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Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 05 Aug 2009, 18:09
von Spätzleskosake
Dietrich hat geschrieben:Das wäre bestimmt interessant ob die beiden mit ihrem Totalaussteigerdasein immer noch zufrieden sind, oder ob es bereits irgendwelche Zwischenfälle gegeben hat, die sie doch eher umgestimmt haben.
mit einem ähnlichen Projekt habe ich auch schon geliebäugelt, zur Umsetzung hat mir dann jedoch der Mut gefehlt.
Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 06 Aug 2009, 23:00
von Simone
Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 07 Aug 2009, 10:51
von Spätzleskosake
das mit dem Eindeutschen der russischen Namen finde ich absoluten Blödsinn. Zwei Bekannte von mir hatten den wunderschönen Namen Wladimir und wurden in Waldemar "umgetauft". Der Standesbeamte gehört verprügelt.
Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 07 Aug 2009, 14:10
von Ralf
Spätzleskosake hat geschrieben:das mit dem Eindeutschen der russischen Namen finde ich absoluten Blödsinn. Zwei Bekannte von mir hatten den wunderschönen Namen Wladimir und wurden in Waldemar "umgetauft". Der Standesbeamte gehört verprügelt.
Und die Begründung finde ich auch sehr oberflächlich: Damit man es leichter bei der Lehrstellensuche hat. Aber ob es bei jungen Menschen, die teilweise nach fast 2 Jahrzehnten den Namen wechseln, z.B. Identitätskonflikte auslöst und ob es der Seelendoktor wieder reparieren kann, darüber macht sich der deutsche Amtsschimmel keine Gedanken.
Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 10 Aug 2009, 21:43
von Magdeburg-Moskva
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Standesbeamter die Leute "verdonnert", ihre Namen zu ändern. Der Standesbeamte hat nur zusätzliche Arbeit deswegen. Ich denke schuldig sind eher irgendwelche Sozialarbeiter oder sonstige Helfer, die den Leuten manchmal ziemlich aggressiv eine Namensanpassung nahelegen. Doof nur, wenn Helga und Helene das H nicht aussprechen können. Eine Beamtin der Standesamtsaufsicht äußerte sich auch verständnislos deswegen. "Lehrstellensuche wird vereinfach". Doof nur, dass es, soweit ich weiß, üblich ist, seinen Geburtsort im Lebenslauf angibt, ebenso Schulbesuche. Wenn da was von Mittelschule Nr. 125 Zelinograd steht, hmm, da nützt auch ein Waldemar nix.
Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 10 Aug 2009, 22:09
von Zeppelin
Grins.
Als Superdeutsche(r) hätte man hier sicher mehr Misstrauen an der Backe, als mit einem russichen Namen, was ja hier nicht nur unter Zugewanderten keine Seltenheit ist.
Wie viele dt. Katjas etc. gibt es wohl?
Ein Akzent spielt eigentlich auch keine Rolle, sofern man sich halbwegs auf dt. artikulieren kann bzw. ausreichend dt. versteht.
Re: Russlanddeutsche nicht mehr erwünscht?
Verfasst: 10 Aug 2009, 22:34
von Ralf
Zeppelin hat geschrieben:
Ein Akzent spielt eigentlich auch keine Rolle, sofern man sich halbwegs auf dt. artikulieren kann bzw. ausreichend dt. versteht.
Mancher hier Geborene hat mehr Akzent drauf (z.B. Kanakisch:
http://www.wer-weiss-was.de/theme204/ar ... 00153.html )