Seite 8 von 12

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:03
von Zeppelin
lixil hat geschrieben:Hey Zeppelin, der Satz oben ist schon genial. Einerseitz ist dir klar, dass meine weiter oben gemachte Aussage richtig ist aber dennonch möchtest du in irgendeiner Form zu Ausdruck bringen dass du mit mir nicht einverstanden bist und schreibst daher das du meine Einstellung nicht teilst. Schön, aber welche Einstellung meinst du den? Ich habe doch nur die Rechtslage erklärt :lol:
Dein Gelächter kannst Du Dir sparen und die Rechtslage ist mir (und vielen anderen auch) hinlänglich bekannt.
Formal-inhaltlich mag es ja richtig sein, was Du geäußert hast. Aber als ehemaliger Angehöriger des ö.D.'s einerseits und u.a. binationaler Ehegatte - zudem auch noch einige Zeit arbeitslos gewesen -, kenne ich halt beide seiten des Schreibtischs.
Recht haben und Recht bekommen ist eben nicht immer ein und das Selbe.
Ich setze da eher auf Diplomatie und Kooperation als auf Aggressivität und Konfrontation.
M.a.W.: Womöglich würde man sich in einem langwierigen Rechtsstreit gegen eine ABH durchsetzen können. Aber bis dahin kann die einen schon ganz schön ärgern.
Wer braucht das schon - zumal wenn man frisch vermählt ist?

Ich kann jedenfalls nur sagen, dass die extrem gestressten Leute bei unserer ABH quasi aufgeatmet haben, wenn meine Frau und ich dort antreten mussten bzw. wollten, weil wir eben kooperativ und freundlich aufgetreten sind.

Erst wenn ich damit nicht zum Ziel käme, würde ich die Muskeln spielen lassen. Aber das war bislang so gut wie niemals nötig.

Dich aber habe ich so verstanden, dass Du von vorn herein den umgekehrten Weg vorschlägst. Das eben heiße ich nicht gut. (Erfahrungssache - bin kein Jungspund mehr. :-P )

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:06
von bella_b33
Nikolaus hat geschrieben: So wird eine kluge Auslaenderbehoerde niemals argumentieren
Ich arbeite auch bei keiner Solchen und befasse mich in keinster Weise mit deren Gesetzen, ich hab nur meine Interpretation dazu zum Besten gegeben ;)........Du meinst also, für eine dumme Ausländerbehörde reicht mein Wissen allemal aus? Dann eröffne ich bald eine :D

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:14
von Sibirier
Nikolaus hat geschrieben:Mein Gott, man koennte man doch bemerken, dass die Verwaltungsvorschrift eben gerade die Ausnahmen von den Regelfaellen genauer definiert, damit eine moeglichst einheitliche Interpretation der gesetzlichen Bestimmungen durch die Auslaenderbehoerden erfolgt.
Wenn man freilich nie bis zum Ende liest, ...
Ich frage mich, warum braucht man eh noch die ABH -so wie Ihr schreibt- für Verheiratete ja nicht mehr. Steht doch alles im Gesetz. Da dürfte es der Botschaft/Konsulat ausreichen, Reisepass, Sprachtest und Eheurkunde....und schon Aufenthaltserlaubnis....

Ich denke, das ist noch für viele ein Traum......

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:18
von Zeppelin
Sibirier hat geschrieben:Oder als dt. Ehegatte, eigene Jobaussichten.... Sowie ich das auch verstanden habe, wird auch das ALG noch als Einkommen gezählt, die Frage ist nur, ist die Höhe des ALG so hoch, so dass 2 Personen über dem Existenzminimum liegen...
Richtig! Das hatte ich implizit mit gemeint.
Insgesamt geht es also um die Kombi von Art. 6 GG mit § 28 (1) AufenthG, diversen Ausführungsbestimmungen dazu sowie den SGB II, XII und anderen relevanten Rechtsvorschriften.

