Seite 66 von 131

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 07:30
von fugen
Berlino10 hat geschrieben:ARD: Putsch in Kiew: welche Rolle spielen die Faschisten?
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... ne357.html
Naja, es kratzt am Image der Freiheitsbewegung aber mehr auch nciht

mich stören, nachwievor so aussagen wir

"Putin hat nicht ganz unrecht" damitist gemient dass dort ein riesen haufen nazis on tour sind
warum wird da nicht gesagt putin hat recht, dass dort nazis auf einkaufstour sind. hat man angst?

"Doch von Anfang an spielen auch rechtsextreme Kräfte auf dem Maidan eine wichtige Rolle: Die ultranationalistische Partei "Swoboda" (Freiheit), die mit gut zehn Prozent der Stimmen in der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, sitzt, ist seit Beginn der Proteste ein wichtiger Akteur, neben Wladimir Klitschkos "Udar" und Julija Timoschenkos "Vaterlandspartei"."
Sie sind nicht ein ganz wichtiger Akteur.
Sie sind der wichtigste, gemeinsam mit der Vaterlandspartei, Akteur und KlitschK.O. war nur das Anhängsel um an die KAS zu kommen.
Das beweist auch die jetzige Stellung, weiß einer wo er steckt, von Klitschko.

ps ich steigere mich da viel zu sher rein :-/
aber ein gutes hat es ja, somit kann die Ukraine den Spitzenplatz an Frauenhändlern asubauen udn die männer in Europa und im nahen Osten können sich mal an ein paar robusten und belastbaren Frauen austoben.
wer sarkasmus findet darf ihn behalten

pps http://www.liveleak.com/view?i=6df_1393947196
http://www.liveleak.com/view?i=ee2_1393827310

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 08:30
von Norbert
Ich find diesen Bericht auch zu zahm.

Dennoch sollte man nicht ins andere Extrem fallen, und den gesamten Maidan als Chaotenveranstaltung darstellen. Naiv - vielleicht ja. Missbraucht für fremde Zwecke (seien es "der Westen" oder "die Nationalisten") - ja. Aber den Wunsch nach weniger Korruption und mehr Öffnung gen Westen pauschal als Nazi-Veranstaltung darzustellen, halte ich auch für falsch.

Ich habe letztens einen passenden Vergleich gelesen: Ende der 80er haben auch viele skeptische Westdeutsche geschrieben: "Die Ostdeutschen wollen doch nur Bananen, denen geht es gar nicht um Demokratie." Und natürlich gab es auch solche Ostdeutschen, die nur den funkelnden Wohlstand des Westens wollten. Hätte aber die deutsche Gesellschaft allein mit diesem Urteil auf die Montagsdemonstrationen reagiert, dann gäbe es vielleicht heute noch zwei deutsche Staaten.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 08:54
von Sibirier
Ich hoffe nur, dass Timoschenko nicht dran kommt, natürlich auch nicht die Fachisten usw....

Timoschenko wird ihren Geldbeutel genauso wie J. (und wie sie es ja schon selbst gemacht hat) aufhalten und noch weitere Millionen abzwacken. Sie ist doch plötzlich keine Heilige geworden.... ;) Daher sollte man nicht, die mit Schwarzgeldern der vorherigen Regierungen so reich geworden sind, jetzt an die Regierung setzen....

Klitschko könnte ich mir schon vorstellen, dass er eine ordentliche Demokratie aufbauen würde, aber ich glaube, ihm fehlen dazu die Stimmen....

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 12:00
von Dietrich
fugen hat geschrieben:aber ein gutes hat es ja, somit kann die Ukraine den Spitzenplatz an Frauenhändlern asubauen udn die männer in Europa und im nahen Osten können sich mal an ein paar robusten und belastbaren Frauen austoben.
Klar, die Ukrainerinnen sind alles Protituierte und die Männer dort Faschisten und/oder Zuhälter. Da kann man dann ruhig mal ein bischen härter zulangen, oder wie meintest du "austoben"?
fugen hat geschrieben:wer sarkasmus findet darf ihn behalten
Da war keiner zu sehen. Da fehlte nur komplett die Objektivität, die du hier bei vielen anderen vermisst.
Du scheinst ja wirklich ein Ukraine-Hasser par ex­cel­lence zu sein....

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 12:16
von fugen
Dietrich hat geschrieben:
fugen hat geschrieben:aber ein gutes hat es ja, somit kann die Ukraine den Spitzenplatz an Frauenhändlern asubauen udn die männer in Europa und im nahen Osten können sich mal an ein paar robusten und belastbaren Frauen austoben.
Klar, die Ukrainerinnen sind alles Protituierte und die Männer dort Faschisten und/oder Zuhälter. Da kann man dann ruhig mal ein bischen härter zulangen, oder wie meintest du "austoben"?
fugen hat geschrieben:wer sarkasmus findet darf ihn behalten
Da war keiner zu sehen. Da fehlte nur komplett die Objektivität, die du hier bei vielen anderen vermisst.
Du scheinst ja wirklich ein Ukraine-Hasser par ex­cel­lence zu sein....
Genau, du hast mich durchschaut, ich finde es gut dass Frauen anschaffen müssen um ihre Familien durchzukriegen *facepalm*
Wiki hat geschrieben:Seit dem Fall des eisernen Vorhangs entwickelten sich auch die grenznahen Gebiete Tschechiens, Ungarns, der Ukraine, des Baltikums und Polens zum Ziel prostitutionstouristischer Kurzbesuche vor allem deutscher und österreichischer Männer.
Was war los als die EM in der Ukraine stattfand, schon vergessen?!

