pippie hat geschrieben: Das eigentlich Traurige an der Angelegenheit ist, dass Deutschland aufgrund verfehlter Arbeitsmarktpolitik auf so viele hoch motivierte, flexible, gut ausgebildete Menschen freiwillig verzichtet bzw. diese aus dem Land treibt.
Du ueberschaetzt ganz gewaltig die Moeglichkeiten der Regierung.
In Ostdeutschland gibt es keine einzige Firmenzentrale einer wirklich grossen internationalen company und im Westen werden die Mitarbeiterzahlen in allen Grossunternehmen bereits seit Jahren runtergefahren.
Das hat aber wenig mit Arbeitsmarktpolitik zu tun, aber viel damit, dass sich die Umsatzanteile der einzelen Regionen in 20 Jahren massiv verschoben haben. Waehrend noch in den 80er eine dt. "Multi-national company" 90 % des Umsatzes in Europa erwirtschaftete sind es heute noch 50-60%.
Das heisst man braucht inzwischen einfach weniger neue Mitarbeiter in Dtl, denn man hat eigentlich noch zu viele alte MA aus den 80er und 90er. Was sollen denn da arbeitsmarktpolitische Massnahmen ausrichten?
Neue interessante und gute Jobs gibt es dafuer eben in Moskau, Singapur, Shanghai, Santiago usw. Das ist aber nicht traurig, denn auf die Art und Weise sieht man ein wenig was von der Welt, anstatt in irgendeinem Kuhkaff in Dtl. abzuhaengen.
(ist euch eigentlich auch schonmal aufgefallen, dass Firmenzentralen in Dtl. immer im letzten Dorf stehen, waehrend sie im Ausland in der Regel in den Metropolen aufgebaut werden?)