Auch meine Erfahrung, wobei ich mir dann immer denke was schlimmer ist, zudem sich unsere Presse auch ziemlich Einseitig benimmt :-/Berlino10 hat geschrieben:Die westlichen Medien unterschlagen dies. Die Russischen überhöhen es.
"Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Ich weiß nicht genau was da steht. Aber dort geht es um die Massaker an den Polen, die von den Banderaleuten verübt wurden. Die Polen haben davor und dannach die Ukrainer zwar auch massakriert. Aber von extrem grausamen Aktionen seitens der Polen habe ich bisher nichts gefunden. Rechter Sektor stellt übrigens Ansprüche an polnische Gebiete, wo Ukrainer leben.fugen hat geschrieben:Die Bilder sind schon übel, auch wenn es nur gezeichnet ist.
Was steht da allgemein geschrieben(leider polnisch)
"Zwischen 1942 und Kriegsende wurden allein in Wolhynien schätzungsweise 50.000–60.000 Polen, unter Einschluss der übrigen Gebiete der Ukraine möglicherweise bis zu 100.000–300.000 von ukrainischen Nationalisten getötet. Partisanen der polnischen Heimatarmee erwiderten die Massaker an Angehörigen ihrer Volksgruppe mit Vergeltungsaktionen an der ukrainischen Bevölkerung, denen je nach Schätzungen 10.000–40.000 Ukrainer zum Opfer fielen (vgl. dazu z. B. Pawłokoma)."
http://de.wikipedia.org/wiki/Polnisch-U ... e_Massaker
"Rußland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium."
-Sir Winston Churchill-
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Manche meinen, dass es noch nie eine ehrliche Revolution gab, die ein System stürzen konnte. Spontane Aufstände gab es haufenweise in der Geschichte, aber eine echte erfolgreiche Revolution muss man erst finden. Lenin wurde ja auch von den Deutschen finanziert. Irgendwo steht immer irgendeine Interessensgruppe hinter irgendjemandem. Beim Arabischen Frühling kann man wohl davon ausgehen, dass die Saudis da fleißig Gelder spendeten. Umgekehrt muss jemand die Militärs in Ägypten finanziert haben. Könnte sogar Russland gewesen sein. Wenn ich ehrlich bin, würde ich sogar nicht aussschließen, dass Russland den Rechten Sektor finanziert. Kann alles sein. Eine ehrliche Revolution ist es in der Ukraine am allerwenigsten.Hokuetsu hat geschrieben:Die besonders in der pro-russischen Sphäre verbreitete Annahme, nämlich dass westliche Kräfte den Umsturz in der Ukraine herbeigeführt hätten, finde ich recht seltsam. Also ob "der Westen" dazu in der Lage wäre! Man kann sicher Geld, Informationen und Know-How lockermachen, aber wo sollen bitte die hunderttausend Leute herkommen, die auf dem Maidan dann den tatsächlichen Umsturz herbeiführen? Sind das alles ferngesteuerte Roboter?
Wenn der Kreml wirklich glaubt, dass EU/USA/NATO/Bilderberger diesen Umsturz herbeigeführt haben, dann deutet das auf einen blinden Fleck bei Putin und seinen Leuten hin. Die können sich überhaupt nicht vorstellen, dass es gesellschaftliche Bewegungen gibt, die nicht von einer Regierung gestartet und gesteuert werden, da es sowas im Polizeistaat Russland überhaupt nicht gibt und geben darf. Da wird dann fix aus der Krim ein Sudetenland gemacht und die Auslandsrussen mit einem Einmarsch unterstützt.
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
So, wie sich die Dinge momentan entwickeln durchaus nicht auszuschließen. Zumal es sich wirklich in einem rasenden Tempo entwickelt. Man könnte meinen es hat Drehbuchcharakter. Und als aktiven Akteur und Nutznießer sehe ich eigentlich nur noch eine "Partei".
Wenn das ganze vom "Westen" angeleiert wäre, dann würde ich es als Griff ins Klo bezeichen.
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Kann ich mir nicht vorstellen ;-)Admix hat geschrieben:So, wie sich die Dinge momentan entwickeln durchaus nicht auszuschließen. Zumal es sich wirklich in einem rasenden Tempo entwickelt. Man könnte meinen es hat Drehbuchcharakter. Und als aktiven Akteur und Nutznießer sehe ich eigentlich nur noch eine "Partei".
Wenn das ganze vom "Westen" angeleiert wäre, dann würde ich es als Griff ins Klo bezeichen.
Zum einen waren die banderas in der Ukraine schon immer und zum anderes würde Russland , wenn es rauskommt, daheim eine echte Revolution bzw Aufstand erleben.
Und dieses würden und können die nicht riskieren, so dämlich kann keiner sein
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Diese Idee hatte ich die letzten Tage auch mehrfach. Für russische Strategen läuft es doch im Moment optimal - die Krim rückt (in welcher Form auch immer) endlich wieder näher an Russland, und das russische Volk sieht seit Wochen, in welches Chaos eine Revolution führt. Wer würde denn jetzt in Russland ernsthaft noch Proteste wie nach den Wahlen 2011/2012 unterstützen wollen? Dafür spricht auch, dass man selbst die Wünsche seines "Verbündeten" Janukowitsch ignoriert, der ja explizit die Einheit der Ukraine wünscht.Jurij hat geschrieben:Könnte sogar Russland gewesen sein. Wenn ich ehrlich bin, würde ich sogar nicht aussschließen, dass Russland den Rechten Sektor finanziert. Kann alles sein. Eine ehrliche Revolution ist es in der Ukraine am allerwenigsten.
