Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

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daveg

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von daveg »

Sachse007 hat geschrieben:Da bin ich mal gespannt, was jetzt nach der neuen Sanktionsrunde passiert....
Was soll schon passieren, die russ. Wirtschaft ist mit oder ohne Sanktionen in der Rezession.

Auch kein Wunder, denn ich komme gerade aus Tatarstan zurück, wo ein großer russischer Kunde von uns seine Investitionen in einer Sonderwirtschaftszone gestoppt hat, weil die "nützlichen Nebenabgaben" einfach zu viel wurden.

Russland korruptioniert sich zu tode, auch völlig ohne Sanktionen.
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Alex KA
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von Alex KA »

Dollar wird fallen, dieses mal richtig..
Sachse007
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von Sachse007 »

Sicherlich muß in Russland etliches geändert werden (auch eine Verbesserung der Infrastruktur wäre wünschenswert), aber das ist eine Aufgabe Russlands und nicht der EU geschweige denn der USA. Diese sollten sich erst einmal um ihre eigenen Probleme kümmern. Aber ich glaube auch, dass sich Russland wohl die Finanzmärkte vornehmen könnte, die "Heilige Kuh" der USA sowie der EU und unsere eigentliche Regierung. Eine Abstufung durch die US-Ratingagenturen ist schlimmer als Unruhen in der eigenen Bevölkerung (siehe Griechenland). Wenn es um Besorgnisse der Finanzmärkte geht, dann kommen unsere Regierungen wirklich ins Laufen. Und diese Märkte sind alles andere als stabil...
Und man kann nur hoffen, dass sich nun an der in Russland verbreiteten Einstellung "Im Westen kaufen ist besser als selbst herstellen!" einiges ändert. Da muß ich immer an das "eingeschlafene" Schnellzugprojekt denken...Möglicherweise wird Russland in einigen Jahren wirklich besser aufgestellt sein als heute, auch wenn es jetzt eine Durststrecke gibt, denn erst einmal besteht wirklich Nachholebedarf. Die Skolkowo-Initiative (http://skolkovo.ucoz.com/) war wohl einmal ein Anfang, aber was daraus geworden ist, weiß ich zur Zeit auch nicht genau.
Aber ob die EU da so einfach herauskommt, wenn sie ihren wichtigsten Handelspartner im Osten verliert und das auf Dauer...
Sachse007
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von Sachse007 »

daveg

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von daveg »

Sachse007 hat geschrieben:Sicherlich muß in Russland etliches geändert werden (auch eine Verbesserung der Infrastruktur wäre wünschenswert), aber das ist eine Aufgabe Russlands und nicht der EU geschweige denn der USA. Diese sollten sich erst einmal um ihre eigenen Probleme kümmern. Aber ich glaube auch, dass sich Russland wohl die Finanzmärkte vornehmen könnte, die "Heilige Kuh" der USA sowie der EU und unsere eigentliche Regierung. Eine Abstufung durch die US-Ratingagenturen ist schlimmer als Unruhen in der eigenen Bevölkerung (siehe Griechenland). Wenn es um Besorgnisse der Finanzmärkte geht, dann kommen unsere Regierungen wirklich ins Laufen. Und diese Märkte sind alles andere als stabil...
Und man kann nur hoffen, dass sich nun an der in Russland verbreiteten Einstellung "Im Westen kaufen ist besser als selbst herstellen!" einiges ändert. Da muß ich immer an das "eingeschlafene" Schnellzugprojekt denken...Möglicherweise wird Russland in einigen Jahren wirklich besser aufgestellt sein als heute, auch wenn es jetzt eine Durststrecke gibt, denn erst einmal besteht wirklich Nachholebedarf. Die Skolkowo-Initiative (http://skolkovo.ucoz.com/) war wohl einmal ein Anfang, aber was daraus geworden ist, weiß ich zur Zeit auch nicht genau.
Aber ob die EU da so einfach herauskommt, wenn sie ihren wichtigsten Handelspartner im Osten verliert und das auf Dauer...
Skolkovo ist ein Milliardengrab (und eigentlich längst vergessen) und Züge kann Russland selbst keine (mehr) herstellen. Alle aktuellen Zugprojekte (oder im weitesten Sinne Straßenbahn und Metro) werden nur mit ausländischer Hilfe (Bombardier, Siemens, Pesa, Alstom, Skoda) realisiert. Selbst Putins persönlicher Zug kommt von Pesa!
daveg

