Seite 60 von 131

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 01:10
von GIN
Berlino10 hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben: Ja, genau SO wird es gewesen sein.....
Hattest du nicht vorhin noch geschrieben, man sollte mit der Einordnung der Propaganda etwas vorsichtiger sein? Schon alles vergessen?
Und da sind dir 5 Stunden jetzt zuviel?
Ich bin seit den Attentaten von Volgograd mit einigen Journalisten verbunden.
Und kenne den Umgang in Presse-Agenturen, Zeitungs-Websites oder auf Twitter mit aktuellen News.
Was glaubst du, wie schnell Meldungen als reiner Verdacht und ungeprüft rausgehen, wenn sie russland-kritisch sind,
wie schnell etwas veröffentlicht wird, wenn irgendein kleiner Berater im Kreml-Umfeld etwas Interessantes preisgibt?

Wenn jetzt diese für den Maidan sehr negativen Hammer-News eines EU-Aussenministers und Ashton unterdrückt werden,
dann ist Zensur bzw. Selbst-Zensur mehr als offensichtlich!
Ich denke es ist nicht Zensur, es ist ein eigener Filter. Die Presse gerade in Deutschland gehört nach meiner Meinung zu der durchideolgisiertesten Presse der Welt. Die Reporter sind in irgendeiner ideologischen Wolke und sehen dadurch die Realitäten verblendet, neigen dann zu merkwürdigen Interpe tationen von klaren Sachlagen.
Immer weniger spielen diese Medien auch noch eine Rolle, zum Glück gibt es das Internet und solche Sachen werden publiziert. Ich bin weiter für einen Friedensdobelpreis an diesen NSA Helden, anders als Obama hat er die Welt wirklich verändert.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 01:12
von Dietrich
Überraschend klare Worte vom Vorzeigerussen Wladimir Kaminer:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... orden.html
Ich schäme mich für meine Heimat, die, unverantwortlich ihrem sogenannten Präsidenten folgend, die Welt an den Rand des Krieges bringt.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 01:51
von Berlino10
Neuer Ukrainischer Parlamentarismus ;)

Bild

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 01:58
von Berlino10
USA wollen Europa in den Krieg ziehen

Willy Wimmer (CDU, von 1988 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung)

https://www.youtube.com/watch?v=O3fNWge ... e=youtu.be

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 01:59
von GIN
Dietrich hat geschrieben:Überraschend klare Worte vom Vorzeigerussen Wladimir Kaminer:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... orden.html
Ich schäme mich für meine Heimat, die, unverantwortlich ihrem sogenannten Präsidenten folgend, die Welt an den Rand des Krieges bringt.
Ich kenne nicht einen Russen die für diesen Krieg/Besetzung in der Ukraine ist. Vielleicht geht's euch hier anders. Ich sehe somit auch keine Russen die dem Putin folgen. Leider gibt es aus mangelnden Mitspracherechten fast keinerlei Möglichkeiten sein Unmut auf diese Besatzung zu äussern.
Ein Amerikaner machte es mal in unserer FH als der Irak Krieg anfing... er trug ein T Shirt und dort war geschrieben " Not in my Name". Vielleicht in Russland auch eine Möglichkeit seinen Unmut bekanntzugeben.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 02:01
von GIN
Berlino10 hat geschrieben:Neuer Ukrainischer Parlamentarismus ;)

Bild
Ist das ein Demonstrant der nun für diesen Herren abstimmt? oder ist das der Abgeordnete der von Bewaffneten am Tag der Abwahl des Janukowtisch zusammengeschlagen wurde?

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 02:30
von Berlino10
GIN hat geschrieben: Ich kenne nicht einen Russen die für diesen Krieg/Besetzung in der Ukraine ist. Vielleicht geht's euch hier anders. Ich sehe somit auch keine Russen die dem Putin folgen.
Ich streite mich gerade mit meiner Freundin,
sie bestreitet tatsächlich, wie viele Russen, dass da gerade auf der Krim überhaupt irgendetwas von Russischer Seite passiert.
Ausserdem fragt sie, was ich will. Es ist Ruhe und gibt keine Toten, die es ohne die Milizen sicher geben würde ...
Mit Sicherheit - sagen alle - kämpfen Russen und Ukrainer nicht gegeneinander.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 02:31
von Berlino10
GIN hat geschrieben:
Berlino10 hat geschrieben:Neuer Ukrainischer Parlamentarismus ;)
Ist das ein Demonstrant der nun für diesen Herren abstimmt? oder ist das der Abgeordnete der von Bewaffneten am Tag der Abwahl des Janukowtisch zusammengeschlagen wurde?
Ich habe mir das nicht durchgelesen,
was sie beweisen wollen,
ich fand's sehr lustig ..

Zur Ausgewogenheit. das soll es auch in der Duma geben, ;)
zugegebenermaßen bei nicht ganz so entscheidenden Fragen

[youtube]CHZMR887z4g[/youtube]

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 08:15
von Norbert
Gunnar hat geschrieben:Während auch die großen Westmedien ja nicht nur mit größtem Vergnügen Herrn Putin zerfleischen sondern auch gerne die eigenen Regierungsleute mit Haut und Haaren fressen, kann ich von solchen Tendenzen in Russland wenig bis gar nix erkennen. Das kann entweder daran liegen, dass die russischen Machthaber einfach so toll sind, dass es nichts auszusetzten gibt, oder dass es keine geeigneten Journalisten gibt, oder dass es sie gibt, ihnen aber durch direkten oder indirekten Druck untersagt wird, von der Linie abzuweichen ....
Es gibt schon solche Meinungen, siehe http://news.ngs.ru/more/1702648. Interessant übrigens die Top-Kommentare darunter.

