Sicherlich muß in Russland etliches geändert werden (auch eine Verbesserung der Infrastruktur wäre wünschenswert), aber das ist eine Aufgabe Russlands und nicht der EU geschweige denn der USA. Diese sollten sich erst einmal um ihre eigenen Probleme kümmern. Aber ich glaube auch, dass sich Russland wohl die Finanzmärkte vornehmen könnte, die "Heilige Kuh" der USA sowie der EU und unsere eigentliche Regierung. Eine Abstufung durch die US-Ratingagenturen ist schlimmer als Unruhen in der eigenen Bevölkerung (siehe Griechenland). Wenn es um Besorgnisse der Finanzmärkte geht, dann kommen unsere Regierungen wirklich ins Laufen. Und diese Märkte sind alles andere als stabil...
Und man kann nur hoffen, dass sich nun an der in Russland verbreiteten Einstellung "Im Westen kaufen ist besser als selbst herstellen!" einiges ändert. Da muß ich immer an das "eingeschlafene" Schnellzugprojekt denken...Möglicherweise wird Russland in einigen Jahren wirklich besser aufgestellt sein als heute, auch wenn es jetzt eine Durststrecke gibt, denn erst einmal besteht wirklich Nachholebedarf. Die Skolkowo-Initiative (
http://skolkovo.ucoz.com/) war wohl einmal ein Anfang, aber was daraus geworden ist, weiß ich zur Zeit auch nicht genau.
Aber ob die EU da so einfach herauskommt, wenn sie ihren wichtigsten Handelspartner im Osten verliert und das auf Dauer...