Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?
Verfasst: 12 Feb 2010, 15:28
Hallo Silvio,bella_b33 hat geschrieben:...
ich kann leider nur von meiner eigenen Frau hier in Mordowien sprechen. Russland ist groß, das kann also gut in Moskau(oder wo Deine Frau herkommt) etwas anders sein. Meine geliebte Frau hat aber auch von 98-02 studiert. Als, wie sehr begehrt, man den Studiengang Jurist jetzt sehen muss, weiß ich leider nicht. Ich seh eher "Ekonomist" zu deutsch also BWL als einen der begehrtesten, oder?
ich meinte eher Kazan', weiß es aber auch aus Städten wie u.a. Omsk, Krasnojarsk, Novosibirsk...
Leute aus Moskau kenne ich kaum. Wie es dort und in z.B. Piter konkret so zugeht, weiß ich daher nicht. Aber dass Korruption in RUS nicht etwa allgegenwärtig wäre, wird man mir kaum einreden können.
Ohne allzu konkret werden zu wollen, kann ich nur sagen, dass es einst um ein Studium für eine Laufbahn im außenpolitischen Dienst der RUS ging. Da gab es NULL Chance für eine Industriearbeitertochter trotz absolutem Top-Abschluss vom Lyzeum.
Die ganze Geschichte will ich hier gar nicht ausbreiten, aber das gab einen wesentlichen Impuls dafür, dass meine Frau die Entschlossenheit entwickelte, ihren Weg dann eben über zunächst ein Studium als Deutsch u. Englischlehrerin und danach über ein Jurastudium hier in D zu machen. (Eine waschechte Tatarin kann ziemlich kampfesmutig sein.
Und auch nur so haben wir uns einst überhaupt kennengelernt - nämlich hier in Berlin, als sie auf eigene Faust und allein aus eigener Kraft die ersten Schritte eingefädelt hatte, ihr Vorhaben zu verwirklichen.
Das hat mir dann schon mächtig imponiert! Somit ist für mich die Behauptung, Frauen aus RUS, die - wie auch immer - hier her kommen, stets nur Opfer seien, schlecht behandelt und ausgenutzt würden usw. einfach nur lächerlich!
(Du weißt schon, wen und was ich meine.)
Mit einer äußerst respektablen Energie, Disziplin und kluger Strategie hat meine Frau es halt auch geschafft, einen verdammt guten Abschluss an einer der renommiertesten Jura-Fakultäten hierzulande hinzulegen.
Neben dem Studium hat sie auch hier immer gute Jobs gehabt und so auch den direkten Übergang ins Berufsleben gefunden.
Unterstützen konnte ich sie dabei durchaus, wenngleich kaum im materiellen Sinne. Das war mehr so Beratung und Hilfe in allen Lebenslagen, damit sie nach kurzer Zeit absolut selbständig zurecht kam, die Scheu vor "Autoritäten" und Institutionen verlor und sich vor allem nicht als Fremde oder gar "Wirtschaftsflüchtling" fühlen musste.
Mit diesen Anmerkungen wollte ich an dieser Stelle mal versuchen, den Bogen back to topic zu schlagen.
Gruß,
Z.