tecis hat geschrieben:In welcher Branche bist du taetig? Unternehmer, Selbst., Angesteller?.
Ist bei NSA und ФСБ hinreichend bekannt.
Zu Europa: Den Lebensstandard einer Region mit aus Schulden finanziertem Sozialsystem zu verschiedenen Regionen ohne Sozialsystem (und entsprechend uneinbringlichen Schulden) zu vergleichen, finde ich etwas schwierig.
Schwierig ist es, die makroökonomischen Zusammenhänge mit ein paar Sätzen zu erklären. Aber auch mit gepumptem Geld kann man stramm verdienen, wenn man es klug einsetzt. In D hat das unter dem Strich seit 1945 sehr gut geklappt und sogar große Krisen überlebt. Die Griechen z.B. haben das geliehene Geld eher verplempert und stehen nun schlimm da.
Zu Russland: Ja, die Betriebsleiter werden dann sicher Chinesen, Taiwanesen oder Koreaner sein und die sind nicht halb so nett wie die deutschen (dazu passend meine Einlassung zum Thema Mittelstand).
Ich kann mich über die Schlitzaugen nicht beschweren. An Freundlichkeit/Höflichkeit überbieten sie und oft. Man muss allerdings die etwas andere Denkweise verstehen, sonst knirscht es bald im Getriebe.
Zu notleidend: Das kommt sicher immer auf die Branche an. Tatsache ist, dass viele Branchen und entsprechende Arbeitsplaetze in Europa einfach nicht mehr bestehen werden, zudem ist die Steuerbelastung des Mittelstands jenseits von gut und boese.
Die Steuerbelastung finde ich nicht mal so dramatisch. Immerhin fördert die staatlich finanzierte Infrastruktur auch die Produktionsmöglichkeiten. Schlimm ist allenfalls, dass die Großverdiener trickreich das Geld am Fiskus vorbei schleusen können. das landet dann in Ländern/Steuerparadiesen, in denen sie niemals so effektiv produzieren könnten
In RU ins Geschaeft zu kommen scheint auch nicht so leicht zu sein, einfach weil es dort diese Konsenskultur im Geschaeftsleben wie bei uns (leben und leben lassen) offenbar nicht gibt.
Das kann ich nicht kompetent beurteilen. Aber trotz günstiger Steuersätze wollte ich dort nicht investieren und produzieren. Schon das raffinierte System wettbewerbswidriger Absprachen zum gegenseitigen Nutzen passt nicht in meinen Kopf.

Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.