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Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 15:10
von Nikolaus
Zejtnot hat geschrieben:...Da werden irgendwelche Leute mit klammen Finanzen in Deutschland überredet, eine Verpflichtungserklärung abzugeben, wofür sie 200 Euro bekommen.
Nun, fuer Leute mit so klammen Finanzen, dass sie sich fuer 200 Euro verkaufen, sollte es in D doch eigentlich sehr schwer sein, eine Verpflichtungserklaerung abzugeben!? Mir scheint, Deine Quelle nicht so gut.
Am Ende gibt es wohl für jeden Beamten eine Statistik - wie viele ausgestellte Visa wurden missbraucht. Würdet Ihr an dieser Stelle einen hohen Wert riskieren wollen und Deine künftige Reputation in Frage stellen? Immerhin wird man im Auswärtigen Amt alle drei/vier Jahre in eine neue Dienststelle versetzt und hofft da auf einen vernünftigen Posten. Insofern wäre ich sehr vorsichtig mit Worten wie "Machtgelüste kleiner Konsulatsangestellter"!
Na, fuer seine Karriere die Persoenlichkeitsrechte anderer Menschen und deren Wuerde mal einfach so zu ignorieren, ist freilich auch nicht viel besser...
Nee, so ein Kreuzverhoer ist nur bei sehr, sehr ernstem Verdacht angemessen. Der Fall ist einfach extrem.

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 16:39
von Magdeburg-Moskva
Diese Hörensagerei gepaart mit Emotionen... Das bringt immer sehr wertneutrale Information... (Satire) War denn schonmal jemand Mäuschen, wenn ein Beamter eine Visabewerberin befragt hat?! Sind die Beamten wirklich so schlimm?!

Ich denke auch, dass solche Befragungen dem Beamten zumindest die Chance bieten, möglichen Visamissbrauch zu erkennen. Es ist ein schwerer Grat für die Beamten, sich dabei von der Atmosphäre der Befragung her, nicht auf das Niveau von Rollkutschern herabzulassen und in den Dunstkreis der Stasi- und Gestapo-Befragungsmethoden zu kommen, bzw. höflich, freundlich und gleichzeitig sachlich zu bleiben. [Exkurs: Aber es wurde wohl noch keine Visabewerberin mehrere Tage ohne Anklage festgehalten und dann in einen Vernehmungsraum geführt und dabei psychisch gefoltert, wie die Stasi es tat.]

Es braucht daher auch Sachlichkeit seitens der Visabewerber.

Aber allein vom menschlichen Faktor her stelle ich mir das sehr schwer vor:

Wie viele Kunden muss der Beamte bedienen?!
Wie viele Arschlöcher sind dabei, die ihn durch ihr Verhalten einfach nur ankotzen, wogegen er aber nix machen kann?!
Wie viele Idioten sind dabei, die keine Objavlenija lesen können und mit unvollständigen Dokumenten ankommen, sich dann aber aufregen?!
Bei wie vielen Leuten ist sich der Beamte sicher, dass das Visum missbraucht werden soll, weiß er aber gleichzeitig , dass er im Remonstrations- oder Klageverfahren keinen stichhaltigen Gegenbeweis erbringen kann, dass es sich um eine Scheinehe, mangelnde Rückkehrwilligkeit usw. handelt?!
Wie gut kann er in seiner 3- bis 4-Jahre-Rotiererei Russisch, um die Feinheiten der russischen Sprache und Kultur sich anzueignen. Ich versuche es seit fast 20 Jahren...


Übrigens, wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück: Nerven behalten, dann übersteht man als Deutscher auch das russische Konsulat oder die US Customs and Border Police.

