Das ist der typische Ansatz von jemandem, der nur den heutigen direkt und dazu noch zählbaren Nutzen sieht. Ein Ansatz, der für die aktuelle Wirtschaft gerechtfertigt ist, aber die Zukunft sich selber überlaßt: nach uns die Sintflut.Zejtnot hat geschrieben: aber ich finde es jetzt eigentlich nicht schlimm, wenn es nicht endlos Stellen gibt für Leute, die "eigentlich [nur] forschen möchten". Ich bin da pragmatisch ... Jobs sollten dort geschaffen werden, wo es einen echten Bedarf gibt.
"Leute, die eigentlich nur forschen wollen" klingt in diesem Zusammenhang sehr abwertend. Es gibt Leute, die wollen Geld verdienen, es gibt Leute, die wollen forschen. Ist einfach so, das eine ist nicht schlechter als das andere. Wer das Geld verdient, hält sich oft irgendwie für "besser" oder "richtiger" als derjenige, der forschen will. Die werden dann oft als Parasiten der Gesellschaft bezeichnet oder so. Der süffisante Hinweis auf Mp3, blaue LEDs etc. ist natürlich plakativ, aber wenig hilfreich für die Diskussion.
Heute? Wer weiß, was morgen gebraucht wird. Milliarden und Abermilliarden für Flüge zum Mars? Wo ist da der echte Bedarf? Wo war der echte Bedarf, als der elektrische Strom "entdeckt" wurde, wo der Bedarf, als Max Planck vor über 100 Jahren seine Hilfskonstante erfand, ohne die es unser heutiges Leben in dieser Form überhaupt gar nicht geben würde? Die genannten LEDs z.B. würde es gar nicht geben.Jobs sollten dort geschaffen werden, wo es einen echten Bedarf gibt.


