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Dietrich hat geschrieben:
Das ein ordentlich regiertes, demokratisches Land für seine Nachbarn angenehmer und auch weniger gefährlich ist, wird ja wohl niemand abstreiten, oder ist das auch ein Zeichen von Naivität? Deutschland zumindest hat in seiner Vergangenheit immer dann Krieg mit seinen Nachbarn begonnen, wenn es im Inneren gerade nicht gesittet und demokratisch ablief. Und auch die Länder, die heutzutage ihren Nachbarn andauernd mit Krieg und Vernichtung drohen sind nicht gerade Horte der Demokratie.
Deutschland ist wie lange demokratisch? Seit 1949? ... sagt also wenig aus ...
klar, wenn man heute über Krieg abstimmt, wird es wohl kaum Mehrheiten geben, vielleicht man hat eine Berufsarmee oder wird angegriffen.
Aber ja, es ist für mich ein Zeichen der Moderne, Aufklärung, von mir aus auch Demokratie, dass Kriege aussterben ...
Dietrich hat geschrieben:
Jaja, ich weiß schon wieder, worauf es hinausläuft - "aber die USA greifen doch die meisten Länder an, und die sind doch angeblich demokratisch"... Eine Diskussion darüber halte ich allerdings für aussichtslos, wenn beim Gegenüber alleine beim Wort "USA" bereits das Adrenalin in den Kopf schießt.
Eine Diskussion ist deshalb aussichtslos, weil Du schon im vorhinein jede Antithese als blinden Antiamerikanismus geisselt.
Für aufgeklärte Beobachter sollte es unkritisch sein, dass die USA Dutzende militärische Aggressionen verübt haben - auch völkerrechtswidrige Kriege - geführt, bzw. angezettelt.
Wie man das leugnen kann, erschließt sich mir nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... en_Staaten
Und da sind die Ermordung und der Umsturz demokratisch gewählter Regierungen und Zehntausender Zivilisten in Chile oder Nicaragua durch die CIA noch nicht einmal dabei.
Das hat einfach etwas mit Machtansprüchen und aggressiver Vertretung eigener Interessen zu tun und das geht sehr wohl in einem demokratischen Staat.
Dietrich hat geschrieben:
Diese Argumentation, dass "Putinhasser" (wie Leute mit meiner Einstellung so gerne genannt werden) Russland nur Schlechtes wollen und sich ein schwaches, zerstrittenes Russland wünschen, ist kompletter Quatsch. Ich wünsche mir ein demokratisch regiertes Russland, welches seinen Bürgern gegenüber einen Rechtsstaat mit den notwendigsten sozialen Errungenschaften zur Verfügung stellt. ...
Als Putinhasser könnte ich mich selbst bezeichnen ... kein Problem damit. Das, was Du als Quatsch abtust, ist offensichtliche Wahrheit.
Belege und Beweise gibt es Tausende.
RUS wird immer mit zweierlei Maß gemessen im Vergleich zu anderen Staaten, schon die Journalisten-Sprache ist verräterisch.
Desinformationen, Propaganda und Einseitigkeit bestimmt die journalistische und politische Berichterstattung.
Es ist unfassbar, wie der Spiegel diese Woche über RUS geschrieben hat - eher im Hetz-Stil des Völkischer Beobachters denn einer unabhängigen Presse würdig.
"Zar Putin" "übt brutalen Druck aus" "lockt mit Krediten" - die EU bietet Hilfe an und gewährt Kredite usw...
Und schaue mal auf den Beifall, den RUS in den 90ern im Westen gefunden hat.
RUS war genauso wenig oder viel demokratisch und rechtsstaatlich wie heute.
Und Jelzin mindestens genauso korrupt und gewalttätig wie Putin.
Aber RUS war schwach, westhörig und instabil, als potentieller Gegenspieler weg ..
das hat dem Westen und der USA gefallen.
In diesem Forum Beteiligten glaube ich jedes Interesse am Wohle RUS,
andere, die sich 0,0 interessieren, nichts von RUS und seinen Besonderheiten verstehen, und auch nicht verstehen wollen,
denen glaube ich gar nichts. Und sie führen den Kalten Krieg nur weiter.