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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 16:58
von Berlino10
kamensky hat geschrieben:
Bei Ihnen ist jede Meinung verlogen, welche nicht Ihren Vorstellungen entspricht, ..
Ich sehe meine Meinung sekundär und entwickle sie auch noch ...
Ich beleuchte kritisch und stelle Fehlverhalten und -entwicklungen auf beiden Seiten bloß.
In RUS, mit Russen bei VKontakte kritisiere ich RUS, in deutschen Medien den Westen ...
Auf beiden Seiten kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe, das es Menschen gibt, die einseitig Schuldzuweisungen verteilen,
das ist fast nie die Wahrheit, und führt nie zu Lösungen, sondern verschärft nur Krisen.
Sie verkaufen ihren Artikel als "Gute Beschreibung betreffend damaliger Situation"
tatsächlich ist es aber keine objektive Beschreibung, sondern nur eine von vielen Meinungen,
andere betonen, dass die Situation erst nach dem Eingreifen der NATO eskalierte.
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 18:08
von Aniki
Hat jemand gestern den Stephan Stucklik von der ARD in den Nachrichten auf dem russischen 1. Kanal gesehen? Der ist auf der Krim unterwegs und meinte im Interview (auf grauenvollem Russisch), dass er es überraschend friedlich fände, eigentlich erwartet hätte, überall maskierte Soldaten herumstehen zu sehen, doch ganz im Gegenteil die Atmosphäre entspannt und konstruktiv fände.
Der würde sich eher die Zunge abbeißen, bevor er im ARD etwas Ähnliches sagen würde...
Übrigens genau wie Alexander Rahr. In den russischen Medien erzählt der auch ganz andere Sachen, als er sie in Deutschland rausläßt. Publikumsorientiert halt...
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 18:32
von fugen
Was ist den jetzt genau in Charkow passiert? Hat da jemand einen Link?
Der Chef der Organisation wurde wohl im Feb ausm Gefängnis entlassen, bevor er seine Strafe abgesessen hat, wo er für Journalistenmord gesessen hat.
Jetzt haben die den wieder verhaftet als sie drei man als Geiseln genommen haben.
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 18:37
von Kultgrieche
Berlino10 hat geschrieben:kamensky hat geschrieben:
Bei Ihnen ist jede Meinung verlogen, welche nicht Ihren Vorstellungen entspricht, ..
Ich sehe meine Meinung sekundär und entwickle sie auch noch ...
Ich beleuchte kritisch und stelle Fehlverhalten und -entwicklungen auf beiden Seiten bloß.
In RUS, mit Russen bei VKontakte kritisiere ich RUS, in deutschen Medien den Westen ...
Auf beiden Seiten kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe, das es Menschen gibt, die einseitig Schuldzuweisungen verteilen,
das ist fast nie die Wahrheit, und führt nie zu Lösungen, sondern verschärft nur Krisen.
Sie verkaufen ihren Artikel als "Gute Beschreibung betreffend damaliger Situation"
tatsächlich ist es aber keine objektive Beschreibung, sondern nur eine von vielen Meinungen,
andere betonen, dass die Situation erst nach dem Eingreifen der NATO eskalierte.
Ich stimme dem zu, deswegen wäre (Konjunktiv II) es eigentlich das beste gewesen, wenn zwei (Ukraine und Russland) sich streiten, sich (=EUSA) einfach mal rauszuhalten.
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 23:01
von harald63
Kultgrieche hat geschrieben:
Ich stimme dem zu, deswegen wäre (Konjunktiv II) es eigentlich das beste gewesen, wenn zwei (Ukraine und Russland) sich streiten, sich (=EUSA) einfach mal rauszuhalten.
Welcher Streit? Eigentlich hatte die Ukraine schwere innenpolitische Probleme und suchte auch aussenpolitisch einen Weg. Und während normalerweise Russland insbesondere den Amis gegenüber immer darauf bestanden hat, dass man sich gefälligst nicht in innenpolitische Probleme anderer Länder einzumischen hat, hat man bei der ersten Gelegenheit, wo auch mal was für sich selbst bei rausspringen könnte, dieses Prinzip gleich mal ad acta gelegt. Und man mischt sich nicht nur ein, nein, man will auch noch sein eigenes Territorium auf Kosten des anderen Landes vergrößern. Wann haben das die EU/USA das letzte Mal getan?
