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Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 08 Jan 2013, 23:50
von zimdriver
Gerard kriegt doch eins geschenkt. Du hast also bald eine Baustelle in der Nähe, nur
- viel grösser (als Deine Villa)
- viel schöner (also echter russischer Geschmack, nichts halb deutsches)
- viel billiger (für den Bewohner)

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 09 Jan 2013, 00:10
von bella_b33
Keine Sorge, in der Stadt gibts noch ein paar elitnij Wohngebiete, mit Häusern, die man sich nicht mal so nebenher leisten kann......da wird er dann sicher zu finden sein. Ich frag mal beim Ufms nach, wo er wohnt :-)

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 09 Jan 2013, 07:44
von Sibirier
Ha, bella, jetzt kannste Deinen Blick auf's Meer vergessen....Bild

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 09 Jan 2013, 13:21
von Dietrich
Immerhin lässt sich das Haus dann ja recht einfach identifizieren, da es doch sicherlich mit Hinkelsteinen "eingezäunt" ist.

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 11 Jan 2013, 13:59
von Axel Henrich
Apropos Steuern sparen ...
Durch die aktuell veroeffentlichten Firmenberichte kommt die ganz Diskussion wieder mal in Bewegung.
Gerade das Steuersparen nach dem s.g. "Double Irish with a Dutch Sandwich" - System haben Apple, Google, Amazon, Starbucks und Co. perfektioniert:
Das genaue Verfahren ist komplex, läuft aber vereinfacht etwa so: Ein US-Konzern wie Google gründet in Irland zwei Tochterfirmen - das ist der doppelte Ire. In Irland liegt der Unternehmenssteuersatz bei 12,5 Prozent, in den USA bei 35 Prozent. Die Ersparnis reicht Google aber noch nicht. Deshalb hat eine der Tochterfirmen ihren Sitz in einem Steuerparadies wie den Bermudas oder den Cayman Islands. Nach irischem Recht ist das möglich. Das andere Unternehmen betreibt die Europageschäfte, zahlt aber für Patente an das erste. Wohlgemerkt, beide gehören zu Google. Auf dem Papier verschwinden so aber die Gewinne, weil Einnahmen und Ausgaben sich angleichen.
Das Holländer-Sandwich

Fehlt noch der Holländer: Um weitere Steuern zu vermeiden, wird das Geld von Firma eins über die Niederlande zu Firma zwei geschickt. Denn Geldtransfers innerhalb der EU sind steuerfrei. Fertig ist der Holländer-Sandwich, eingepackt in den doppelten Iren.

Das klingt kompliziert, lohnt sich aber so sehr, dass inzwischen viele große Firmen einem solchen oder ähnlichen Prinzip folgen. Auch Microsoft, IBM, Oracle, oder die Kaffeekette Starbucks minimieren so ihre Steuern.
So zahlt Apple z.B.knapp zwei Prozent Steuern auf Auslandsgewinne (in der Heimat liegt der Unternehmenssteuersatz bei 35%)
Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr sein Steuersparsystem weiter perfektioniert: Auf den außerhalb der USA verbuchten Gewinn von 36,8 Milliarden Dollar wurden nur 1,9 Prozent Steuern fällig. [...] Schon in den beiden Geschäftsjahren davor lag der Auslandssteuersatz von Apple auf dieser Basis bei 2,5 und 1,2 Prozent [...]
Die Steueroptimierung ist zwar "Unmoralisch, aber nicht ungesetzlich" Google sagt:
"sie haben eine treuhänderische Verantwortung gegenüber ihren Aktionären, Steuern zu sparen. Und die Steuergesetze stammen ja nicht von Google. Jedes Land setzt da seine kleinen Anreize, damit sich eine Firma dort ansiedelt. Und dann kritisieren die Politiker Google dafür, dass die Firma das Gesetz befolgt, das die Politiker geschrieben haben."
Moral und Geld koennen irgendwie nicht zusammen ... ;) und da wuerde ich heuer Niemanden mehr ausnehmen, zumal das Steuersparen bei den grossen Firmen sogar staatl. geduldet wird (--> Lobbyismus), warum sollte sich also "der Kleine Mann" moralischer geben!

