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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 03 Mär 2009, 06:45
von GIN
Habe mir jetzt mal fast den ganzen Verlauf angelesen.. Und... wir haben jetzt den Monat 03.03.2009 und weder Russland und die EU haben ein Embargo noch die NATO und Russland. Die Buschtrommeln und Rumsfelder sind mit ihrem Scherbenhaufen aus dem Amt geschieden und die Welt hat sich damit bgefunden das Russland die beiden Staaten anerkennt und in längerer Zeit Georgien neutralisieren wird. Natürlich gibts immer wieder unrealistischen Plankenwerfen aus den Reihen der Russofoben und versuchen die EU und NATO Politik in ihre Richtung zu gestallten aber Politik bleibt und ist die Kunst des Möglichen und Russland hat einfach die viel besseren Karten in der Hand.
Wer wird schon Georgien in die NATO bringen?, wieso sollte Georgien nach diesem Schock noch einmal so ein Abenteuer starten? es bleibt dabei.. die Amis drücken auf Reset und die ganzen Russofoben werden eine Niederlage nach der anderen erleiden.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 05 Mai 2009, 21:03
von ingo_001
Ohne jetzt den ganzen Thread gelesen zu haben, stehts doch wohl ausser Zweifel, dass Georgien damals den Krieg angefangen hatte.
Das hatten anfangs auch unsere deutschen Medien so berichtet.
Kurioserweise wurde innerhalb weniger Tage wider besseren Wissens Russland als Aggressor hingestellt ... soviel zur "unabhängigen" Berichterstattung :roll:
Freie Medien bedeuten nicht zwangsläufig, dass sie auch unabhängig berichten.
Also sollte man immer einen wachen Geist behalten und mehrere Informationsquellen nutzen, um den Wahrheitsgehalt von Nachrichten zu hinterfragen.
Politik versucht IMMER - mehr oder weniger suptil - die Medien zu beeinflussen.
Und der damalige Versuch war Alles - nur nicht suptil [verdacht]

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 06 Mai 2009, 16:30
von Spätzleskosake
an vorderster Front der Falschinformierer war die ARD. Verantwortlich hier ist Thomas Roth. Dies hat nichts mehr mit sauberem Journalismus zu tun. Wo bleiben die Konsequenzen?

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 06 Mai 2009, 17:16
von bauplan
Spätzleskosake hat geschrieben:an vorderster Front der Falschinformierer war die ARD. Verantwortlich hier ist Thomas Roth. Dies hat nichts mehr mit sauberem Journalismus zu tun. Wo bleiben die Konsequenzen?
Gab es doch.
Nachdem Skandal um das Putininterview wurde Roth vorzeitig abgezogen. Er sollte erst im Frühjahr nach Washington.

Bezeichnend, das nur eine Onlinezeitung darüber berichtet hat. Selbst Speigel-Online, sonst an forderster Front wenn irgendwo Fehler auftauchen hat nichts drüber gebracht.
Wahrscheinlich hatten alle anderen Onlinezeitungen und Printzeitungen zuviel Schiss vor der ARD.

Der russische Botschafter in Berlin hat später in einem Interview erklärt, dass er, wenn er jetzt ANfragen von deutschen Journalisten bekommt, die russische Politiker Interviewen wollen, immer der Nachsatz fällt, "wir machen es auch bestimmt nicht wie Thomas Roth".

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 06 Mai 2009, 19:20
von Spätzleskosake
Nachdem es mir beim Lesen der nachfolgenden Mitteilung die Sprache verschlagen hat, kann ich leider keinen Kommentar dazu abgeben.

http://www.wdr.de/unternehmen/presselou ... roth.phtml

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 06 Mai 2009, 19:30
von Apollo
Spätzleskosake hat geschrieben:Nachdem es mir beim Lesen der nachfolgenden Mitteilung die Sprache verschlagen hat, kann ich leider keinen Kommentar dazu abgeben.

http://www.wdr.de/unternehmen/presselou ... roth.phtml
Ist doch eine klare Aussage, auch für die Bio, nach relativ kurzer Zeit aus Moskau abgezogen. Gerd Ruge war länger dort.
Das Interview, mit den entsprechenden Begleiterscheinungen, war doch die grösste Peinlichkeit die man sich leisten konnte als WDR. Der Mann ist weggelobt worden. Leider finanziert sich solcher Durchschnitt durch die Gemeinschaft der Gebührenzahler hier.

