Berlino10 hat geschrieben:Aha, dann schau dir doch mal die Liste der US-Militärbasen weltweit an, da gehören die Mehrheit nicht zur NATO.
Stimme Dir voll zu. Weiß auch nicht, was die Amerikaner auf den Philipinen und sonstwo eigentlich zu suchen haben. Bei Südkorea könnte man es ja vielleicht noch etwas verstehen, weil dem Durchgeknallten im Norden nichts heilig zu sein scheint, und sowohl China als auch Russland als direkte Nachbarn nicht eindeutig mit der ultima ratio drohen, wenn er gewisse Grenzen überschreiten würde.
Berlino10 hat geschrieben:Das behauptet auch niemand. Aber man muss nicht jeden aufnehmen ... schon gar nicht, wenn man anderes zugesagt hatte.
Oder gar durch Umstürze/Regime-Changes bzw. gar Kriege die Möglichkeiten erst schaffen wie im Nahen Osten, ... Kosovo oder eben auch der UKR.
Vor allem auch dann nicht, wenn die andere Hälfte der Bevölkerung des Landes das gar nicht will.
Gegen eine Erweiterung der Nato auf die Ukraine oder Georgien bin ich zum jetzigen Zeitpunkt auch entschieden. Erst müssen die dort noch bestehenden Grenzkonflikte geklärt werden, und die Länder eine stabile Regierung aufweisen. Wenn sie dann einen Antrag auf Aufnahme in die Nato oder die EU stellen, geht dies von den Nachbarn dann keinen mehr was an. Bedrohungsgefühle können auch aus Paranoien entstehen.Es sind souveräne Staaten, welche über die Mitgliedschaft in Bündnissen oder Organisation alleine entscheiden. Es wäre naiv zu glauben, das dabei nicht doch wieder Druck von außen über die wirtschaftliche Schiene erfolgen wird. Sowohl von der Eu bzw der USA als auch von Russland. Denn anders als immer wieder im Propagandafernsehen behauptet, geht es auch der russischen Regierung, wie der amerikanischen, in erster Linie um wirtschaftliche und strategische Interessen und nicht um das Wohl des Volkes.
Es liegt aber auch in der Natur der Sache, das nicht alle bei so einem Schritt glücklich werden. Wenn, mal angenommen, die demokratisch gewählte und stabile Regierung der Ukraine in ein paar Jahren soweit wäre, und einen Antrag auf Aufnahme in die Nato oder EU stellen würde, die Bewohner des Donbaß aber dagegen sind, ist das für die dann halt Pech. Die Südtiroler müssen ja auch in Italien bleiben, ob wohl sie seit fast 100 jahren nach Österreich zurück wollen, weil sie keine Mehrheit im Parlament für ihr Vorhaben bekommen. Andersrum gilt es natürlich genauso, wenn die UA dann in ein Bündnis mit Russland eintreten möchte. 51 % sind auch eine Mehrheit
Bei Gebietsveränderungen bleibe ich aber bei meinem vor Monaten bereits einmal geschilderten Standpunkt. Theoretisch möglich, aber nur unter Aufsicht von UNO und mindestens noch OECD, und nicht durch ein Referendum was ein regionales Abnickparlament initiiert, und dabei dann noch nicht mal das betroffene Land, welches Gebiete abtreten soll etwas zu sagen hat. Die Welt ist doch kein Selbstbedienungsladen für Großmäuler und Militaristen. Wenn jemand mit seiner Regierung, der persönlichen Situation oder den wirtschaftlichen Verhältnissen unzufrieden ist, oder zu der Überzeugung gelangt, daß woanders das Gras grüner ist, sollte er seinen Koffer packen und auswandern.