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 20:13
von Zeppelin
Nikolaus hat geschrieben:... Aber das macht die geschilderte Prozedur im deutschen Konsulat fuer ein VISUM nicht angemessener. ...
Wo wurde denn geschrieben, was für eine "Prozedur" das gewesen sein soll?
Nikolaus hat geschrieben: Ein Kreuzverhoer, wie geschildert, ist aber sicherlich in 99,9% aller Faelle nicht angemessen, sondern befriedigt eher mehr die individuellen Machtgelueste kleiner Konsulatsangestellter. ...
Wo stand etwas von "Kreuzverhör"? Dafür haben die Konsulate gar nicht genug Personal. Allenfalls bei Personen, die unter ernsthaftem Verdacht einer Straftat stehen, würde tatsächlich zu solchen Mitteln gegriffen.
Und wie die anderen schon geschrieben haben, hast Du offenbar keine Ahnung (tut mir leid, dass ich das so sagen muss!), welchen Anforderungen und Kontrollen die Konsularbeamten unterliegen.
Die haben auch ein weit zivilisierteres und gebildeteres Niveau, als vielleicht der eine oder andere frustrierte Straßenpolizist in D, der sich gegenüber Unterlegenen aufspielen muss. (Davon gibt es aber auch nur noch sehr wenige, weil die Einstellungskriterien bei der dt. Polizei in den letzten 20-30 Jahren enorm angezogen wurden.)

Mir haben wirklich schon viele Russländer/-innen (und auch Leute aus anderen nEU-Staaten) incl. meiner Frau recht ausführlich davon berichtet, wie solche Befragungen im Zshg. mit Visaanträgen tatsächlich verlaufen sind. Und demnach läuft das recht sachlich und zivilisiert ab, obwohl es oftmals mit recht überzogenen Formulierungen dargestellt wurde, die sich erst durch Nachfragen als solche entpuppten.

Und wenn es in den dt. Konsulaten in RUS (oder manch anderem Staat) schon an den Abgabeschaltern zu wirklich unangemessenem Auftreten seitens des Personals kommt (Tonfall, Frageformulierungen, Verweigerungen der Annahme von Dokumenten etc.), handelt es sich dabei fast ausschließlich um die eigenen "Landsleute" der Visaantragsteller; sog. 'Ortspersonal' welches meint, seine Kompetenzen überschreiten, bzw. den Umgangston und Habitus der jeweiligen Inlandsbehörden anschlagen zu dürfen.

@Nikolaus!: Ich möchte daher auch Dich dringend darum bitten, solche Aussagen nur dann zu verbreiten, wenn Du handfeste Belege dafür hast, dass sich die dt. Auslandsvertretungen unkorrekt verhalten. Verleumdet werden die durch die üble Gerüchteküche im Ausland ohnehin schon mehr als genug!
Und genau das ist dann oft die Ursache dafür, dass andere Visaantragsteller/-innen meinen, sich irgend welche überflüssigen Tricks ausdenken zu müssen, welche dann zum Glück häufig auffliegen - was wiederum zu weiteren Frustrationen und daraus folgenden Verleumdungen führt.

Und das schadet einfach allen Beteiligten - vor allem wenn sie völlig integere und legitime Absichten verfolgen.

Auch Du als dt. Staatsbürger und "Steuerzahler" profitierst schließlich sehr davon, dass unser Land und seine Bürger international und trotz seiner/ihrer z.T. schlimmen Vergangenheit einen guten Leumund genießen!

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 20:43
von Nikolaus
Lieber Zeppelin, eigentlich lohnt es sich nicht zu antworten, da Du offenbar meinst, dass es bei einer Diskussion reicht, nur den letzten Beitrag zu lesen und dann mal schnell eine Seite (unsachlich) zu schreiben.
Aber sei es drum, wir diskutieren hier diesen Beitrag
youshouldntknow hat geschrieben: Und trotzdem wurde sie erneut vorgeladen und wie beider GeStaPo verhoert. (wer sind die Einladenden, wieso will sie dorthin, wieso nicht schon frueher,wer sind die Einladenden, wie haben Sie siekennengelernt, warum nicht schon frueher, wer sind die Einladenden, wie stehen Sie zu denen, wer sind die Einladenden, wie haben Sie sie kennengelernt usw. - 20Minuten)
Besten Gruss,
Nikolaus