Wobei man allerdings sagen muss, von beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten in Deutschland berichtet die ARD zeitmässig schön häufiger und politischer über Russland.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 07 Mai 2009, 06:52
von Zejtnot
Grundsätzlich war die ARD schnell vor Ort und hat ganz ordentlich berichtet. Das Interview war natürlich eine Katastrophe.

Die taz hat über die Versetzung berichtet, aber nicht über den Hintergrund. Leider.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 07 Mai 2009, 20:39
von GIN
Zejtnot hat geschrieben:Grundsätzlich war die ARD schnell vor Ort und hat ganz ordentlich berichtet. Das Interview war natürlich eine Katastrophe.

Die taz hat über die Versetzung berichtet, aber nicht über den Hintergrund. Leider.
das erste Stimmt und das zweite nicht. Die UN ist jeden Tag kurz vor dem Krieg durch Abchasien gefahren. Ständig haben die BW Soldaten (UN Mission Sukhum) mir erzählt welche neue Kriegstechnik die Georgier und die Russen angeschleppt haben. Als ich mit einem BW Soldaten durch Kontakte ein ARD Team im Land gesehen habe (18.07.08) ... haben die Filmaufnahmen im Kodori (Strassenbau der Georgier,Haubitzen-stellungen, BodenLuftraketen) gemacht aber nie gezeigt . Und bei Aussagen nach dem Krieg wollten sie nichts von den Kriegsvorbereitungen der Georgier gewusst haben?. Als er zu Putin meinte "Das Glauben Sie alles wirklich?" wollte ich dem Herrn eine in die...... so widerlich hat er das gemacht. Er wusste ganz genau was im Juli und August im Kaukasus los war und ein Team der ARD war auch im Kodori wo die zweite Front hätte sein sollen. Ich frage mich nur wieso die das machen.

Hintergrund: Lauf Waffenstillstandsvertrag 1994 durften an der Abchasisch-georgischen Waffenstillstandsgrenze kein schweres Gerät von beiden Seiten positioniert sein. Im Kodori (Waffenstillstandsgebiet) waren im August 2008 etwa 6.000 Soldaten des georgischen Innenministeriums stationiert, zehn Haubitzen im Boden verankert, mehr als zwanzig Mörser, eine S 200 BodenLuftstellung und eine Schnellstrasse von Georgien nach Abchasien wurde im August 2008 fertiggestellt. Das Raketen und Haubitzen keine Polizeiwaffen sind versteht sich von selber. Alles das wusste dieser Herr und nichts... wurde..... die Frage ist wieso..
Wer mir nicht Glaubt soll selber nach Abchasien fahren und kann sich selber die amerikanischen LKW anschauen oder die M4 Schusswaffen die nun in der Hand von fast jedem abchasischen Bauern sind

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 08 Mai 2009, 06:51
von Zejtnot
Ich glaube Dir alles. Aber ich bin mir sicher, dass auf abchasischer Seite genausoviele russische Waffen stationiert waren, die nicht durch das Stillstandsabkommen gedeckt waren!

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 30 Jun 2009, 09:45
von Aniki
Wo bleibt denn endlich der Bericht der EU-Untersuchungskommission? Der war doch für Juni angekündigt worden. Ob wir überhaupt etwas lesen werden? Ich habe da so mein Zweifel.

Sehr bezeichnend fand ich schon im September, dass der Menschenrechtsbeauftragte des Europarats, Hammarberg, in Südossetien war und sich zutiefst erschüttert gezeigt hat über die Zerstörung. Jedenfalls in ausführlichen Interviews im russischen Fernsehen. In der deutschen Medienwelt hat diese Reise überhaupt nicht stattgefunden. Wirklich mit keiner Zeile, ich habe intensiv nachgesucht. Auch nach seinem ausführlichen Bericht muss man erstmal eine halbe Stunde googeln.

Und was das zurechtfrisierte Thomas-Roth-Interview anbelangt - jemand hat das zu der Zeit sehr treffend als transatlantisches Dickdarmkriechen bezeichnet. Herr Roth wollte sich für seinen neuen Posten in den USA andienen, hat sich jedoch für alle Zeiten diskreditiert.
Ich selbst habe am folgenden Chat mir ihm teilgenommen. Genauso wie die meisten Chatteilnehmer ist keine meiner Fragen durchgedrungen. Fragen waren dem Vernehmen nach vorher zur gefälligen Prüfung einzureichen. Wie in Nordkorea.