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Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 09:29
von Nikolaus
Uebrigens: Ein Einkommensnachweis ist wohl nicht mehr erforderlich (seit Regierungsverordnung N42 vom 23.01.2007).
Naja, man bekommt ja sowieso in der Regel eine "frische" checklist vom FSM, wenn man die zeitweilige Aufenthaltserlaubnis beantragen will...

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 10:23
von Zejtnot
Aber so oder so muss der Lebensunterhalt nachgewiesen werden - das Ehepaar muss die zweifachen minimalen Lebenshaltungskosten (im Moment irgendwas bei 8000 Rubel, je nach Region) nachweisen können. Dazu eignet sich der Einkommensnachweis (ob nun ein eigener oder jener des Ehepartners) immer noch am Besten.

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 10:54
von Nikolaus
Hm, das dachte ich bisher auch, und meine alte checklist vom FSM enthaelt auch diesen Punkt, aber lt. Regierungsverordnung und Verwaltungsvorschriften (s. oben) muss man dies nur beim jaehrlichen Rapport nachweisen...
Eigentlich sind aber gesicherter Lebensunterhalt, med. Versorgung und Unterkunft ja schon Voraussetzungen, um ein Visum zu erhalten...

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 14:04
von Instanto
Tja liebe Damen und Herren... Ihr wisst doch: Es steht geschrieben, interpretiert wird es jedoch immer wieder anders.
Es ist eben Russland. :) Ein Einkommensnachweis wird nicht verlangt. Ob beim jährlichen Rapport dann, weiß ich gerade auch noch nicht, aber beim Antrag selbst auf jeden Fall nicht. Auch keine Unbedenklichkeitsbescheinigung der russ. Polizei (ist ja sowieso humbug wenn man eine übersetzte, mit Apostille versehen Bescheinigung aus D hat^^)
Meine Frau selber kann mir auch z.B. eine private Einladung ausstellen sogar, obwohl sie als Studentin gar kein eigenes Einkommen hat.

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 14:33
von bella_b33
Nunja, die russische Polizei ist ja eine andere Behörde als die Deutsche, ich könnte eher verstehen, daß man von denen etwas braucht wenn man schon länger in Russland war, ob man in der Zwischenzeit irgendwie auffällig geworden ist(quasi Beantragung Vid na Shittelstwo) aber eine разрешение на временное проживание Beantragung.....da lebte man im Vorfeld normalerweise noch nicht so lange in Russland, somit werden dann auch die deutschen Behörden "zu Rate" gezogen ;) und man bringt die papiere von Denen ;)

Gruß
Silvio

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 15:39
von Apollo
Ich sehe das so...Er weiss alles besser und am Ende leben Sie, wollen Sie leben, nun verheiratet doch in Deutschland. Ist ja auch okay, aber scheinbar hat man bei Coca Cola doch nicht auf Ihn gewartet. Warum eigentlich ? Gibt doch immer einen Job in Russland. Immer noch, wsjo budet charascho.

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 15:59
von Nikolaus
LeeHongDaDong hat geschrieben: Ein Einkommensnachweis wird nicht verlangt. Ob beim jährlichen Rapport dann, weiß ich gerade auch noch nicht, aber beim Antrag selbst auf jeden Fall nicht.
Im Antrag musst Du aber schon Dein Einkommen erklaeren, obwohl ggf. nicht belegen. Nun, 100 Euro/Monat Einkommen ist sicherlich fuer kaum einen Deutschen ein Problem.
Mit den notwendigen 183 Tagen Aufenthalt in Russland wirst Du dann dort auch steuerpflichtig.
Auch keine Unbedenklichkeitsbescheinigung der russ. Polizei
Ja.
Meine Frau selber kann mir auch z.B. eine private Einladung ausstellen sogar, obwohl sie als Studentin gar kein eigenes Einkommen hat.
Es widerspricht zwar wohl den gesetzlichen Regelungen, aber ich habe auch schon gehoert, dass in manchen Regionen dem FSM ein Garantiebrief ausreicht.

Na, ihr werdet schon wissen, was fuer euch am besten ist. In jedem Fall Hals- und Beinbruch.

