7punkt hat geschrieben:Da brauche ich keinen fragen, die Antwort kenn ich schon. Bin ich selber der Meinung, obwohl ich fuer die Kerle nie gestimmt hab. Wenn das Ergebnis noch vor den Wahlen bekannt ist, isses denn net egal wie zu stimmen? Wenn es sowieso nix aendert?

Und hat es denn gar Sinn daran teilzunehmen?
Genau das ist der Punkt! Eine Opposition, die schon im Vorfeld aufgibt, ist nahezu nicht existent. Und die Verweigerung der Stimmabgabe ist faktisch eine billigende Hinnahme der Politik der Machthaber.
Besonders bildlich ist da der uralte Slogan der hiesigen Frauenbewegung:
"Wer sich nicht wehrt, kommt an den Herd."
Das hat zwar nicht von einem Tag auf den anderen zu den Verhältnissen geführt, die wir heute hier haben. Aber ohne dem wären wir vermutlich noch auf dem Stand der frühen 1960er.
@Zeppelin: Fuer mich ist die Politik in RU mit dem Ende des NTV-Kanals 2000 geendet. Und ich persoenlich hab kein Bock daran teilzunehmen, was Du als "Politik" bezeichnest.
Was bezeichne ich denn als Politik? Die Definition dafür habe ich nicht erfunden. Wenn Du eine bessere hast: immer her damit.
Schöner Spruch zu den gestrigen Wahlen in D und Österreich:
"Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."
Ich meinte übrigens nicht nur einen einzigen User, der hier ständig die russische Überlegenheit darlegt - respektive Unterdrücktheit 'anprangert'. Dass das Satire sein sollte, wäre mir entgangen.
Das Forum hier ist auch mitnichten meine primäre Informationsquelle über die politische Kompetenz der Staatsangehörigen der Russischen Föderation.
Falls Du die Möglichkeit hast, empfehle ich Dir die Lektüre von
Max Weber: "Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland"
Darin insbesondere das Kapitel
Das Erbe Bismarcks
Passt hervorragend auf die Verhältnisse in der Postsowjetunion, die man seit Gorbatschow zur Kenntnis nehmen musste.
Aber Max Weber ist alles andere, als leichte Kost. Es traf jedoch minutiös zu, was er bereits am Ende des WK I vorhergesehen hatte.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)