ZU Baikalsee u. Umgebung:
Wenn Ihr in Tschita seid, so ist ein Schlenker zum
Aginskij Dazan empfehlenswert.
Die Regionen wie Irkutsker Oblast, Burjatien u. Transbaikalien waren (ab dem 18 Jhd.) geradezu mit buddhistischen Klöstern/Tempeln übersät, wie die folgende Karte auch zeigt: (auch heute noch sind einige übrig geblieben)

(Als wir selbst dort in Burjatien noch wohnten, kannte ich persönlich nur 2-3 davon).
Der wohl bekannteste ist
Iwolginski Dazan, was nicht weit weg von Ulan-Ude liegt.
Es gibt aber mindestens noch zwei weitere bekannte/bedeutende, die ebenso zu empfehlen sind, wie:
-
Tamtschinski-Dazan u.
-
Der Sartul-Gegetui-Dazan
Um die zu besichtigen, fährt man dann von Ulan-Ude aus Richtung Süd/Süd-Westen – Straße zur Mongolei.
Die vier insgesamt stellen quasi sowas wie "Eckpfeiler" des dortigen (heutigen) Buddhismus dar!
(Deine Frau würde damit dann vermutlich/bestimmt so richtig auf seine/ihre Kosten kommen

)
In der Stadt Ulan-Ude selbst bzw. in den Vororten ist
- das
Ethnografische Museum Transbaikaliens (samt
St.-Nikolaus-Kirche) sehr sehenswert.
Ebenso sind dort die Anwesen von
Semeiskije (Altgläubige) zu sehen.
Die Region(en) ist/sind aber ebenso vom Schamanismus geprägt, dessen Reste (aber auch z.T. nach wie vor praktizierenden Rituale/Bräuche) vielerorts vorzufinden sind. Den dort lebenden Russen sind diese auch nicht völlig unbekannt.
Ab Ulan-Ude besteht die Möglichkeit ins
Bargusin-Naturreservat (Richtung Norden/entlang des Ostufers) zu fahren, was sehr schöne Gegend ist.
Die Meisten fahren dann aber Richtung Irkutsk (falls vom Osten her kommend);
auf dem Weg dahin – auf der der
Strecke:
Baikalsk – Sljudjanka - Kultuk befinden sich:
- das
"Schamanische" Kap u.
-
Bucht "Kultuk".
Diese Orte/Gegenden sind bei den Touristen sehr beliebt.
ABER ACHTUNG:
- Entlang der dortigen Trasse gibt es eine ganze Fülle an Verkaufsständen, wo auch gerne - neben den Souvenirs - Fisch, meist Omul (lachsartig) - den es in allen möglichen Variationen dort gibt, wie: frisch, gesalzen, kalt- u. heißgeräuchert sowie Dürrfisch verkauft wird – den erstgenannten meistens dann aber doch nicht so frisch..
Mal aber davon abgesehen, ist grundsätzlich vom solchen Kauf (dort) schlicht abzuraten -, zum einem wegen den ganzen/vielen Abgasen (von den Autos), zum anderen des hohen Preises wegen.
Aber auch im Allgemeinen wird die Lage am südlichen Ufer in Sachen Ökologie immer prekärer.
Von Jahr zu Jahr wird die Region dort zwar immer mehr "kommerzialisiert", dafür (oder grade aus dem Grund) bleibt dann die Natur aber auf der Strecke. So sind in den letzten Jahren rund um den Baikalsee sehr viele Müllhalden entstanden – vor allem die Touris tragen einen großen Teil dazu bei, indem sie ihr Müll oft einfach dort liegen lassen.
Die Behörden kommen aber nur mühsam/schleppend nach, und auch in naher Zukunft scheint die Lösung des Problems nicht in Sicht zu sein.
- Des Weiteren ist auch das Trinken aus dem See nicht (mehr) zu empfehlen. Wenn man noch vor gut 20-30 Jahren das fast ohne Bedenken machen konnte, so ist es heutzutage aufgrund der mehr oder minder starken Wasserverunreinigung echt nicht mehr der Fall.
Dafür im Norden sieht es ganz anders aus.
Zurück zum Kultuk:
In der Nähe des Ortes endet die sog.
Baikalrundbahn – diese Bahnstrecke ist als Ingenieurbauwerk mit deren Tunneln und Brücken sehr interessant.
Nächstes "Highlight" ist das
Tunka-Tal, von Kultuk aus Richtung Westen entlang des Tunkinskij Trakt (A 333), dort befindet sich
- der
Tunka-Nationalpark (Thermal-Quellen gibt’s auch).
Nach dem man dann in Irkutsk angekommen ist und sich alles - was man sich vorgenommen hat - auch angesehen hat
(hierzu siehe den Link zum Buch weiter unten, was von mir zu empfehlen ist),
hat man die Möglichkeit entweder mit dem Auto (direkt zur Insel via Fähre) oder wenn man sich die Füße etwas vertreten möchte mit so nem Ding (Kometa-15)
zur
Insel Olchon zu düsen.
(es geht sowohl von Irkutsk, als auch von Sewerobaikalsk aus). (Quelle:
https://uritsk.livejournal.com/29926.html)
Wenn man mit dem Auto war, so nimmt man anschließend
diese Strecke, um nach Sewerobaikalsk zu fahren.
Der Norden ist sehr sauber (da keine Industrie, unberührte u. schönste Natur von den Bergen umringt)
Zu sehen/besichtigen:
- Great Baikal Trail (ein Paradies für Wanderer), aber auch für Biker die ganze Region an sich
- Glimmer-Seen (Perfekter Ort für Camper)
- Mindestens vier verschiede Thermalquellen (je nach Mineraliengehalt mit heilender Wirkung)
- Ein Dorf namens
Baikalskoje (Байкальское)
- Bei
Nischneangarsk ein Museum für indigene (Ur-)Völker (u.a. Ewenken) etc..
Buchempfehlung:
Habe kurz überflogen: ziemlich aktuell u. gut geschrieben, alles was man braucht/wissen muss, ist drin (sogar etwas mehr)
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