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Re: Ukraine.
Verfasst: 04 Jul 2022, 21:38
von m1009
Gute Frage.
Was verstand man in Schlesien '45 unter "dem Rest".
Ich hab "den Rest" in Schlesien, in den Achtzigern, kennen gelernt. Und das waren nicht wenige, die "vorm Russen" nicht abgehauen sind.
In den polnischen Achtzigern, meist sehr erfolgreiche Bauern. 60 Kuehe, Schweine, 50 ha Land.
PS.
Mein Vater war viele Jahre Direktor einer LPG. Die "Partnerkolchose" war, seinerzeit, in der Wojewodschaft Opole. Schlesien.
Von daher.... Meine Vergleiche....
Re: Ukraine.
Verfasst: 04 Jul 2022, 22:32
von arghmage
m1009 hat geschrieben: 04 Jul 2022, 19:26
kamensky hat geschrieben: 04 Jul 2022, 18:44
Im Grundgedanken richtig, doch wer kontrolliert "neutral und unabhaengig" diese moeglich bevorstehenden Referenden?
Bis das Referendum kommt, ist keiner mehr da, der gegen den Anschluss stimmt. Das ist mein voller Ernst. Ich glaub, man koennte das ein bisschen mit Februar '45 in Schlesien vergleichen.
Vor allem würde auch kein Referendum kommen, wenn das Ergebnis nicht schon vorher sicher wäre. Wenn das zu Ungunsten Moskaus ausgehen würde, wäre das ja der Supergau. Erst betreibt man dort im großen Stil Terraforming und befreit das Volk und dann stimmen die gegen Moskau? Das ist irgendwie nur schwer vorstellbar.
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 00:08
von m1009
arghmage hat geschrieben: 04 Jul 2022, 22:32
Vor allem würde auch kein Referendum kommen, wenn das Ergebnis nicht schon vorher sicher wäre. Wenn das zu Ungunsten Moskaus ausgehen würde, wäre das ja der Supergau.
Absolut.
Aber ist das in Deutschland oder USA etwa anders?

Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 10:30
von m1009
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 10:47
von Okonjima
Ein Deutscher...
Auftritt ist lange her, könnte aber auch von gestern sein!
https://www.youtube.com/watch?v=hylztQ8-pVM&t=201s
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 10:58
von Fritz
kamensky hat geschrieben: 04 Jul 2022, 18:44
Fritz hat geschrieben: 04 Jul 2022, 17:03
Aber auch ein Mensch, der (angeblich) keine Ahnung hat, hat ein Recht auf ein anständiges Leben und sollte m.E. mitentscheiden wie es weitergeht. Ich hoffe, daß die kommenden Referenden hier Klarheit bringen. Bevor schon vorab reflexartig Fälschung unterstellt wird:
Im Grundgedanken richtig, doch wer kontrolliert "neutral und unabhaengig" diese moeglich bevorstehenden Referenden? Das scheint mir ebenso ein wichtiger Punkt zu sein, wie die moeglichen Referenden selbst. Das Referendum ueber die Krim "gruenen Maennchen " usw. laesst LEIDER nicht wirklich an eine "ehrliche und unabhaengige" Abstimmung erinnern.
Nun, es waren ja internationale Beobachter, auch aus dem Westen, zum Krim-Referendum eingeladen. Daß dort eine klare Mehrheit für den Beitritt zu RU war, schon allein wegen der Demographie und auch des schnöden Mammons, daran kann kein Zweifel bestehen. Weil also das voraussichtliche Ergebnis nicht paßte (man hat schließlich keinen Putsch finanziert, damit sich die Beute dann nach RU verdünnisiert) hat man es vorgezogen nicht zu erscheinen. Sonst müßte man ja womöglich zugeben, daß man keine größeren Unregelmäßigkeiten festgestellt hat. Die (wenigen) westlichen Beobachter haben genau das bestätigt (ein Ewald Stadler aus Österreich etwa war da) und wurde NATÜRLICH übelst geschmäht dafür.
So aber kann man irgendwelche grünen Männchen erfinden und bis heute von Annexion sprechen. Wie lang sollen etwa noch die rührenden Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt zur Krim stehenbleiben? Wahrscheinlich so lange wie die Reichsbürger behaupten werden, Danzig und Königsberg wären deutsch. VIEL länger als bei der Krim ist der Status letzteren Gebiets ja auch noch nicht (endgültig) geklärt.
arghmage hat geschrieben: 04 Jul 2022, 22:32
Vor allem würde auch kein Referendum kommen, wenn das Ergebnis nicht schon vorher sicher wäre. Wenn das zu Ungunsten Moskaus ausgehen würde, wäre das ja der Supergau. Erst betreibt man dort im großen Stil Terraforming und befreit das Volk und dann stimmen die gegen Moskau? Das ist irgendwie nur schwer vorstellbar.
