Also bis 2022 habe ich das haargenau so gesehen. Auch da habe ich gesagt: "Wieso sollte Russland mehr als die Krim und vielleicht noch den Donbass haben wollen?" Wo sind die Zeichen dafür? Das habe ich jedem in Europa, der mich fragte, so gesagt. Es war auch das Argument der meisten Russen: "Warum seid ihr so skeptisch, wenn wir Kiew wöllten, hätten wir es uns längst genommen." Und auch jene, die heute hier Russland verteidigen, haben am 22. Februar 2022 noch Witze gemacht, wie man auf die Idee kämen könnte, Russland wolle einen Konflikt in der Ukraine starten. Ich war bei meinen Schwiegereltern, auch das russische Fernsehen hat das eisern so bis zum 23. Februar erzählt.Ente hat geschrieben: 26 Jan 2025, 15:54 Mal ehrlich....was geht mich der Krieg um die Ukraine an.....Putin hat mich nicht bedroht, aber " das Elenzky " behauptet das immer und das stimmt so einfach nicht.......
So, dann kam der Marsch auf Kiew. All das, was vorher als "wie könnt ihr es uns nur vorwerfen" wurde nun plötzlich Wirklichkeit. Leider.
Und seitdem lese ich Visionen von Putin, in denen er von einer Wiederherstellen der alten Machtstärke fabuliert, sehr wohl als Drohung. Denn in Zeiten der maximalen Macht endete der russische Einfluss nicht am Dnepr, auch nicht in Kiew oder Lvov, sondern eben in Eisenach.
Und so gern ich in Russland bin - nein, ich möchte keine russisch geprägte Politik in Deutschland. Ganz populistisch formuliert: Lieber habe ich eine Regierung, die nichts dagegen unternimmt, dass meine Söhne Homosexualität entdecken, als eine Regierung, die nichts gegen einen Konflikt unternimmt, in dem tausende junge Männer im Alter meiner Söhne umkommen.


