Was Du hier schreibst, kann ich zu 100% von meinen Gastgebern aus dem Krasnodarski Krai bestätigen!Dietrich hat geschrieben:Deshalb glaube ich auch, dass da mehr Faktoren reinspielen. Einmal wohl auch der Geschmack oder zumindest die Illusion das die selbst gezüchteten viel besser schmecken (was ja im Endeffekt eher an der Sorte liegt).
Andererseits aber wohl auch das Gefühl der Sicherheit und die Gewissheit, dass man selbst dafür sorgt, dass man auf den Markt und die Preise zumindest was die Grundnahrungsmittel betrifft nicht unbedingt angewiesen ist.
Weiterhin ein "haben wir immer so gemacht" und bei manchen auch die Aussicht auf den anschließenden Stolz, wenn man die Ernte einbringen kann.
Aber ich werfe jetzt einmal einen anderen Denkanstoß in die Runde: Wäre es für Russland denn nicht gefährlicher, wenn der Großteil der eigenen Bevölkerung sich nicht selbst versorgen kann und man auch noch auf westliche Importe abhängig ist? Das war doch zu Jelzin´s Zeiten so gewesen.
Und Putin kündigte an, Russland bis 2020 zum weltweit größten Bio-Exporteur machen zu wollen. Das ist doch aufgrund der geogrraphischen Lage in Kombination mit dem Schwarzerdegürtel, ein großer Pluspunkt für Russland und die Menschen dort. Sicherlich ist das ein ehrgeiziges Ziel, dass noch viel staatliche Arbeit verlangt, aber ist der eingeschlagene Weg, denn nicht gut? Dadurch kann sich das Land auch mehr von seinen Öl und Gas unabhängiger machen.