Zur Frage der Krim habe ich die pessimistische Hoffnung, dass Russland wirklich vorrangig für die Zeit bis zur Abstimmung im Mai den Status Quo halten will. Sprich: Nationalisten nicht auf die Krim lassen, Sicherheit garantieren, die "richtige" Presse ermöglichen - damit dann die Abstimmung im Sinne Moskaus korrekt verläuft.
Ich habe es nicht geprüft - aber soweit mir erzählt wurde, soll die Abstimmung nicht über einen Anschluss an Russland sein, sondern über eine Rückkehr zur Verfassung von 1992, als eine weitreichende Autonomie festgelegt war. Die deutschen Medien umschiffen diese Frage im Moment, fällt mir auf - es wird meist nur von einer "Abstimmung über die Zukunft der Krim" geschrieben.
Interessant ist natürlich die Frage: Sicher kann man Moskau wenig vorwerfen - sie machen genau dasselbe wie der Westen (hier darf nun jeder seine eigene Deutung des Wortes "Westen" nehmen) zuvor in Kiew, nur wesentlich offensichtlicher und schneller: Parlament mit gut ausgerüsteten Demonstranten blockieren, Abgeordnete herandelegieren, neue Regionalregierung einsetzen, um Hilfe bitten. Man hilft also einer fragwürdigen Regierung auf der Krim, bezweifelt zugleich die Legitimität der fragwürdige Regierung in Kiew. Sicher kann man sagen: "Wir haben es halt genauso gemacht" ... aber damit legitimiert man ja indirekt dann doch Kiew.
Zurück zum Thema: Ich hoffe wirklich, dass Moskau keinen Krieg anzettelt. Dafür spricht in meinen Augen eines: Gegen wen will man denn Krieg führen? Es sind ja wirklich die eigenen Leute. Der sprachliche Unterschied ist minimal, religiös und kulturell gibt es gar keine Unterschiede. Die Ukraine ist nicht Jugoslawien.
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Die Abstimmung auf der Krim ist auf März vorverlegt.
Wenn der FSB den Rechten Sektor inszenieren würde, dann doch wohl richtig, mit mehr beweisbaren Angriffen, Krawall im Osten der Ukraine, oder?
Auch wenn der Westen stark heuchelt, hat für mich die Russische Eskalation Charakter einer Erst-Aggression,
mich stört vor allem auch, dass ein politischer Konflikt, den der Westen durchaus manipuliert hat, sich dadurch zu einem militärischen ausweitet,
der selbst ohne weiteres Zutun von Putin schnell zu einem Krieg ausarten könnte, nicht weil NATO, EU oder die Ukraine die Ruhe verlieren,
sondern wenn einzelne Gruppen anfangen, bewaffnet Widerstand zu leisten.
Wenn der FSB den Rechten Sektor inszenieren würde, dann doch wohl richtig, mit mehr beweisbaren Angriffen, Krawall im Osten der Ukraine, oder?
Auch wenn der Westen stark heuchelt, hat für mich die Russische Eskalation Charakter einer Erst-Aggression,
mich stört vor allem auch, dass ein politischer Konflikt, den der Westen durchaus manipuliert hat, sich dadurch zu einem militärischen ausweitet,
der selbst ohne weiteres Zutun von Putin schnell zu einem Krieg ausarten könnte, nicht weil NATO, EU oder die Ukraine die Ruhe verlieren,
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Man muss ja nicht alles gleich komplett inszenieren. Es reicht ja aus, wenn man eine sowieso vorhandene Entwicklung bewusst am Köcheln lässt. In dem man beispielsweise erst Janukowitsch eine Absage des EU-Abkommens schmackhaft macht, dann eine Eskalation mit dem rechten Sektor empfiehlt und Janukowitsch dann im richtigen Moment fallen lässt.Berlino10 hat geschrieben:Wenn der FSB den Rechten Sektor inszenieren würde, dann doch wohl richtig, mit mehr beweisbaren Angriffen, Krawall im Osten der Ukraine, oder?
Wie schon geschrieben: Ich bin nicht der Meinung, dass dies genau so war - aber ich halte es nicht für ausgeschlossen.
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Also einen Krieg halte ich für sehr unwahrscheinlich. Zwischen Russland und der Ukraine wäre das sehr schnell beendet. Und sonst wird sich da keiner einmischen. Viel größer ist die Gefahr eines Bürgerkriegs, der auch diplomatisch viel weniger unter Kontrolle zu bringen wäre.
- CSB_Wolf
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Das sehe ich auch so, es will sich doch niemand in Europa mit Russland anlegen, ausgenommen den Amis und vielleicht noch den Polen und die werden ihre Expansionsgelüsten erst mal zurückfahren müssen.harald63 hat geschrieben:Also einen Krieg halte ich für sehr unwahrscheinlich. Zwischen Russland und der Ukraine wäre das sehr schnell beendet. Und sonst wird sich da keiner einmischen. Viel größer ist die Gefahr eines Bürgerkriegs, der auch diplomatisch viel weniger unter Kontrolle zu bringen wäre.
Auch einen Bürgerkrieg kann ich mir nicht vorstellen, es wird vielleicht einzelne scharmützel geben aber nicht mehr.
Gruss
wolf
