Europa ist krank

Das Politische Forum ist nur für "Debattanten" und Gäste sichtbar. Wer mitdiskutieren möchte, der muss sich der Gruppe der Debattanten anschließen. Eine Mitgliedschaft kann per PN an die Administratoren beantragt werden.
Benutzeravatar
CSB_Wolf
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 2626
Registriert: 26 Mär 2005, 00:06
Wohnort: Sued Deutschland - nicht Bayern und nicht mehr in Moskau bei meiner Frau. Das hat sich erledigt.
Kontaktdaten:

Beitrag von CSB_Wolf »

Hallo, guten Tag
Und in puncto Islam haben wir es da mit einer äußerst aggresiv und unterdrückenden GELEBTEN Religion zu tun.
Genau dass ist es was viele nicht begreifen oder begreifen wollen oder sie verschliessen sich vor der Realitaet. Die Kulturen des Abendlandes und des Morgenlandes haben sich noch nie so richtig vertragen und werden sich auch in Zukunft nicht richtig vertragen weil der Unterschied der Kulturen schlichtweg zu gross ist. In Deutschland und ich sprechen jetzt mal nur von Deutschland ist die Toleranz gegenueber Islamischen Ausslaender sehr gross, viel zu gross wie ich persoenlich finde. Ich habe nichts gegen Ausslaender oder ausslaendische Kulturen aber ich will mir den Islam nicht aufdraengen lassen so wie es in vielen Staedten praktiziert wird. Es muss nicht in jedem kleinen Caff eine Mosche stehen und ich kann sehr gut darauf verzichten dass mich am Morgen der Mohezin aus dem Schlaf zum Gebet ruft. Ich brauch auch nicht alle 100 Meter eine Doener oder Kebab Bude, oder einen Tuerkischen Supermarkt :roll:

Gruss
Wolf
Benutzeravatar
Sibirier
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 5784
Registriert: 24 Mär 2004, 17:25
Wohnort: Ermolino Kalushskaya Oblast

Beitrag von Sibirier »

Na, dass ist doch das, was ich meine.... :roll:
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Glider
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 535
Registriert: 14 Jan 2005, 11:26
Wohnort: Freiburg

Beitrag von Glider »

Liebe Leute,
wir sollten die Toleranzfähigkeit einfach mal auf folgende Weise vergleichen:
Wir bauen in Mekka (es darf ruhig der Stadtrand sein) eine römisch-katholische oder russisch-orthodoxe Kirche, damit diese Christen dort ihrem Seelenheil nachgehen können. Was meint Ihr wohl, wie dieses Unterfangen in diesemKulturkreis aufgenommen werden wird?

Na? - Richtig: Abschiffen wird dieses Vorhaben. Einfach utopisch, läuft nicht.

Konsequenz für mich: Wenn es uns gelingt, dieses Vorhaben dort durchzuziehen, bin ich auch sehr tolerant, wenn in Europa mal wieder eine Moschee gebaut werden soll. Toleranz ist eben keine Einbahnstrasse!

Und ich habe auch keine Lust, die andere Backe hinzuhalten. Lieber ist mir da schon eine wehrhafte Demokratie.
Benutzeravatar
Kultgrieche
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1292
Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Kultgrieche »

Um mich meinem Vorredner anzuschließen: In ganz Saudi-Arabien gibt es offiziell keine einzige christliche Kirche.
Und das EU-Möchtegern-Baldmitglied Türkei unternimmt einen gewaltigen Kraftakt, um das ökumenische Patriarchat von Konstantinopel absterben zu lassen. Religionsfreieiet in der Türkei??? Pustekuchen.
Als Christ halte ich es auch eher nach dem alten Testament: "Auge um Auge..." Das entspricht eher der menschlichen Realität als die Backehinhalte-Utopie des Neuen Testaments.
Benutzeravatar
Dietrich
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 7830
Registriert: 25 Feb 2004, 13:54
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Dietrich »

Unser "Problem" ist (und wenn es jetzt noch keins ist, so wird es wohl eins werden, siehe Frankreich), dass es uns mittlerweile so gut geht, dass wir uns als Ziel setzen koennen, moeglichst zu Allen besonders tolerant zu sein.
Und das sogar zu denen, die ihrerseits eben nicht tolerant sind.
Wir leben in der truegerischen Erwartung, dass diese "jenen" in naher Zukunft ploetzlich aufwachen und sagen "Oh, die Christen waren die letzten 30 Jahre so tolerant zu uns, lasst uns das mal erwidern!" Aber wird dem so sein? Vom Islam werden wir als "Unglaeubige" bezeichnet und fuer Unglaeubige gibt es nur eine Strafe... Im Namen des Islam werden vollbesetzte Flugzeuge in vollbesetzte Hochhaeuser geflogen. Im Namen des Islam sprengen sich Leute in die Luft in der Hoffnung moeglichst viele von den "Unglaeubigen" mit in den Tod zu reissen.
Und kommt da eine offzielle Verurteilung der Islam-Oberen? Und zwar derjenigen "Oberen" auf die Leute schauen? Nicht wirklich! Diejenigen, die an wirtschaftlichen Kontakten interessiert sind, die jubeln wenigstens nicht, im Gegensatz zu vielen Leuten auf der Strasse.