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 21:08
von wolk0815
... (wer sind die Einladenden, wieso will sie dorthin, wieso nicht schon frueher,wer sind die Einladenden, wie haben Sie siekennengelernt, warum nicht schon frueher, wer sind die Einladenden, wie stehen Sie zu denen, wer sind die Einladenden, wie haben Sie sie kennengelernt usw. - 20Minuten)
Welche dieser Fragen ist denn so schlimm bzw. nicht legitim? Wir sind ja hier in der Tat auf die Erzählungen angewiesen, aber ich glaube wohl kaum da hat man so viel Zeit ein und dieselbe Frage 4x zu stellen. Auch klingt eine Frage nach dem ´Warum nicht früher?´ als Folgefrage zu einer Frage nach dem Kennenlernzeizpunkt nun wirklich unlogisch (es sei denn es geht um mehr oder weniger familiäre Umfeld in dem man sich ja zu verschiedenen Zeitpunkten treffen kann).
Mein ´Senf´ dazu: auch ich kenne aus dem persönlichen Umfeld so einige Fälle bei denen die Deutsche Seite ja sooo schlimm war. Und wurde nachgehakt, so waren es objektiv keine schlimmen Fragen, sondern der/die Antragsteller/in reagierte einfach beleidigt, dass überhaupt gefragt wurde und die Reaktionen auf die Fragen war dann schon, nennen wir´s einmal neutraler ausgedrückt, beleidigt. Man war es einfach nicht gewohnt, dass man einem im Konsulat nicht wie oft bei russischen Behörden gleich was will und man entsprechend sein Verhalten(ich sage dazu gerne Wuff-Wuff-Verhalten) der Situation anpasste.

Wir waren ja in der Tat nicht anwesend und wissen nicht was gefragt wurde (und vor allem WER). Letzendlich kennt man mit der Zeit so die russische Gerüchte rund ums Konsulat (besonders mag ich die ´tollen´ Tipps was man sagen soll und was nicht). Auch wenn man bedenkt, wieviel Visa denn ausgestellt und nicht abgelehnt werden (hier natürlich auf die Erfahrungen im eigenen und erweiterten Umfeld - Statistiken über ausgestellte bzw abgelehnte Visa-Anträge eines Landes werden meines Wissens ja nicht veröffentlicht um die Beziehungen nicht zu stören) und wenn man sich da jedesmal wie im beschriebenen Fall aufführen würde, hätten die Konsulatmitarbeiter ja schon sicher ein schönes Zeitproblem.

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 21:33
von Kultgrieche
Meine Schwiegereltern waren schon ein paar Mal in Deutschland, mit einem Privatvisum, für das ich eine Verpflichtungserklärung hatte erstellen lassen.
Doof fanden sie immer die Fahrerei von Nishnij Nowgorod nach Moskau, v.a. jetzt muss man einmal hin, um den Pass abzugeben, und nach einigen Tagen wieder dorthin, um den Pass wieder abzuholen. Zeitverlust und Geldverlust für die Bahnfahrerei. Das ist wirklich bescheuert im Handling mit der Visavergabe. Aber an den Fragen haben sich meine Schwiegereltern nie gestoßen, sie meinten, die Leute, die sie befragt hätten, wären immer höflich und sachlich gewesen.

So, und da hier mal der Vergleich mit den Nazis/der Gestapo angestellt wurde: Ich musste vor vier Jahren für einen läppischen Aufenthalt in Nishnj Nowgorod zwecks Registrierung eine Blutprobe abgeben ("Aids-Zentrum" oder wie die Bude da heisst, ul. Minina 20), um nachzuweisen, dass ich nicht HIV-positiv bin. Auf meine bescheidene Frage, ob denn auch meine russische Frau eine solche Blutprobe abgeben müsste kam die Antwort, nein, sie sei ja Russin, das bräuchte sie nicht, woraufhin ich meinte, da wir nicht in entsagender Keuschheit leben würden, wäre der russische Pass die ideale Verhütungsmethode gegen AIDS. Dem OVIR würde der Nobelpreis in Biologie gebühren.
Also: Deutscher = potentieller HIV-ler, Russe = HIV-negativ. Wenn dass mal nicht nazi-like ist...

