Hallo Bella,
Du hast vollkommen Recht, mit dem was Du sagst. Manchmal frage ich mich, wie naiv die Leute wohl sein müssen, wenn sie diese Aspekte einfach ausschalten. Es gibt einen ganz einfachen Ansatz mit denen man sich die Problematik vergegenwärtigen kann.
Die Naivität dieser Leute, ist als würde ich eine Frau aus dem gleichen Dorf heiraten und von ihr erwarten, dass Diese ab diesem Zeipunkt keinen Kontakt zu ihrer Familie haben soll, bzw. es wäre ziemlich bescheuert zu glauben, dass es ohne einen Kontakt zu ihrer Familie auf Dauer laufen kann. Höchstens nur dann, wenn sie mit ihrer Familie total zerstritten ist, oder eine Waise ist, wäre dieser Umstand vorstellbar. Warum sollte eine Beziehung über Länder hinweg hier anders sein ? Ist es ganz und gar nicht.
Das Problem ist viel mehr noch größer, durch die große räumliche Distanz und noch der Umstand das osteuropäische Frauen vielleicht sogar noch mehr auf Familie fixiert sind bzw. die Wichtigkeit noch viel größer ist ...
Am Ende würde sie sich nicht nur schlecht fühlen, sondern auch ich, weil ich mit ihr fühle. So ist das eben wenn man sich gern hat, das Glück des Partners ist mindestens genauso wichtig, wie das Eigene. Eine gute Lebenspartnerschaft zeichnet sich vor allem durch eine gute Kameradschaft aus. Natürlich gehört dazu auch die Liebe zwischen den betreffenden. Die Liebe wiederum ist eine Angelegenheit, die Zeit brauch um zu wachsen und sollte nicht mit Leidenschaft verwechselt werden. Ein Fehler den die Leute sehr oft machen, weil sie nicht wirklich verstanden haben oder auch glauben verstanden zu haben, was Liebe ist.
Ich habe selbst ein paar Bekannte, die aus dem fernen Osteuropa nach Deutschland ausgewandert sind. In diesem Fall war es anfang der 90er Jahre aus der Ukraine zum Beispiel. Daher kenne ich diese Problematik auch in der Hinsicht, aber zumindest hier beide Lebenspartner ausgewandert und kommen aus dem selben Land, daher ist es schon etwas anderes, da Sie hier zum Teil ihre Familie bei sich haben und die Problematik teilen ...
Das man in einem solchen Fall auch auf die Kultur und Begebenheiten des Partners eingehen sollte, sollte auch selbstverständlich sein (die Sprache zu lernen, Bereitschaft zum Umzug, sofern der Beruf es überhaupt zulässt ...)
Ich stelle mir das Ganze unheimlich schwer vor, nicht nur für einen Selbst als Partner, sondern auch für die Partnerin, die ihr ganze Leben und Zukunft hinter sich lässt ...
P.s.: Schade, der empfohlene Auftritt von Walther hat die Gema für deutsche Zuschauer gesperrt, och menno ... :x :x
Gruß
KarlMarx