wirklich etwas mit dem internationalen Führerschein anfangen und nachdem viele diesen Schein gesehen hatten wurde ich gefragt, warum denn die russische Seite nicht ausgefüllt sei, na, weil ich kein Russe bin, so einfach, ein einziges Mal wollte eine Milizionär bei Saratov meinen deutschen Plastikartenführerschein sehen, denn er wußte das der internationale nur in Verbindung mit dem deutschen gültig ist und auch nur deshalb, weil er deutsche Verwandschaft hat. Mir kommt das mit dem deutschen Kennzeichen wie Spießrutenlaufen vor, obwohl ich zum Glück noch nichts bezahlen mußte, glaube ich, daß diese Straßenräuber nur eine Spardose sehen, die es zu plündern gilt. Gut war auch der Milizionär, der mir langatmig in seinem Shiguli erklärte, daß er nicht der Typ sei der Geld nehme, da ich schlecht russisch spreche, hat meine Begleitung ihm dann erklärt, daß ich das ganz toll finde und wir dann ja wohl gehen könnten, was auch zum Glück klappte . Es ist wirklich ein ganz übles Gefühl ständig angehalten zu werden und jedesmal kommt etwas neues, außerdem kostet es viel Zeit. Ja, ich weiß willkommen in Rußland, aber muß das wirklich so sein. Auch die Fragen, haben Sie Drogen, Waffen, Sprenstoff oder andere verbotene Gegenstände dabei, finde ich irritierend, natürlich mehrere Zentner Opium aus Kasachstan, Sidewinder Luft-Luftabwehrrakten usw. , was erwarten die denn für Antworten auf solche Fragen ? Ich finde das alles frustrierend und einschränkend, man kann das Gute leicht vergessen, wenn man diesen Luten ausgesetzt ist. Nein, ich weine jetzt nicht .