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 22 Sep 2009, 16:16
von Instanto
Apollo, wann hast du es dir eigentlich zur Gewohnheit gemacht, von Anwesenden in der dritten Person zu sprechen? Ich finde das außerordentlich amüsant.
Wenn ich mir meine ersten Beiträge so durchlese, klang ich in der Tat naiv und hätte man meinen Kopf abgetastet, so wäre die steinharte Platte aufgefallen.
IAber das nur zur Erklärung, ich hatte die Frau meines Lebens gerade getroffen und war furchtbar in Sorge, dass es an der Entfernung zu ihr scheitern könnte.
Daher meine manchmal abstrus klingenden Ausführungen. Dennoch möchte ich anmerken, habe ich nie davon gesprochen, dass man bei Coca-Cola oder sonst irgendwo in Russland auf mich wartet... mal ehrlich, da unterstellst du mir mehr Arroganz als tatsächlich vorhanden.
Der grundsätzliche Plan war IMMER, nach Ende ihres Studiums nach Deutschland zu gehen. Diese Zeit wollte ich nur mit ihr gemeinsam dort überbrücken.
Vsjo horosho seichas...

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 23 Sep 2009, 06:56
von Zejtnot
LeeHongDaDong hat geschrieben:Ihr wisst doch: Es steht geschrieben, interpretiert wird es jedoch immer wieder anders.
Das Problem ist, dass die Behörden hier oft viel versprechen - dann kommt irgendein Chef und plötzlich wird doch alles ganz streng interpretiert. In sechs Jahren Russland habe ich das leider mehrfach erleben dürfen.
LeeHongDaDong hat geschrieben:Auch keine Unbedenklichkeitsbescheinigung der russ. Polizei
Der Ablauf ist so, dass normaler Weise der Passportny Stol eine offizielle Anfrage bei der russischen Polizei stellt, ob man straffällig geworden ist. Diese Anfrage zieht sich nach Angaben meiner ehemaligen Betreuerin beim Passportny Stol oft mehrere Wochen hin. Bis die Anfrage zurück ist, geht der Antrag nicht an den Oblast', wo über ihn entschieden wird.

In Novosibirsk habe ich inzwischen mehrfach Fälle erlebt (!), wo der Passportny Stol kurzerhand den Ausländer persönlich zur Polizei schickt. "Geh mal dort hin, ich rufe an, die sollen an Ort und Stelle den Rapport schreiben. Dann bring ihn zurück zu mir!" Auf diese Weise kürzt man mehrere Wochen ab.

Du hast also Recht, diese Unbedenklichkeitsbescheinigung steht nicht in der Liste notwendiger Dokumente, wird aber dennoch intern angefordert. (Ich kenne auch Ausländer, bei denen an dieser Stelle aufflog, dass sie gar nicht dort wohnten, wo sie laut ihrer Registrierung sein sollten - also Vorsicht!)
LeeHongDaDong hat geschrieben:ist ja sowieso humbug wenn man eine übersetzte, mit Apostille versehen Bescheinigung aus D hat
Russland muss man nicht begreifen! Logik ist manchmal fehl am Platze. Wozu brauche ich als Ehepartner einen Aidstest - wenn ich doch sowieso nur mit meiner Ehefrau verkehre(n sollte)?! Aber der Tourist, der in den Discos die Mädels abschleppt, braucht keinen. Das ist ebenso Humbug, aber in Russland ganz normal. ;)

Und auch so ist ein polizeiliches Führungszeugnis der deutschen Polizei noch kein Freibrief für Russland. Du kannst zuvor als Tourist in Russland problemlos Ordnungswidrigkeiten begangen haben (Registrierungsregeln!), welche die deutsche Polizei natürlich nicht kennt!

Re: Ein Abenteuer in Russland.

Verfasst: 23 Sep 2009, 07:16
von Zejtnot
Nur noch einmal als Nachtrag: Ich finde es dennoch toll, dass Du Dich nicht von Deinen Russland-Plänen abbringen lässt. Nur so wird das was! Auch das sage ich aus Erfahrung - mir ging es ja ähnlich wie Dir.

(Ich will quasi nur vorher zeigen, mit welchen Hürden Du noch rechnen kannst.)