Berlino10 hat geschrieben:Da entlarvt sich wieder einer als blinder Parteigänger der Bundesdeutschen Block-Parteien und Propagandapresse ...
Meine Positionen in der Aussenpolitik sind die von Genscher, Schmidt, Kohl, Schröder, ...
Werte der Bonner Republik und der Sozialen Marktwirtschaft,
Deine offensichtlich die, des undemokratischen US- und Kapital-Vasallentums
Nur leider schade, dass Russland von einer sozialen Marktwirtschaft meilenweit entfernt ist, ja selbst von einer einfachen Marktwirtschaft. Denn wie der Name schon sagt, bestimmt dort der Markt das Handeln, und nicht einige wenige, fern jeden Wettbewerbs. Niemand müsste hier über Chodorkowski diskutieren, wenn die letzten 12 Jahre auch nur ansatzweise versucht worden wäre eine Marktwirtschaft aufzubauen.
Das Sowjetdenken, mit Planwirtschaft und Zentralisierung (welches ja wie man inzwischen weiß, alles andere wie erfolgreich ist) bestimmt die Politik. Wettbewerb gibt es so gut wie keinen, die großen Staatsbetriebe aber alle noch. Und das trotz diverser Krisen, welche eigentlich ein Warnsignal hätten sein sollen.
In modernen Marktwirtschaften überleben diejenigen, welche schnell und effizient in der Lage sind, sich neuen Gegebenheiten anzupassen und zu reagieren. Die anderen sterben aus und machen Platz für neue Wettbewerber. Nicht so in Russland! Die großen Dinosaurier werden immer wieder gepeppelt und durch jede Krise geschoben, was es damit den kleineren und aufstrebenden Unternehmen unmöglich macht zu wachsen. Und warum?? Jetzt kann man nur rätseln, aber am wahrscheinlichsten ist, dass diese Dinosaurier schlichtweg als Mastvieh gebraucht werden, um sich selbst zu bereichern und im Zweifelsfall Wahlmassen zu generieren.
In einer funktionierenden Demokratie wäre es unvorstellbar, dass ganze Betriebe/Konzerne gemeinsam zur Wahl gehen. Warum wohl ist dies in Russland so?
Der mangelnde Wettbewerb und die extreme Abhängigkeit von Bodenschätzen führt aber zu einem Strukturproblem in Russland, was es immer anfälliger für jegliche Art von Krise macht. Das Investitionsklima ist eigentlich gar keines mehr und die aktuellen Geschehenisse um Sistema und Bashneft, sowie die Enteignung ausländischer Medien, werden jeden potentiellen Investor 3x überlegen lassen, ob er in Russland investiert.
Einige Russen haben dies sehr wohl erkannt (s. Artikel von Kudrin), aber diese werden dann aus den Machtzirkeln entfernt.
http://www.fontanka.ru/2014/09/23/145/
Wer auch immer hier sich tatsächlich in Russland und in der dortigen Wirtschaft bewegt, wird nur zu gut wissen, dass die aktuellen Probleme nichts mit der Ukraine und Sanktionen zu tun haben. Die ersten Krisenanzeichen gab es schon Ende 2013 und verschärft hat es sich Anfang 2014. Auch hier kann man nur vermuten woran es lag, aber Zusammenhang mit den enormen Ausgaben für Olympia und dann leeren Kassen ist nur zu wahrscheinlich. Immerhin wurden ja zu dem Zeitpunkt das erste Mal die privaten Rentenzahlungen eingefroren.
In sofern kam die Ukraine gerade recht, immerhin ließ sich damit ganz gut von inneren Problemen ablenken.
Was hat all das mit Chodorkowski zu tun? Nichts!!
Nur ist er im Augenblick, völlig unabhängig von der Vorgeschichte, der einzige, der überhaupt irgendwie in der Lage wäre einen Gegenpol zum aktuellen Regime aufzubauen. Schlimm genug, dass es hier keine Alternativen gibt.