Natürlich werden solche Meinungen nicht offen gezeigt, sondern versteckt mit Verweis auf von Unbekannten aufgehängte Friedensplakate.
Tarasik hat geschrieben:Ich bin mir momentan unsicher aber ist es nicht so das der Russe noch keinen Fuß auf Ukrainischen Boden gesetzt hat bis auf Sewastopel, was ja bis 2042 Russisches Gebiet ist?
Diese Frage wird mir ebenso viel zu wenig von der deutschen Presse beleuchtet.

Aber dennoch ist die Frage - ebenso wie bei den Maidan-Demonstranten zuvor - woher diese Bürgerwehren diese Ausstattung haben? Und es sollen ja auch Fotos und Berichte existieren, welche eine echte russische Beteiligung an diesen Wehren zeigen.

Mich würde auch mal interessieren, was nun ein "ganz normaler Bürger" in Kiew über die Krim denkt. Wird auch nicht beleuchtet.

Das Agieren der deutschen Regierung finde ich übrigens sehr gut, inklusive Herrn Erler. Allein sein Satz: "Dass Putin die Militärmanöver in Westrussland, nahe der Grenze zur Ukraine, jetzt beendet und die Soldaten in die Kasernen zurückbeordert hat, kann man höchstens als kleines Zeichen in Richtung Westen werten. Solange sich die russischen Truppen auf der Krim nicht in den vertraglich vereinbarten Standort in Sewastopol zurückziehen, kann von Deeskalation keine Rede sein." zeigt, dass er sich der Legalität einer russischen Präsenz auf der Krim bewusst ist. Vollkommen korrekt finde ich seine Einschätzung: "Im Augenblick ist noch alles offen, auch weil wir noch immer nicht wirklich wissen, was eigentlich die russischen Ziele sind: Geht es eher um die Nicht-Anerkennung des Majdan oder tatsächlich um die Sicherung von Territorien? Wenn Russland mit militärischen Mitteln Grenzen verschieben will, wäre das ein eklatanter Verstoß gegen alle bestehenden Verträge mit der Ukraine und geltendes Völkerrecht. Auch der Weg über ein Referendum, das nach der ukrainischen Verfassung überhaupt nicht zulässig ist, wäre gegen das Völkerrecht, darin sind sich alle Völkerrechtler einig."

Ja, natürlich ist auch die Absetzung von J. mit denselben Argumenten fraglich - keine Frage. Aber dennoch bleibt die Frage: Wohin will Russland am Ende? Wohin will Europa?

Meine Frage in die Runde: Wo seht Ihr die Lösung für die Ukraine, unter Berücksichtigung der aktuellen Lage in Kiew und auf der Krim?

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 06 Mär 2014, 08:52
von Sibirier
Zitat aus HB:

+++ Estlands Außenminister äußert Verdachtsmomente gegen Regierung in Kiew +++

Estlands Außenminister Urmas Paet hat sich in einem abgehörten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton beunruhigt gezeigt über die prowestliche Führung in Kiew. Die neue ukrainische Regierung wolle die Todesschüsse während der Proteste in Kiew offenbar nicht aufklären, sagte Paet in dem am Mittwoch vom Moskauer Staatsfernsehen veröffentlichten Telefonat. Das Verhalten Kiews sei „beunruhigend“. Paet bestätigte am Abend die Echtheit des Gesprächs von Ende Februar. Es blieb unklar, wer das Telefonat abfing. Der estnische Außenminister erwähnt demnach auch den Verdacht einer ukrainischen Aktivistin, dass die Schüsse auf Demonstranten und Sicherheitskräfte von denselben Scharfschützen abgegeben worden seien. Es gebe mehr und mehr Hinweise, dass hinter den Mördern „nicht (der entmachtete Präsident Viktor) Janukowitsch, sondern jemand von der neuen Koalition“ stehe, sagte Paet in dem Telefonat. Paet wies mit Nachdruck zurück, eine Beurteilung darüber abgegeben zu haben, dass die damalige Opposition in Kiew an der Gewalt beteiligt gewesen sei. „Es ist äußerst bedauerlich, dass Telefonate abgehört werden“, sagte er in Tallinn. Die Veröffentlichung des Anrufs sei „kein Zufall“.

Dies sind schon hinweise, wer dort z. Zt. an der Macht ist..... :(

Aber zu Deiner Frage: Möglichst rasche Neuwahlen, bis dahin sollte die jetzige Regierung unter Kontrolle der EU+RF gestellt werden, damit nicht noch weitere Gelder veruntreut werden....Aber auch bei Neuwahlen habe ich meine Bedenken, dass eine "starke" Regierung gebildet werden kann....Nur, ob dies die Ukrainer natürlich wollen, ist eine ganz andere Frage. Man würde sie u. U. in ihrem "Stolz" beleidigen/brechen..... Die Gefahr sehe ich natürlich auch, wenn die "radikalen" Parteien dann nur wenig Stimmrechte bekommen, dass das ganze dann wieder von neuem anfängt.....