Aber das ist doch alles völlig "Wurscht": Da tanzt ein dt.-russ. Ehepaar mit einer dänischen Heiratsurkunde bei der ABH an und der dt. Ehepartner ist auch noch arbeitslos, aber das Paar "verlangt" sofort die Ausstellung einer AE.
Wie lächerlich ist das denn? (Damit meine ich nat. nicht Dich Sibirier!)

How ever: Wer versucht alle Grenzen auszureizen, kann nicht damit rechnen, besonders entgegenkommend behandelt zu werden.
Wie war das noch mit dem Ruf in den Wald und dem Echo?

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:32
von Nikolaus
Sibirier hat geschrieben:Ich frage mich, warum braucht man eh noch die ABH -so wie Ihr schreibt- für Verheiratete ja nicht mehr. Steht doch alles im Gesetz. Da dürfte es der Botschaft/Konsulat ausreichen, Reisepass, Sprachtest und Eheurkunde....und schon Aufenthaltserlaubnis....
Alle Wetter, was hast Du denn hier wieder getraeumt?
:)

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:36
von lixil
Zeppelin hat geschrieben: Recht haben und Recht bekommen ist eben nicht immer ein und das Selbe.
Hast du schön gesagt. Hättest du noch zugefügt, dass der Fall von dem wir hier reden ganz klar geregelt ist, und jährlich tausendfach vorkommt... Das wäre noch schöner. :D
Ich setze da eher auf Diplomatie und Kooperation als auf Aggressivität und Konfrontation.
Es ging doch um die Frage ob bestehende Arbeitslosigkeit einen Eifluss auf eine FZF-Visum bzw. auf eine AE hat.
Na ja, egal.
M.a.W.: Womöglich würde man sich in einem langwierigen Rechtsstreit gegen eine ABH durchsetzen können. Aber bis dahin kann die einen schon ganz schön ärgern.
Und wenn du einen Fall aufzeigst bei dem eine ABH der FZF mit der Begründung der Arbeitslosigkeit des deutschen Ehepartners nicht zugestimmt hat und anschließen noch vor das Gericht gezogen ist, ja, dann könnte man deine Aussage ernst nehmen.

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:40
von Sibirier
lixil hat geschrieben:Zum Beispiel weil die Ehe vom Grundgesetz geschützt ist?
Einfach mal interessehalber. Ist das Grundgesetz eigentlich dahingehend geändert worden, dass der Schutz der Ehe nicht gilt, wenn ein ausländischer Ehepartner nicht den Sprachtest bestehen kann?

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 13:47
von lixil
Zeppelin hat geschrieben: How ever: Wer versucht alle Grenzen auszureizen, kann nicht damit rechnen, besonders entgegenkommend behandelt zu werden.
Man könnte auch sagen. Wer sich auf sein Recht beruft....
Ist zwar schade, aber manchmal wirklich so.

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 14:57
von Dietrich
Zeppelin hat geschrieben:How ever: Wer versucht alle Grenzen auszureizen, kann nicht damit rechnen, besonders entgegenkommend behandelt zu werden.
Wie war das noch mit dem Ruf in den Wald und dem Echo?
Und genau DA liegt doch das Problem.
Wenn ich Mitarbeiter einer Ausländerbehörde wäre und da kämen welche rein "Guck mal! Wir haben in DK geheiratet, weil uns eure ganzen Vorschriften zu doof sind! Jetzt mal her mit dem Aufenthaltswisch!"....

Meinst du echt der Fall wandert dann oben auf den Stapel?

Kennst du FILO?
Frech In - Last Out

Re: Heiraten, in Deutschland leben?!

Verfasst: 12 Apr 2010, 15:02
von Zeppelin
lixil hat geschrieben:Man könnte auch sagen. Wer sich auf sein Recht beruft....
Ist zwar schade, aber manchmal wirklich so.
Wieso? Wo ist das Problem? Die Frage ist doch nur, in welcher Form man sich auf "sein Recht" beruft.
BITTE und DANKE sind doch keine Fremdwörter.