Re: Kindererziehung in Deutschland
Verfasst: 14 Feb 2009, 16:44
Stimmt schon. Kann passieren, dass man so perplex ist, dass es einem die Sprache verschlägt. Aber mir passiert das höchst selten. Ich lege mich durchaus mal mit fremden Eltern an, die es unterlassen, ihre Göhren zur Mäßigung anzuhalten.Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Leider hat man dann oft nicht die Frechheit, Unverfrorenheit oder wie auch immer man das nennen mag, den Vater gleich noch zusätzlich zusammenzuniesen. Vielleicht sind diese Eltern und Kinder wirklich eine Art verlorene Generation.Naila hat geschrieben:Und du darfst in Deutschland sie nicht ermahnen, weil du nicht erziehungsberechtigt bist. Neulich hat ein Balg meinen Verlobten in der Bahn an den Haaren gezogen, und als mein Verlobter sich lautstark gewehrt hat, wurde er auch noch vom Vater des Kindes zusammengeschissen. Und das stört mich. Und ich frage mich, warum das überhaupt so sein muß
Und es ist mir auch ziemlich schnurz, ob ich erziehungsbrechtigt bin, wenn ich fremde Kinder in ihre Schranken verweise. Und das scheint mir meist auch recht wirksam zu sein, weil viele von denen einfach mal voraussetzen, dass ihnen sowieso niemand etwas kann bzw. sie einfach gewähren lassen wird.
Man muss die nicht gleich völlig zur Schnecke machen, aber eine klare harte Ansage tut oftmals ihre Wirkung.
Das werden die Kids zwar schwerlich zugeben, aber das merkt man auch so.
Und nochmal was zum Thema Lehrer-Eltern-Verhältnis: Wenn Eltern der Ansicht sein sollten, dass ich (oder andere Lehrer/Erzieher/-innen) zu Unrecht von den Kindern angemessenes Verhalten verlange, mach(t)e ich denen mal ganz schell klar, wer eigentlich was von wem will.
Klar versuchen die einem dann erst mal zu erklären, was man ihrer Meinung nach zu tun und zu ertragen hätte... Gäääähn! Ja und?
Aber bei allem, worüber man sich an den Kindern der Gegenwart ärgern mag: Ich sehe nicht, dass es je eine Erwachsenengeneration gegeben hätte, die nicht die missratenen Kinder beklagt hätte, welche es früher vermeintlich nicht gegeben habe.
Und so sehe ich es nicht nur als institutionelle Aufgabe von Eltern, Schule, Jugendämtern etc. sich um die Erziehung von Kindern zu kümmern, sondern als elementare Bürgerpflicht.