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von daveg »

Sachse007 hat geschrieben:... finde ich lesenswert..
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... hrem-volk/
Ein Blick ins Impressum genügt, um festzustellen "Nicht lesenswert"!
Berlino10
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von Berlino10 »

Sachse007 hat geschrieben: Und man kann nur hoffen, dass sich nun an der in Russland verbreiteten Einstellung "Im Westen kaufen ist besser als selbst herstellen!" einiges ändert.
Auch ich sehe das nicht nur als Frages des Willens, sondern auch des Könnens.
Die wenigen konkurrenzfähigen Ressourcen RUS sind anderswo konzentriert, und mit dem derzeitigen Zentralismus fehlt RUS die Fähigkeiten,
schon konkurrenzfähig Autos zu bauen .... selbst Lebensmittel ... da muss sich noch einiges ändern.
Sachse007
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von Sachse007 »

Stimmt, meine Kollegen von der РАН beklagen sich auch gelegentlich...
kamensky
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von kamensky »

daveg hat geschrieben:
Sachse007 hat geschrieben:Sicherlich muß in Russland etliches geändert werden (auch eine Verbesserung der Infrastruktur wäre wünschenswert), aber das ist eine Aufgabe Russlands und nicht der EU geschweige denn der USA. Diese sollten sich erst einmal um ihre eigenen Probleme kümmern. Aber ich glaube auch, dass sich Russland wohl die Finanzmärkte vornehmen könnte, die "Heilige Kuh" der USA sowie der EU und unsere eigentliche Regierung. Eine Abstufung durch die US-Ratingagenturen ist schlimmer als Unruhen in der eigenen Bevölkerung (siehe Griechenland). Wenn es um Besorgnisse der Finanzmärkte geht, dann kommen unsere Regierungen wirklich ins Laufen. Und diese Märkte sind alles andere als stabil...
Und man kann nur hoffen, dass sich nun an der in Russland verbreiteten Einstellung "Im Westen kaufen ist besser als selbst herstellen!" einiges ändert. Da muß ich immer an das "eingeschlafene" Schnellzugprojekt denken...Möglicherweise wird Russland in einigen Jahren wirklich besser aufgestellt sein als heute, auch wenn es jetzt eine Durststrecke gibt, denn erst einmal besteht wirklich Nachholebedarf. Die Skolkowo-Initiative (http://skolkovo.ucoz.com/) war wohl einmal ein Anfang, aber was daraus geworden ist, weiß ich zur Zeit auch nicht genau.
Aber ob die EU da so einfach herauskommt, wenn sie ihren wichtigsten Handelspartner im Osten verliert und das auf Dauer...
Skolkovo ist ein Milliardengrab (und eigentlich längst vergessen) und Züge kann Russland selbst keine (mehr) herstellen. Alle aktuellen Zugprojekte (oder im weitesten Sinne Straßenbahn und Metro) werden nur mit ausländischer Hilfe (Bombardier, Siemens, Pesa, Alstom, Skoda) realisiert. Selbst Putins persönlicher Zug kommt von Pesa!
He, he du hast Stadler noch vergessen ;)

http://www.stadlerrail.com/medien/2014/ ... hafenzuge/
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Beitrag von Sachse007 »

Ich frage mich wirklich: "Warum machen die nicht mehr selbst?"
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