Dietrich hat geschrieben:Dann erklär mir mal, wieso die Kinder solcher Pädagogen und Psychologen (also zum Beispiel Lehrer) meist die sind, die am wenigsten erzogen sind? (
Entschuldige, aber das ist nun doch eher eine Stammtischparole. Ich kenne aus meiner Laufbahn sicher mehr Pädagogen und Lehrer als viele Andere hier und kann diese abenteuerliche These nun wirklich nicht untermauern.
Das ist ungefähr so aussagekräftig, wie das alle antiautoritär erzogenen Kinder nie gelernt haben Rücksicht zu nehmen, Ordnung zu halten, was vernünftiges werden.
Dietrich hat geschrieben:...Für Kinder braucht man gesunden Menschenverstand und kein Studium!
Das sehe ich nun ganz anders. In meinen Augen gibt es nichts schlimmeres als „den gesunden Menschenverstand“.
Welcher ist denn da gemeint?
Der von meinen Großeltern, der von meinen Eltern, meiner oder deiner?
Oder der „gesunde Menschenverstand“ irgendwelcher Neonazis oder der „gesunde Menschenverstand“ der Kommunisten oder der von Westerwelle oder Merkel?
Nein, einen „gesunden Menschenverstand“ gibt es nicht, jeder hat seinen eigenen.
Ich finde es unerträglich, dass üblicherweise man für jeden Kleinkram einen Befähigungsnachweis braucht, aber für das Wichtigste ( Kindererziehung ) soll angeblich entweder ein „gesunder Menschenverstand“ reichen oder auch gar nichts.
In der Steinzeit, als es eine darwinsche Auslese gab, funktionierte das noch. Wer es da nicht gebacken bekommen hat, der ging unter.
In unserer nun Gott sei Dank humanistisch geprägten Gesellschaft findet zum Glück eine solche Auslese nicht mehr statt. Wir leben auch nicht mehr in Mehrgenerationenhaushalten, wo wenigstens die Älteren noch was vermitteln konnten.
Trotzdem ist es der Menschheit nicht gelungen, wenigstens Kindererziehung als Schulfach einzuführen, um die minimalsten Grundlagen dafür zu schaffen.
Nein, „gesunder Menschenverstand“ ist kein Erziehungsmodell. Wer sich darin nicht selber weiterbildet, ist verantwortungslos seinen Kindern gegenüber.
NaNa hat geschrieben:...
Welche liebende Mutter setzt ihr autistisches Kind einem ungeschützten Kontakt mit einer fremden Lehrerin und 2 fremden Kindern aus?
Vielleicht weiß die liebende Mutter nichts davon. Es gibt so viele Formen von Autismus, dass es nicht immer eindeutig ist.
Übrigens können auch Zucker und Weißmehlallergien solche Auswirkungen haben.
Deswegen studiert man ja auch als Lehrer üblicherweise wenigstens die Grundlagen von Psychologie.
NaNa hat geschrieben:...
Das würde bedeuten, daß absolut jeder Pädagoge, sprich Ballettlehrer, Strickkursleiter, Gesangslehrer, Chinesischlehrer von der VHS, die sich mit dem Vermitteln von besonderen Fähigkeiten, die zum schulischen Pflichtprogramm nicht gehören, sich jahrelang auf ADS, Hyperaktivität und sonst was spezialisieren sollen, bevor sie auf Kinder mit ihren Stricknadeln oder Chinesisch-Wörterbuch losgelassen werden dürfen, sonst gelten sie als geringqualifizierte Jedermänner.
Nein, aber er sollte die Fähigkeiten haben, den Eltern einen Tipp zu geben, wo die Probleme liegen könnten, um die Kinder an Spezialisten zu vermitteln.