Hallo:)
Hier ist ja ne richtige DIskussion vom Zaun gebrochen wie ich sehe. Deshalb kläre ich für euch einige Punkte.
Wir haben geheiratet weil die Zeit dafür günstig ist und weil wir uns lieben. Mit "günstig" meine ich zeitlich, nicht unbedingt der finanzielle Aspekt. Meine Frau hätte sonst in Russland studiert und somit wären weitere 4-5 Jahre Wartezeit auf das gemeinsame Leben gewesen, weshalb wir uns dazu entschlossen haben.
Und ebenso will hier nicht bei einigen Leuten den Eindruck erwecken, dass wir Sozialschmarotzer wären und nur versuchen den Staat auszunehmen. Meine Frau kann zu diesem Zeitpunkt nicht arbeiten, weil der gute Staat sagt dass sie einen Integrationskurs machen MUSS. Dieser geht ein halbes Jahr und das jeden Tag. Wenn mir der Staat das schon vorschreibt, dann soll er doch auch bitte die ganze Angelegenheit finanzieren. Ausserdem habe ich bereits gearbeitet mehrere Jahre und ins System eingezahlt und nie davon etwas in Anspruch nehmen müssen und ich werde nach dem Studium auch weiter einzahlen, also ist es da zuviel verlangt wenn meine Frau max. 1 Jahr Sozialleistungen bezieht? Nach dem 1 Jahr beginnt sie nämlich dann auch schon mit Abitur nachholen und Studium weshalb sie dem Staat auch nicht mehr auf der Tasche liegt.
Wenn es die Möglichkeit gebe, dass der Staat mir ein "Darlehen" für meine Frau als Lebensunterhalt geben würde, welches ich zurückzahlen müsste, dann würde ich dies gern tun (wie die Sozialhilfe vor einigen Jahren noch).
Ich kann es nicht verstehen, wie ihr euch über Menschen aufregt die wirklich Zukunftspläne und auch die nötige Bildung haben, um diese zu verwirklichen. Ich kenne genug Deutsche die NIE einen Cent eingezahlt haben und schon 10 Jahre auf Kosten des Staates leben und einer davon hat sogar noch ne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, obwohl er kerngesund ist. Aber er ist einfach zu faul. Und ich denke das ist kein Einzelfall, leider.
Und das Thema mit dieser finanziellen Prüfung ist ganz einfach: Man muss nachweisen, dass der Lebensunterhalt BIS zur Eheschließung gesichert ist. Das kann auch ein Dritter machen, sprich Verpflichtungserklärung. Was nach der Eheschließung finanziell ist, ist vollkommen egal für die Vergabe des Visums, da ich als Deutscher ein Recht darauf habe hier in Deutschland meine Ehe zu führen. Und das ist auch gut so. Angenommen ihr wärt in so einer Situation und leider durch die schlechte Situation am Arbeitsmarkt arbeitslos und wollt jedoch eure schon längerjährige Liebe heiraten und mit ihr zusammen leben. Würdet ihr es toll finden, wen euch einer sagt ihr habt kein recht zu heiraten, da ihr zu arm seid? Wenn ja, dann seid ihr hier in einer Demokratie, wo doch noch irgendwie gleiches Recht für alle gilt, einfach falsch.
Und trotzdem an die anderen: Vielen Dank für große Hilfe und eure Erfahrung mit Thema. Das hat uns zumindestens Hoffnung gegeben und wir haben deswegen schon einiges erreicht. Trotzdem wurde meine Frage bzgl. der Sozialhilfe nicht beantwortet.
§19 SGB XII sagt zwar irgendwie , dass meine Frau Anspruch hätte, aber das Sozialamt meinte, dass sie nicht zu der Zielgruppe von denen gehört. Ich habe das SGB XII durchgeguckt und habe jedoch keine Definition ihrer Zielgruppe gefunden. Oder gibt es einen anderen Auszug, der meiner Frau die Leistungen verweigert?
Zur Info, falls es hilft: Meine Frau hat eine AE gemäß §28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AufenthG mit dem Vermerk "Erwerbstätigkeit gestattet".
Ich hoffe ihr könnt mir noch ein bisschen weiterhelfen!

Vielen Dank.