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Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 17 Okt 2011, 14:48
von Jochen
reddimon hat geschrieben:
Wie machen es denn die anderen Expats, die hier mit den D-Kennzeichen unterwegs sind? Es muss doch einen Weg geben?
Die anderen haben eher einen russischen Dienstwagen.
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 17 Okt 2011, 20:34
von zimdriver
Jochen hat geschrieben:reddimon hat geschrieben:
Wie machen es denn die anderen Expats, die hier mit den D-Kennzeichen unterwegs sind? Es muss doch einen Weg geben?
Die anderen haben eher einen russischen Dienstwagen.
... so eine wenig hilfreiche Antwort ... D- Kennzeichen am russischen Dienstwagen war gefragt ...
... die anderen haben einen russischen Dienstwagen und einen deutschen Privatwagen, oder auch nur einen deutschen privaten Dienstwagen in Russland,
ABER, reddimon, nur zu Deiner allgemeinen Beunruhigung,
Es ist unmöglich, in Deutschland ein Fahrzeug angemeldet zu halten, wenn man keinen Hauptwohnsitz hat. Du wirst demnächst auch Post von der Zulassungsstelle erhalten und eine Menge Stress haben, wenn ich die Gesetzeslage richtig verstehe (Nikoklaus wird sicher mehr wissen). Dann wird die Versicherung das geringste Problem darstellen.
Ich zumindest muss es so halten:
Weil deutsches Auto, das nicht sinnvoll importiert werden kann, deshalb kein vid, deshalb keine Abmeldung aus D, deshalb ein Mal pro Jahr raus aus Russland (was ja nicht allzu schlimm ist, wenn man sich im Kühlschrank den Halbjahresbedarf Fisch aus Finnland mtibringt).
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 00:11
von warwara
Zum Thema "deutsche Versicherungen im Ausland": Ich arbeite fürs Auswärtige Amt und tingele im 4-Jahres-Rhythmus durch die Welt (bzw. alle 8-12 Jahre ist auch mal Station in Berlin angesagt). Die einschlägigen Versicherungen (Hausrat, Haftpflicht, private Unfallversicherung, Vollkasko für in Russland bzw. jetzt in den USA zugelassenen PKW) habe ich bzw. haben wir bei der Helvetia. Die einzige andere Versicherungsgesellschaft, die das noch anbietet, ist meines Wissens die Allianz. Zumindest haben alle Kollegen aus dem Auswärtigen Amt, die ich kenne, ihre Versicherungen (außer Krankenversicherung natürlich) entweder bei der Helvetia oder der Allianz. Mit Wohnsitz im beliebigen Ausland und vollständiger Abmeldung beim deutschen Einwohnermeldeamt.
Ach ja, und für die Kfz-Vollkasko galt/gilt sowohl für Russland als auch jetzt für die USA natürlich ein spezieller Tarif, der etwas höher als der in DEU geltende war. Aber die Vollkasko-Regulierung, die wir in Moskau 2x in Anspruch nehmen mussten, hat dafür super geklappt. Was man von der russischen OSAGO, die wir glücklicherweise nur 1x brauchten, nicht behaupten kann, da wir auf einem Großteil der von uns unverschuldeten Kosten sitzen geblieben sind und dann unsere deutsche Vollkasko bemühen mussten.
In Deinem konkreten Fall sagt mir mein Bauchgefühl aber auch, dass es nach Ärger riecht: Wenn Dein Hauptwohnsitz nicht mehr in DEU ist und Dein Auto aber dort noch zugelassen, das hört sich nicht, vornehm ausgedrückt, regelkonform an. Wie wäre es denn bei der Konstellation Hauptwohnsitz im Ausland/Nebenwohnsitz in DEU und Auto am Nebenwohnsitz angemeldet? Das müsste doch gehen, oder irre ich mich da?
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 00:22
von manuchka
warwara, Nebenwohnsitz in DE geht nicht, wenn Hauptwohnsitz im Ausland ist.
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 00:24
von m1009
Es muss doch einen Weg geben?
Kfz auf Eltern/Verwandte zulassen. So sieht meine Lösung aus....
Ansonsten wurde von warwara und zimdriver alles gesagt....

Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 00:33
von warwara
manuchka hat geschrieben:warwara, Nebenwohnsitz in DE geht nicht, wenn Hauptwohnsitz im Ausland ist.
Ahhh, wieder was dazu gelernt...
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 06:27
von zimdriver
m1009 hat geschrieben:Es muss doch einen Weg geben?
Kfz auf Eltern/Verwandte zulassen. So sieht meine Lösung aus....
Ansonsten wurde von warwara und zimdriver alles gesagt....

Mit dieser Lösung fällt der vid na zhitelstvo aus, wenn der thread Urheber diesen als Erleichterung zur Spezialisten- Arbeitserlaubnis geplant hatte.
Da er jedoch wie beschrieben Post von der Versicherung bekam, ist wohl Eile geboten mit der Ummeldung auf einen Hauptwohnsitzbürger.
warwara, die Bedingungen für Diplomaten sind auch bei Versicherungen und Autozulassungen ein wenig privilegierter aufgrund multilateraler Vertrage. Wie gerne würde ich mit einer Diplo- Nummer durch Moskau fahren ...
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 11:49
von reddimon
Ok, besten Dank an alle für die zum Teil ernüchternden Antworten.
Also für mich hört sich das alles nach der folgenden einzig möglichen Lösung an: so schnell wie möglich in D abmelden und in Russland zulassen (kann den Wagen auf meine Frau anmelden, die RF-Staatsbürgerschaft hat). Früher oder später wollten wir es eh' machen, weil die Kiste in 3 Jahren zurück nach D zu fahren, macht nun gar keinen Sinn. Das Auto wird hier nach meinem Einsatz verkauft.
Also hier für mich die "TODO-Liste":
1) Den Wagen hier verzollen: bin dann zwar jede Menge Kohle los, aber das Auto bleibt immernoch mit D-Kennzeichen.
2) Russische Versicherung besorgen.
2) Den Wagen auf meine Frau in Moskau zulassen. Hier gleich die Frage: Wie können wir nachweisen, dass das Auto ihr gehört (muss ich ihr den Wagen "verkaufen" oder "verschenken" oder reicht es, wenn im Fahrzeugbrief mein Name steht + Heiratsurkunde oder so?)
3) Deutsche Kennzeichen ab, nach D schicken und den Wagen in D abmelden lassen.
Fehlt hier noch etwas? Stimmt die Reihenfolge?
Bin für alle Tipps dankbar!
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 12:56
von Jochen
Warum machst du dir das Ganze so kompliziert? Verkauf den Wagen in De und kaufe in Russland einen.
Re: In Russland mit Deutschen Kennzeichen fahren
Verfasst: 18 Okt 2011, 13:12
von reddimon
Ganz einfach: weil ich ihn (erstmal) NICHT verkaufen, sondern hier benutzen will.