-ah-

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 12 Jan 2013, 05:56
von Axel Henrich
Depardieus kurze russische Steuererklärung
Um in Russland Einkommenssteuer in Höhe von 13 Prozent abführen zu müssen, reicht ein russischer Pass allein nicht aus. Man muss außerdem mindestens 183 Tage im Jahr in der Russischen Förderation leben. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, sind die Einkünfte aus russischen Einkommensquellen zu einem Steuersatz von 30 Prozent zu versteuern. Außerhalb Russlands erzielte Einkommen, wie Depardieus, unterliegen überhaupt keiner Besteuerung.

Depardieu hat bislang keinerlei Absichten gezeigt, in Russland leben zu wollen. Im Gegenteil: Er unternimmt konsequente Schritte, seinen steuerlichen Wohnsitz nach Belgien zu verlegen und gleichzeitig alle Voraussetzungen zu beseitigen, aus denen ein Steuerwohnsitz in Frankreich abzuleiten wäre.
Somit kann der französische Staat mit Jahresbeginn 2013 ausschließlich jene Einkünfte Depardieus besteuern, die in Frankreich selbst erzielt wurden. Einkünfte aus Geschäften in Übersee, aus wirtschaftlicher Tätigkeit in anderen Ländern sowie Tantiemen und Einnahmen aus Lizenzen werden künftig der sozialistischen Regierung Hollande entgehen. Sie werden in Belgien oder in den Ländern, in denen Depardieu sie erwirtschaftet hat, besteuert
Ähnliche, wenngleich weniger auffällige, Prozesse sind in Kalifornien zu beobachten. Wohlhabende Bürger siedeln sich nach der letzten Erhöhung der Einkommensteuer allmählich in anderen Staaten an, zum Beispiel in Nevada und in Florida.
-ah-

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 12 Jan 2013, 13:17
von bella_b33
Ja, wer würdes es denn nicht so machen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte? Ich hab auch keine Lust mehr Geld als nötig dem Staat in den Rachen zu werfen.....

Gruß
Silvio

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 12 Jan 2013, 14:04
von GIN
Was ich in Frankreich seit Hollande besorglich finde ist der Zeitpunkt der Auszahlung von Steuern. So werden für Immobilien die Grundsteuern schon für 2014 und in manchen Gemeinden schon von 2015 im Jahr 2013 fällig. Bei Grenzgängern verlangt man jetzt die Steuern für Quartal 1, 2 und 3 für 2013, Für Firmen gibts jetzt auch für 2013 die Rechnung... da will jemand Geld eintreiben auf den Kosten von Leistungsträgern

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 12 Jan 2013, 14:36
von domizil
... in Russland sind die Steuern auf Immobilien für das Jahr 2012 im September 2013 zu zahlen. Zusammen mit den 13 Prozent Einkommenssteuer (oder 6 Prozent), gemeinsam mit der Nichtbesteuerung von Zinseinnahmen können wir, glaube ich, in Russland von einem Steuerparadies sprechen. Einkommenssteuern für das vierte Quartal 2012 zahle ich bis 31. März 2013 und Steuern für z.B. das erste Quartal 2013 zahle ich bis 25.04.2013.
Wer Lust und Zeit hat kann vielleicht mal einen Blick auf meinen neuen BLOG-Beitrag werfen:

"Deklinieren auf Französisch"

http://www.blog.aktuell.ru/2013/01/12/d ... anzosisch/

Uwe Niemeier

Re: Mal wieder so eine Putin-PR-Aktion...

Verfasst: 12 Jan 2013, 16:54
von GIN
@Domizil ich depardiere / я депардирую
• du depardierst / ты депардируеш
• er, sie, es depardiert / он, она, оно депардирует
• Wir depardieren / мы депардируем
• Ihr depardiert / вы депардируете
• sie depardieren / они депардируют.


:lol:


Frage: Wieso haben wir hier in der Schweiz so viele die Ihr Geld aus den Staaten der Ehemaligen UdSSR herbringen?
Ist das nach deiner Meinung nur Schwarzgeld? oder ist das Investitionsklima einfach so super hier in der Schweiz?. Mit dem FNS habe ich so meine schlechten Erfahrungen gemacht, Anrufe aufs Telefon und Einfordern von Schmiergeldzahlungen usw..