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 30 Mär 2009, 22:28
von Zeppelin
Nikolaus hat geschrieben:Lieber Zeppelin, eigentlich lohnt es sich nicht zu antworten, da Du offenbar meinst, dass es bei einer Diskussion reicht, nur den letzten Beitrag zu lesen und dann mal schnell eine Seite (unsachlich) zu schreiben.
Tut mir leid, dass Du so denkst! Doch ich hatte mir vor meinem Posting noch mals genau den gesamten(!) bisherigen Threadverlauf aufmerksam durchgelesen und mich genau auf die darin vorfindbaren Aussagen bezogen.
Bezeichnender Weise belegst Du leider auch nicht, worin meine 'Unsachlichkeit' bestehen würde.
Du hingegen hast Dich wie folgt auf Aussagen wie folgende bezogen:
Nikolaus hat geschrieben:Aber sei es drum, wir diskutieren hier diesen Beitrag
youshouldntknow hat geschrieben: Und trotzdem wurde sie erneut vorgeladen und wie beider GeStaPo verhoert. (wer sind die Einladenden, wieso will sie dorthin, wieso nicht schon frueher,wer sind die Einladenden, wie haben Sie siekennengelernt, warum nicht schon frueher, wer sind die Einladenden, wie stehen Sie zu denen, wer sind die Einladenden, wie haben Sie sie kennengelernt usw. - 20Minuten)
Die Wörter "GeStaPo", "vorgeladen" und "verhört", sind allein für sich schon so unsachlich, polemisch und diffamierend, dass man sie allenfalls jemandem nachsehen könnte, der begründet einen Gewissen Vorbehalt gegenüber D haben mag. Nicht aber solchen Personen, die eine freiwillige Leistung dieses Staates erbitten!

Aber 'auf dem Ohr' sind eben manche Leute taub. Doch die sind eh' der Meinung, dass die ganze Welt - oder zumindest D - sich gegen sie verschworen hat.
Und so wie Du gehen diese eben auch auf keinerlei Argument und Abhilfeempfehlungen ein.

Was soll's also? Über Deine Motive mag ich nicht spekulieren...

Aber selbst Leute wie Du berufen sich merkwürdiger Weise auf hiesiges Recht. :roll:

Edit: Doch das Ganze ist inzwischen in diesem Thread dermaßen OT, dass man sich schon fragen, was das eigentlich soll. Mit dem TO hat das ja nun rein gar nichts mehr zu tun!

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 31 Mär 2009, 07:06
von Zejtnot
Nikolaus hat geschrieben:
Zejtnot hat geschrieben:...Da werden irgendwelche Leute mit klammen Finanzen in Deutschland überredet, eine Verpflichtungserklärung abzugeben, wofür sie 200 Euro bekommen.
Nun, fuer Leute mit so klammen Finanzen, dass sie sich fuer 200 Euro verkaufen, sollte es in D doch eigentlich sehr schwer sein, eine Verpflichtungserklaerung abzugeben!? Mir scheint, Deine Quelle nicht so gut.
Ich weiß konkret von Freunden (Willst Du die Mailadresse?), denen 200 Euro für eine VE angeboten wurden. Gerade in Städten deren Ausländerbehörden Sperrkonten statt Einkommen akzeptieren, ist es für Studenten kein Problem, eine VE abzugeben. 200 Euro für einen Bank- und einen Amtsbesuch - das ist doch verlockend?!
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:War denn schonmal jemand Mäuschen, wenn ein Beamter eine Visabewerberin befragt hat?! Sind die Beamten wirklich so schlimm?!
Ich war nie dabei, kenne aber beide Seiten aus den Erläuterungen. In Novosibirsk gibt es nicht so viele Deutsche, man trifft also auch mal die deutschen Diplomaten. Und als Deutscher gibt man immer mal wieder den Freunden anderer Deutscher einen Rat zum Visaprozess und bekommt danach eine Rückmeldung.

Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Meist kommen die jungen Damen etwas verstört aus dem Interview, weil so viele unerwartete Fragen kamen. Deren deutschen Freunde sind dann total auf der Palme, "Verhör" und pipapo. Wenn man die russischen Mädels aber befragt, war alles halb so wild. Natürlich verunsichert es viele, wenn vor einem ein Deutscher sitzt und eine Dolmetscherin übersetzt. Und ich habe auch schon Sachen gehört, wie: "Ich hatte einen Mann, der sah am Strengsten von allen aus!" - wenn man diesen Menschen jedoch privat kannte, musste man darüber nur schmunzeln.

Und - und das zeigt für mich, wie sinnvoll diese Interviews sind - von den Diplomaten hört man genauso Berichte, wie: "Wie wollen Sie sich denn in Deutschland unterhalten?" "Auf Englisch." "OK, let's talk in English! Where do you want to go in Germany?" "Sorry, don't understand!"

Noch eine Randbemerkung: Meine Frau wollte nach England reisen. Bevor wir wussten, dass sie als meine Gattin nur die Eheurkunde zeigen muss, wurden von uns Fotos und private Briefe verlangt, mit denen wir nachweisen können, dass wir unseren Gastgeber mindestens fünf Jahre kennen! Dagegen finde ich die deutschen Interviews wirklich eine sehr nette Lösung!

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 31 Mär 2009, 11:35
von youshouldntknow
Also, dass die Bezeichnung GeStaPo in Bezug auf das Konsulat nicht angebracht ist, braucht hier glaube ich nicht diskutiert zu werden. Da stimme ich allen hier zu.
Aber dass die Befragung eher einem Verhoer gleicht, sehe ich auch so. Und dass jemand Vorbehalte gegen Deutschland hat, kann man niemandem vorwerfen, vor allem nicht Russen. Erst recht, wenn in deren Familie Mitglieder unter der deutschen Besatzung gelitten haben...

Allerdings ist mir unklar, wie jemand mit finanziellen Engpaessen eine Verpflichtungserklaerung abgeben kann? Denn ohne Finanzierungsnachweis (Einkommen oder Hinterlegung bei der Auslaenderbehoerde) ist diese Erklaerung nichts Wert (eine Willenserklaerung - genauso koennte ich Euch ein U-Boot zum Verkauf anbieten...).

Re: Drama ? Russin nach Deutschland einladen - Hilfe ?

Verfasst: 31 Mär 2009, 11:47
von Zejtnot
youshouldntknow hat geschrieben:Allerdings ist mir unklar, wie jemand mit finanziellen Engpaessen eine Verpflichtungserklaerung abgeben kann? Denn ohne Finanzierungsnachweis (Einkommen oder Hinterlegung bei der Auslaenderbehoerde) ist diese Erklaerung nichts Wert (eine Willenserklaerung - genauso koennte ich Euch ein U-Boot zum Verkauf anbieten...).
Einige Ausländerbehörden akzeptieren eine hinterlegte Summe auf einem Sperrkonto und verlangen kein Einkommen. In Dresden ging dies beispielsweise lange Zeit. Wenn also ein Student 500 Euro auf das Sperrkonto legte und damit fix mal 200 Euro verdienen konnte ... ist doch attraktiv, oder? Die Gefahren wurden natürlich kleingeredet.

Ich glaube den Diplomaten schon, dass durch die Interviews mehr schwarze Schafe herausgefischt als Unschuldige abgelehnt werden! Wir gehen hier von unseren privaten, netten, braven Beziehungsvisa aus ... aber wie viele Fälle von Scheinehen, Menschenhandel, etc. es wirklich gibt, können wir gar nicht ahnen! Und auch ich kenne Leute, wo die Geschichte erlogen war, die Einladung von Fremden eingeholt wurde, ... man soll doch nicht so tun, als gäbe es das nicht!