weltenbummler hat geschrieben:Also liegt der Grund für die geplanten Sanktionen darin, dass Russland die eine Konfliktparteien nicht so stark beruhigt und unter Druck setzt, wie es das vielleicht könnte?
Wenn ein anderer Staat anbieten würde, eine der Konfliktparteien in der Ukraine auf militärischem Gebiet zu unterstützen, wäre das dann doch erst recht ein Grund für Sanktionen, oder? Dadurch würde der Konflikt doch deutlich angeheizt, statt ihn zu beruhigen, oder?
Was zählen eigentlich Vereinbarungen für Russland?
Immer wieder werden wesentliche Punkte "übersehen" resp. ignoriert und eigentlich kann man sich in letzter Zeit auf Vereinbarungen nicht verlassen. Das sind hohle Worte!
Russland hat doch in der Ukraine überhaupt kein Interesse, die Situation zu entschärfen. Das Chaos der bevorstehenden Wahl ist das Ziel, um hinterher mit einer möglichst desolaten Regierung seine Spielchen treiben zu können. Putin hat ja ganz eindeutig bekundet, dass er eigentlich in der Ukraine ur-russiches Mutterland sieht, dass zu Russland gehört. Eine "Wiedervereinigung" wird er nicht so schnell aufgeben.
Auf der einen Seite werden die Westukrainer bzw. regierungsnahen Kräfte scharf verurteilt und man pocht auf Entwaffnung und Befriedigung.
Andererseits fühlt man sich für die Rebellen in der Ostukraine nicht verantwortlich, streitet jegliche Einflussnahme ab und sieht demnach auch keine Möglichkeit, dort befriedigend einzugreifen. Dazu werden diese Revoluzzer noch moralisch unterstützt, da sie ja angeblich die große Masse der unterdrückten Russen in der Ukraine unterstützen und deren "rechtmäßige Interessen" durchzusetzen versuchen.
Natürlich wird man ohne Russland keinen Frieden schaffen können. Der Verdacht in der Ukraine aktiv einzugreifen ist zu hoch. Zudem gibt es ganz eindeutige Aussagen und Drohungen von Putin, die Russen in der Ostukraine zu schützen und zu verteidigen, notfalls auch gewaltsam.
Der Westen ist zwar weniger aktiv beteiligt und etwas distanzierter, aber am Geschehen durchaus involviert, da er vorzugsweise einer Seite moralische und materielle Unterstützung gewährt. Drohungen beschränken sich auf Sanktiönchen und verkleidete EU/NATO-Kämpfer ohne Hoheitszeichen scheinen eher eine Rarität zu sein, falls es sie überhaupt gibt. Logisch, das scheitert schon an den Sprachbarrieren.
Aufräumen können nur die Ukrainer als Gesamtheit selbst und allenfalls könnten neutrale Kräfte das unterstützen, wenn man ihnen genügend Autorität einräumt.