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Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 02 Okt 2009, 11:10
von Dietrich
Hat sich schon irgendjemand den Bericht genauer zu Gemüte geführt?
Ich habe gestern mal die ersten 2 Seiten gelesen (also Seiten auf denen überhaupt Text ist), aber mehr auch noch nicht. Bisher wurde nur beschrieben, wann die Russen wieviele Truppen, Materialien, etc. von hier nach dort schafften.

P.S. Also wenn ich meine Diplomarbeit derart frech durch leere Blätter gestreckt hätte, dann hätte sie mir der Prof bestimmt um die Ohren gehauen.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 02 Okt 2009, 11:27
von Aniki
Dietrich hat geschrieben:
P.S. Also wenn ich meine Diplomarbeit derart frech durch leere Blätter gestreckt hätte, dann hätte sie mir der Prof bestimmt um die Ohren gehauen.
Vielleicht ist das die gleiche Nummer wie das Verlesen des Chodorkowski-Urteils damals über mehrere Tage... Unendliches Breitwalzen des Themas, damit sich das niemand bis zum Ende durchliest :shock:

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 04 Okt 2009, 04:19
von Cookie
Aniki hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben:Das o.g. Diskussionsforum bei Spiegel ist leider zu einem Privatkrieg zwischen radikalen Russlandgegnern und radikalen Russlandfreunden verkommen. Eine vernünftige Diskussion findet zu dem Thema auf Spiegel.de schon lange nicht mehr statt.
Schade eigentlich, aber scheinbar gibt es fast nur Leute die Russland entweder inbrünstig lieben oder abgrundtief hassen. Dazwischen gibt es scheinbar irgendwie nichts....
Zwischen einem radikalen Russlandgegner bzw. Schreibbüro, der bzw. das unter mindestens 20 Nicknames und mehreren Zehntausensden von Forumsbeiträgen jegliche Diskussion plattwalzt. Übrigens nicht nur im SpOn-Forum. Immer, wenn es in großen Online-Medien um Russland und Israel geht, sind die Jungs zur Stelle. Wobei der SpOn-Moderator dem Treiben wohlwollend zuschaut.
Besonders nervig ist er bei Welt.de wo er sich als Russe ausgibt. Besonders lustig sind seine Selbstgespräche durch mit seinen 20.000 Nicks. Das es eine Person ist merkt man an dem Schreibstill der in allen Nachrichten vorkommt. Besonders lustig war dieser hier:
Vladimir waschechter Russe sagt:
Der Krieg gegen Georgien war ein Krieg gegen die Demokratie. Aber eines Tages wird auch in Russland und Südossetien die Demokratie siegen. Der KGB kann nicht ewig das ganze russische Volk unterdrücken, und den riesigen, künstlichen russischen Staat mit Gewalt zusammenhalten. Wenn die Russen sich die Freiheit holen nach der sie lechzen, dann werden alle unterdrückten Völker endlich frei sein- von Südosseten bis Tschetschenen, Mordwinier, Adygen, Ural, Sibirien und Karelien.

Wir Russen sind sehr geduldig, wir sind sicher dass dieser schöne Tag wo das russische Imperium zerfällt eines Tages kommen wird. Bis dahin entschuldigen wir uns vor dem georgischen Volk und Saakashvili für die Verbrechen von Putin.
Was für ein Hass muss diesen Menschen antreiben.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 04 Okt 2009, 11:21
von Aniki
Cookie hat geschrieben:
Was für ein Hass muss diesen Menschen antreiben.
Wohl eher ein solider monatlicher Check aus London von einem gewissen Herrn Boris B., Spitznamen БАБ oder auch Квазимодо.
Der Herr verschleiert seine Identität im Übrigen noch nicht einmal;
http://www.google.de/search?hl=de&q=mic ... arch&meta=

Bei seiner Antwaltskanzlei Specht und Partner in Wien (specht-partner.at) hat man ihn wohl unlängst rausgeworfen.

Was mich an der öffentlichen Reaktion auf den Bericht zum Georgienkrieg echt wundert... oder eigentlich im Gegenteil garnicht mehr wundert, ist die völlig fehlende öffentliche Diskussion. Wie geht man jetzt mit Georgien um? Wie mit Sackarschwilli? Was ist mit Den Haag? Wie ist denn nun die Rolle der EU und USA zu bewerten? Lauter dringende Fragen, und alle schauen bemüht zur Seite oder üben sich geistigen Bocksprüngen wie R. Vehser in der FAZ: "Gerade jetzt muss man Georgien und auch Sackarschwilli unterstützen"...