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 12:22
von Gunnar
FAZ: Schüsse in den Rücken
interessanter Artikel zu dieser bei der prorussischen Fraktion stark vertretenen Theorie
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 34615.html

Wer die Anne-Will-Diskussion am Mittwoch nicht gesehen kann sie sich hier nochmal angucken. Ich finde sie recht interessant, da wirklich Vertreter verschiedener Sichtweisen eingeladen waren:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/an ... d=20018754

Die russische Jounalistin Anna Rose bestägt leider das Bild des schwachen und nicht investigativen russischen Journalisten. Was und wie sie vorträgt spricht leider kaum für eine eigene kritische Meinung sondern sehr für einstudiertes Nachplapper einer Regierungslinie. Am Anfang wiederholt sie dann auch ohne auch nur einen Ansatz an Zweifeln die lächerliche Schutzbehauptung von Putin, die abzeichenlosen Soldaten auf der Krim seien keine russischen Elitekämpfer sondern örtliche Kräfte, da man die Uniformen doch an jeder Ecke kaufen könne :lol:
Wenig später in der Diskussion räumt sie dann allerdings genau das Gegenteil (aus Versehen) ein. Pleitgen hat da sehr gut erwidert, dass wir nicht vollkommen verblödet sind, solche hanebüchenen Geschichten zu glauben und dass so ein Versteckspiel nicht gerade Vertrauensbildend ist.

Die mit Abstand beste Figur hat meiner Meinung nach John Kornblum gemacht, der als einziger über ein absolut fundiertes Wissen zu der historischen Entwicklung der europäischen Strukturen verfügte. Immerhin hat er auch seit den 60iger Jahren persönlich an allen wichtigen Verträgen mitverhandelt. Seine sehr diplomatisch formulierte aber klare Einschätzung der Situation ist sehr sehenswert. Sein Schlagwort: Wo es stinkt ist was faul, auch wenn man noch nicht genau weiß, was es ist.

Im Ergebnis vertritt er die Auffassung, dass der Westen die russische Mentalität seit dem Fall des eisernen Vorhangs zu wenig verstanden hat. Der nationale Stolz kommt dort wohl leider vor der Einsicht, dass sich Russland international und wirtschaftlich immer mehr ins Abseits manövriert weil der Irrglaube noch immer vorherrscht, Europa und Amerika wollten Russland schaden zufügen.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 12:29
von fugen
Es können ehemalige Soldaten sein etc wie Blackwater z.B

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 12:55
von Dietrich
fugen hat geschrieben:Es können ehemalige Soldaten sein etc wie Blackwater z.B
Oder die studentischen Weihnachtsmänner der Universität Bielefeld, die sich außerhalb der Adventszeit noch was dazuverdienen wollen.
In beiden Fällen stellt sich allerdings die Frage, wie die so schnell da waren.... aber vielleicht machten sie gerade einen Betriebsausflug auf der Krim und haben sich da gleich mal 'nen Freienjob besorgt.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 13:08
von Gunnar
Es ist übrigens eine Argumentationstechnik Putins von langer Tradition, ganz naheliegende und offensichtliche Aspekte einfach als angeblich nicht ausreichend erwiesen in Frage zu stellen, während die absurdesten eigenen Theorien einfach als angeblich allgemein bekannte Wahrheit verkauft werden.

Genau hierin liegt auch das Ungleichgewicht, wenn Demokratien auf Autokratien stoßen, denn dann fordert der Autokrat den Demokraten auf, sich gefälligst an seiner Meßlatte der Erkenntnisgewinnung (z.B. in dubio pro reo) zu messen, während er sich für sich selbst ganz selbstverständlich herausnimmt, seine eigene Mini-Latte anlegen zu dürfen.

Durch dieses strukturelle Ungleichgewicht und der damit auch viel geringeren Kritikfähigkeit, Informiertheit und Skepsis der eigenen Bevölerung ist es für Putin um ein vielfaches einfacher, seine Ziele durchzusetzen. Nur regierungstreue Journalisten, so weit das Auge reicht? Na und? In den Hauptnachrichten nicht eine einzige Beleuchtung von Gegenmeinungen? Na und? Hahnebüchene Sachverhaltstheorien und Gesetzesinterpretationen? Na und? Zu Hause wagt doch eh kein Mensch, auch nur die Möglichkeit einer Kremlpropaganda offen zu formulieren.

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Verfasst: 07 Mär 2014, 13:21
von Norbert
Ich gebe Dir Recht, Gunnar.
Gunnar hat geschrieben:Na und? Zu Hause wagt doch eh kein Mensch, auch nur die Möglichkeit einer Kremlpropaganda offen zu formulieren.
Ich würde die Russen aber nicht ganz so unterschätzen. Ich denke die gestrigen Entwicklungen haben viele Menschen verstört, auch in Russland. Und selbst die Presse ist sicher noch weniger umfassend als in Europa, aber dann doch nicht ganz doof. http://news.ngs.ru/more/1708428/ - letzter Satz, zum Beispiel. Oder die Top-Kommentare darunter - nicht ein einziger positiver. Und dort sind bestimmt keine bezahlten BND-Poster am Werk.