Man stelle sich mal vor, eine Gruppe radikaler Christen wuerde einen aehnlichen Anschlag in einem islamischen Land verueben und hier in Deutschland wuerden die Leute auf den Strassen jubeln?

Und Praesident Busch irrte sich auch, als er glaubte er muesse nur den Diktator Saddam absetzen und sofort wuerden ihn die Iraker in ihr Herz schliessen.

Dietrich
Benutzeravatar
CSB_Wolf
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 2626
Registriert: 26 Mär 2005, 00:06
Wohnort: Sued Deutschland - nicht Bayern und nicht mehr in Moskau bei meiner Frau. Das hat sich erledigt.
Kontaktdaten:

Beitrag von CSB_Wolf »

Hallo Dietrich, guten Tag
Und Praesident Busch irrte sich auch, als er glaubte er muesse nur den Diktator Saddam absetzen und sofort wuerden ihn die Iraker in ihr Herz schliessen.
Dass war sowieso der groesste Fehler den die Amis je gemacht haben. Der Irak war schon immer von Diktatoren regiert, on nun Sadam oder seine Vorgaenger, alles andere ist bei den verschiedenen Glaubensrichtungen gar nicht moeglich. Vorher war im Irak relative Ruhe und jetzt steht das Land vor einem Chaos und einem Buegerkrieg. Die wollen ja am liebsten einen Islamischen Gotteststaat wie der Iran, regiert von alten Pfaffen.
Die Amis waehren gut beraten mal nicht mehr so grosse Stuecke auf den Tuerkischen Nato Partner zu setzten, was dabei herauskommt hat man ja gesehen als die Amis eine ganze Arme wieder einschiffen mussten, weil ihnen ihr Nato Partner bei beginn des Irak Krigs den Durchmarsch untersagte.

Gruss
Wolf
Benutzeravatar
Kultgrieche
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1292
Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Kultgrieche »

Es ist umgekehrt: Die Tükei setzt nix mehr auf ihren NATO-Partner USA. Die Amis hatten vor dem ersten Irakkrieg der Türkei Geldmittel in Aussicht gestellt, wenn die USA die türkischen Militärbasen benutzten dürften. Vollmundig versprochen - und nix gehalten. Selber Schuld, wenn die Tükei nicht so doof ist, ein zweites Mal den Ami-ammenmärchen zu trauen.
Benutzeravatar
Bauleiter
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 467
Registriert: 27 Mär 2005, 03:56
Wohnort: Moskau/ Noginsk
Kontaktdaten:

Beitrag von Bauleiter »

Kultgrieche hat geschrieben:Es ist umgekehrt: Die Tükei setzt nix mehr auf ihren NATO-Partner ....
Quatsch, die Tuerkei weiss, dass ihre NATO Mitgliedschaft ihre Eintrittskarte in die EU ist. Ohne die Hilfe und wiederholte Intervention der Amis waeren die noch nicht so weit.

Seit ich hier in Russland lebe habe ich mich vollstaendig der Meinung der Russen angeschlossen. Die sagen: Sofort die Tuerkei in die EU, das wird euch das Genick brechen und eure Hochnaessigkeit ist ein fuer allemal vorbei. Unter diesem Gesichtspunkt ist Frankreich erst der Anfang.
Es kommt kein Schiff mehr die Wolga hoch, daß ist das entscheidende.
Bephep

Beitrag von Bephep »

Die EU ist mit den neuen Mitgliedern ueberfordert,mit soviel Staaten ist sie auch nicht mehr handlungsfaehig.
Und letztens einen Beitrag aus Polen gesehen,sie sollen jetzt weniger Geld aus der EU Kasse fuer Strassenbau bekommen. Klage der Autofaher in Warschau das die schlechten Strassen dann nicht gemacht werden.
Nur,in Deutschland sind auch die Strassen marode.
Also,Deutschland zahlt in die EU ein,damit werden Strassen in Polen gebaut und unsere Strassen werden immer schlechter. Das verstehe wer will.
Glider
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 535
Registriert: 14 Jan 2005, 11:26
Wohnort: Freiburg

Beitrag von Glider »

Das kann man nicht wirklich verstehen.
Ich bin schon lange der Meinung, dass die EU zu gross geworden ist.
Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich behaupten, dass die Fehlentwicklung schon mit der Aufnahme von Grossbritannien begann.
Antworten

Zurück zu „Politisches Forum“