Seite 7 von 8
Verfasst: 01 Nov 2004, 11:18
von Dietrich
bigmaks hat geschrieben:Hitlers müssen bekämpft werden, egal wie politisch korrekt das jemandem schmeckt.
Und wieder mal eine dieser Weisheiten, die spaetestens an der Frage scheitern:
"Ab wann ist ein Staatschef/Praesident/Koenig..... ein Hitler"
WER soll das entscheiden?
Dietrich
Verfasst: 01 Nov 2004, 11:31
von AnGro
Dietrich hat geschrieben:"Ab wann ist ein Staatschef/Praesident/Koenig..... ein Hitler"
WER soll das entscheiden?
Dafuer hat sich die Weltgemeinschaft die UNO geschaffen. Wenn auch dieser Verband ziemlich unbeweglich ist, so sind doch die Entscheidungen des Sicherheitsrates international anerkannt.
Verfasst: 01 Nov 2004, 11:46
von Dietrich
Und da bildet sich dann ein islamistisches Gegenstueck zur UNO und entscheidet das Busch, Blair und Schroeder alles kleine Hitlers sind und sie damit das Recht haben hier einzumarschieren....
Solange ein solcher "Hitler" nur in seinem Land wuetet, ist es immer noch die Sache der Buerger dieses Landes "aktiv" zu werden. Fremde Maechte sollten immer auf nicht militaerische Aktionen beschraenkt sein. Wobei die Unterstuetzung einer Opposition in diesem Land u.U. auch eine Option ist.
Ich finde es sollte sich niemand anmassen, einem Land eine Staatsform (und sei es auch etwas demokratisches) aufzuzwingen.
Dietrich
Verfasst: 01 Nov 2004, 12:12
von Dave
AnGro hat geschrieben:Dietrich hat geschrieben:"Ab wann ist ein Staatschef/Praesident/Koenig..... ein Hitler"
WER soll das entscheiden?
Dafuer hat sich die Weltgemeinschaft die UNO geschaffen. Wenn auch dieser Verband ziemlich unbeweglich ist, so sind doch die Entscheidungen des Sicherheitsrates international anerkannt.
Nur die USA scheint sich nicht daran zu halten, oder halten zu wollen.
Verfasst: 01 Nov 2004, 14:04
von Anonymous
Sibirier hat geschrieben:Also für einen Krieg kann ich nicht dankbar sein... Klar Hussein mußte gestürzt werden, daher war es gut, in den Irak einzufallen um die Unterdrückten zu befreien, aber dankbar kann ich nicht sein. Wenn ein Krieg anfängt, hat halt die Demokratie verloren und das macht mich eher traurig...
Eh.. welche Demokratie? Irakische?
Entweder verstehe ich kein Deutsch oder Du widersprichst Dich selbst.
Natürlich hatte Bush Recht, aber dankbar kann ich Ihm dafür nicht sein, weil nach herrschender Meinung Pazifismus politisch korrekt ist, obwohl ich persönlich das Scheiße finde. So etwa?
Verfasst: 01 Nov 2004, 14:07
von Anonymous
Dietrich hat geschrieben:Solange ein solcher "Hitler" nur in seinem Land wuetet, ist es immer noch die Sache der Buerger dieses Landes "aktiv" zu werden. Fremde Maechte sollten immer auf nicht militaerische Aktionen beschraenkt sein.
Ja, ja ... Münchner Abkommen anno 1938. Kennen wir.
Verfasst: 01 Nov 2004, 14:10
von Anonymous
AnGro hat geschrieben:Dafuer hat sich die Weltgemeinschaft die UNO geschaffen. Wenn auch dieser Verband ziemlich unbeweglich ist, so sind doch die Entscheidungen des Sicherheitsrates international anerkannt.
Dem Saddam wurde ziemlich scheißegal, daß Sicherheitsrat international anerkannt ist. Jemand sollte endlich handeln, anstatt Resolution Nr. 20934/3452 zu erfassen. UNO ist schon längst eine Fiktion.
...
Verfasst: 01 Nov 2004, 14:25
von Sibirier
Demokratie hat bei einem Krieg immer verloren. Da kannst Du nehmen welche Du willst....
AnGro: Ich denke schon, dass Saddam zu viele Leute im eigenen Land unterdrückt hat und auch halt andere Länder (Israel, Kuweit) immer wieder bedroht hat. Deswegen fand ich es gut, dass man gegen ihn vorgegangen ist. Eine diplomatische Lösung wäre mir jedoch lieber gewesen.
Re: ...
Verfasst: 01 Nov 2004, 15:19
von AnGro
Sibirier hat geschrieben:Deswegen fand ich es gut, dass man gegen ihn vorgegangen ist. Eine diplomatische Lösung wäre mir jedoch lieber gewesen.
Sibirier, ich war auch nicht mit der Herrschaftsweise des Saddam Hussein im Irak einverstanden, aber deswegen ein Krieg gegen das Land anzufangen, was global keine ernste Bedrohung darstellte, haette ich mir nie vorstellen koennen und finde es schon ziemlich ueberheblich. Politik sollte bei ihren Handlungen sich fuer das Mittel des geringsten Uebels entscheiden und ich kann hier nicht sehen, dass dieser Krieg das geringere Uebel darstellt. Hier ging es ausschliesslich ums persoenliche Ego und um persoenliche wirtschaftliche Interessen einer kleinen herrschenden Clique. Dran glauben mussten bisher einige zehntausend irakische Zivilisten und mehrere tausend Militaers auf beiden Seiten. Politisch wurde das vertrauensvolle Verhaeltnis zwischen den USA und Europa auf lange Zeit gestoert, und wozu das alles? Um das arme irakische Volk zu befreien? Ich vermute ganz stark, dass es der ueberwiegenden Mehrheit heute erheblich schlechter geht und ich sehe keine Besserung der Situation in der mittelfristigen Zukunft. Ich sehe hier nur einen Praesidenten, der in seinem Amt demokratisch nicht legitimiert voelkerrechtswidrig einen Vernichtungskrieg zu seinem persoenlichen Vorteil begonnen hat. Sowas nennt man Voelkermord und so eine Person gehoert meiner Rechtsauffassung nach vor ein internationales Gericht und nicht an Spitze der weltweit gefaehrlichsten Armee. Um hier Vergleichen vorzubeugen, die Situation bei Deutschland in den 30er Jahren war voellig anders, dieses Land war eine ernsthafte Bedrohung fuer alle, was auch erkennbar haette sein muessen und dort war ein Eingreifen auch militaerisch dringend geboten, leider wurde dies damals anders eingeschaetzt.
Verfasst: 01 Nov 2004, 16:07
von Sibirier
Von mir wegen Irakkrieg erst mal weiter kein Kommentar.... Ich habe meine Meinung geäußert und bin auch nicht von Deiner Meinung überzeugt.
Beim Wechsel von einem politischen auf einen anderen politischen System gibt es immer Verlierer und Gewinner....
Ich hoffe jedenfalls für den Irak, das sie den Wechsel hinkriegen und vielleicht auch mal ein reiches Land wie Kuweit werden...