Natürlich wird es keine Notwendigkeit geben, etwa in Lemberg über den Beitritt zur RF abstimmen zu lassen. Sicher wird es im Wesentlichen darum gehen, den geschaffenen Fakten einen demokratischen Anstrich zu verleihen - was allerdings nicht gegen die höchst demokratische Institution der Volksbefragung spricht. Und ich bleibe dabei, RU wird sich keine Gebiete "einverleiben", in denen es nicht eine echte klare Mehrheit dafür gibt, und selbst dann wird es sich das letzte Wort vorbehalten. Was hätte es davon außer Ärger, nunmehr auf eigenem Territorium?
Am wahrscheinlichsten halte ich eine neue unabhängige Föderation an der Schwarzmeerküste bis Odessa. Also überall dort, wo bei den diversen Präsidentschaftswahlen der pro-russische Kandidat eine Mehrheit hatte. Eine ähnliche Lösung samt Referendum hätte man schon nach dem Ende der UdSSR haben können und sich Farbrevolutionen, Putsch, acht Jahre Krieg samt jetziger Eskalation ins Ungewisse sparen können. Verhindert hat auch dieses die Hybris der "Sieger" des Kalten Krieges. Denn wo kämen wir denn hin, wenn der "Verlierer" Rußland noch Gebiete dazubekommt?! Die Leute, die dort leben, wurden wie so oft nicht gefragt.
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 13:37
von Bluewolf
m1009 hat geschrieben: 04 Jul 2022, 21:38
Gute Frage.
Was verstand man in Schlesien '45 unter "dem Rest".
Ich hab "den Rest" in Schlesien, in den Achtzigern, kennen gelernt. Und das waren nicht wenige, die "vorm Russen" nicht abgehauen sind.
Die sind auch nicht vor "den Russen" abgehauen, genauso wenig wie in Böhmen, sondern vor den Polen und Tschechen. Eigene Familiengeschichte, darum auch mein Trip in die Vergangenheit vor wenigen Wochen. Konnte sogar das Geburtshaus meiner Großmutter in Karlsbad noch finden.
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 14:35
von ascombie
Für das Gebiet der ehem. Tschechoslowakei (Sudetendeutschland, Protektorat Böhmen und Mähren) stimmt das sicherlich, dass die deutschsprachigen Bewohner die Rache der Tschechen mehr fürchteten als die Soldaten der Roten Armee.
Siehe auch den berüchtigten Todesmarsch von Brünn:
https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCnner_Todesmarsch
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 15:31
von m1009
Bluewolf hat geschrieben: 05 Jul 2022, 13:37
Die sind auch nicht vor "den Russen" abgehauen,
Ich war ab Ende der Siebziger und in den Achtzigern, auch waerend des Kriegsrechts, mind. 3 x im Jahr in Schlesien. Wenn die Opas und Omas auf Deutsch so erzaehlten, sind die vorm Russen gefluechtet. So zumindest mein Eindruck.
https://landsmannschaft-schlesien.de/fl ... 1945-1947/
Re: Ukraine.
Verfasst: 05 Jul 2022, 16:01
von agence1
Bobsie hat geschrieben: 03 Jul 2022, 09:51
Wehrdienstverweigerung ist eine Straftat.
So einfach ist das.
Und wenn er seinen Wehrdienst abgeleistet hat, kann er hingehen wohin er will. (Schreibfehler korrigiert)
Wollte der Klub mit dieser Festnahme des Torhüters einen Wechsel zur NHL für die Philadelphia Flyers verhindern?
TASS meldet: Letzten Sonntag wurde Fedotow zum Marinestützpunkt Seweromorsk, nördlich von Murmansk, gebracht.
Die Insel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer, wo Fedotow voraussichtlich seinen Dienst leisten wird, ist auch als ehemaliges sowjetisches Atomtestgelände bekannt.
Insider in Moskau gehen davon aus, dass die unerwartete Einberufung Fedotows damit zusammenhängt, dass die ZSKA-Führung verärgert war über den Wechsel nach Nordamerika. Als Spieler des
Armeeklubs ZSKA Moskau gehörte Fedotow automatisch zu den
russischen Streitkräften.
Als Mitglied der russ. Streitkräfte darf man sich nicht ins Ausland begeben, so wie ein Auslandaufenthalt für einen russ. Polizisten verunmöglicht wird.
Wenn man das liest, so werden die Zusammenhänge klarer ersichtlich. Die Russ. Föderation hat für immer einen guten Hockey-Torhüter verloren.