Traurig, unsere Medienwelt. Und wenn Gollum, die rollende Apokalypse, noch 4 weitere Jahre IM bleibt, denke ich ernsthaft daran, nicht nach Deutschland zurückzukehren.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 04 Okt 2009, 12:48
von harald63
Mich wundert die fehlende öffentliche Diskussion überhaupt nicht. Sind wir doch mal direkt: Den meisten Leuten gehen diese Staaten aus der Konkursmasse der UdSSR doch total am Arsch vorbei, von den meisten hat man noch nie gehört und wenn, dann wegen irgendwelchen Problemen, mit dem man nichts zu tun haben will und die man in die Kategorie "nervig" einordnet.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 04 Okt 2009, 13:25
von Cookie
Aniki hat geschrieben:
Cookie hat geschrieben:
Was für ein Hass muss diesen Menschen antreiben.
Wohl eher ein solider monatlicher Check aus London von einem gewissen Herrn Boris B., Spitznamen БАБ oder auch Квазимодо.
Der Herr verschleiert seine Identität im Übrigen noch nicht einmal;
http://www.google.de/search?hl=de&q=mic ... arch&meta=

Bei seiner Antwaltskanzlei Specht und Partner in Wien (specht-partner.at) hat man ihn wohl unlängst rausgeworfen.
Interessant. Das ganze erscheint einem dann in einem ganz anderem licht. Lustig ist jetzt das er allen anderen vorwirft sie seihen gekaufte KGB-Schreiblinge. :roll:
Aniki hat geschrieben:Was mich an der öffentlichen Reaktion auf den Bericht zum Georgienkrieg echt wundert... oder eigentlich im Gegenteil garnicht mehr wundert, ist die völlig fehlende öffentliche Diskussion. Wie geht man jetzt mit Georgien um? Wie mit Sackarschwilli? Was ist mit Den Haag? Wie ist denn nun die Rolle der EU und USA zu bewerten? Lauter dringende Fragen, und alle schauen bemüht zur Seite oder üben sich geistigen Bocksprüngen wie R. Vehser in der FAZ: "Gerade jetzt muss man Georgien und auch Sackarschwilli unterstützen"...

Traurig, unsere Medienwelt. Und wenn Gollum, die rollende Apokalypse, noch 4 weitere Jahre IM bleibt, denke ich ernsthaft daran, nicht nach Deutschland zurückzukehren.
Mich wundert das nicht. Man muss sich doch nur angucken wie die Berichterstattung darüber aussieht. Es wurde an dem Tag kurz erwähnt das Georgien den Krieg angefangen hatte aber im gleichen Atemzug sagt man ja aber die bösen Russen haben die armen Georgier provoziert. Es gibt keine Diskussion weil sie nicht gewollt ist. Man müsste dann sich ja wieder daran erinnern wie die eigene Stellung zu diesem Konflikt war und da hatten die deutschen Politiker und Medien eine unmissverständliche Stellung eingenommen.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 04 Okt 2009, 16:31
von Kultgrieche
Deswegen gibt es nur eines: Keine GEZ zahlen und die Antirussische Propaganda nicht noch sponsorn.

Mal am Rande - gibt es auch ein EU-Machwerk zum Kosovokrieg? Wie die NATO völkerrechtswidrig ein Land wie Serbien platt bombardiert hat? Das Mantra der unverletzlichen Staatsgrenzen mit der Annexion des Kosovos über Bord gekippt hat?

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 04 Okt 2009, 20:47
von Cookie
Kultgrieche hat geschrieben:Deswegen gibt es nur eines: Keine GEZ zahlen und die Antirussische Propaganda nicht noch sponsorn.

Mal am Rande - gibt es auch ein EU-Machwerk zum Kosovokrieg? Wie die NATO völkerrechtswidrig ein Land wie Serbien platt bombardiert hat? Das Mantra der unverletzlichen Staatsgrenzen mit der Annexion des Kosovos über Bord gekippt hat?
Ob es einen Bericht gibt weis ich nicht aber es gibt diese Dokumentation darüber:
http://video.google.com/videoplay?docid ... 7347&hl=de#

Re: Krieg/ Georgien/ Ossetien

Verfasst: 15 Dez 2009, 15:46
von Spätzleskosake
in der Südwestpresse kommt heute ein interessanter Artikel über den Polizeistaat Georgien. Ich würde gerne mal Angies Meinung hierzu hören. Aber sicherlich hat sie als ehemalige SED-Funktionärin hiermit keine Probleme.



www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/art4306,294781

Re: Krieg/ Georgien/ Ossetien

Verfasst: 15 Dez 2009, 16:00
von Zejtnot
Spätzleskosake hat geschrieben:Ich würde gerne mal Angies Meinung hierzu hören. Aber sicherlich hat sie als ehemalige SED-Funktionärin hiermit keine Probleme.
Also in der SED war sie nun wirklich nicht. Sie war in der FDJ, aber zugleich auch in der Kirche. Wer in der DDR gelebt hat, weiß, dass dies schon ein klares Zeichen war, was einem genug Ärger (auch in der FDJ) bereitet hat.

Also ich war auch Jungpionier, ja sogar Thälmannpionier - und dennoch bin ich kein SED-Funktionär!