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 23:26
von Gunnar
Berlino10 hat geschrieben: ...
Die in dem Artikel genannten Begriffe wie "alles versucht.." "Notlage.." "Gefahren-Potential" sind so offensichtlich interpretierbar,
dass sie überhaupt keinen Wert haben. Da stellt sich jemand über das Recht ... und zwingt den anderen mit seinen eigenen Werten, Argumenten unter.
Das ist verlogene Heuchelei.
Wer so redet hat sich (oder will sich) nicht mit Staats- und Rechtsphilosophie beschäftigten, ohne die kein einziges politisches System funktioniert. Wir in Westeuropa gehen davon aus, dass es ein übergeordnetes, sozusagen ewiges Recht gibt, das in besonders krassen Fällen das geschriebene Gesetz brechen kann um Unrecht zu verhindern. Einer der Klassiker in diesem Zusammenhang sind die Mauerschützenprozesse. Der Schießbefehl war für die Soldaten Gesetz, trotzdem hätten sie dieses Recht brechen müssen und erkennen müssen, das über diesem formalen (Un-)Recht übergesetzliches Recht steht. Genau dieser Grundsatz galt auch für den Kosovo und womöglich auch für Syrien. Russland hat dieses Prinzip noch nie geschnallt und schießt stets quer. Üblicher Weise um Eingriffe zu verhindern, Nun genau andersherum. Es gibt auf der Krim keine Voraussetzungen aber man geht einfach mal rein ....
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 15 Mär 2014, 23:31
von fugen
Gunnar hat geschrieben:Berlino10 hat geschrieben: ...
Die in dem Artikel genannten Begriffe wie "alles versucht.." "Notlage.." "Gefahren-Potential" sind so offensichtlich interpretierbar,
dass sie überhaupt keinen Wert haben. Da stellt sich jemand über das Recht ... und zwingt den anderen mit seinen eigenen Werten, Argumenten unter.
Das ist verlogene Heuchelei.
Wer so redet hat sich (oder will sich) nicht mit Staats- und Rechtsphilosophie beschäftigten, ohne die kein einziges politisches System funktioniert. Wir in Westeuropa gehen davon aus, dass es ein übergeordnetes, sozusagen ewiges Recht gibt, das in besonders krassen Fällen das geschriebene Gesetz brechen kann um Unrecht zu verhindern. Einer der Klassiker in diesem Zusammenhang sind die Mauerschützenprozesse. Der Schießbefehl war für die Soldaten Gesetz, trotzdem hätten sie dieses Recht brechen müssen und erkennen müssen, das über diesem formalen (Un-)Recht übergesetzliches Recht steht. Genau dieser Grundsatz galt auch für den Kosovo und womöglich auch für Syrien. Russland hat dieses Prinzip noch nie geschnallt und schießt stets quer. Üblicher Weise um Eingriffe zu verhindern, Nun genau andersherum. Es gibt auf der Krim keine Voraussetzungen aber man geht einfach mal rein ....
Klartext: machst es wie wir, ist alles richtig. Machst es gegen uns, ist alles falsch.
Das ist also diese hochgelobte Nichteinmischung in andere Staaten.
Kleiner Nachtrag: laut Dietrich ist das die zivilisierte Welt!
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 16 Mär 2014, 00:20
von Dietrich
fugen hat geschrieben:Kleiner Nachtrag: laut Dietrich ist das die zivilisierte Welt!
Zumindest würde ich das als "zivilisierten Umgang miteinander" bezeichnen.
Truppen ohne Hoheitsabzeichen in ein Land zu schicken und dann dem Rest der Welt frech ins Gesicht zu lügen, würde ich nicht als zivilisiert bezeichnen. Aber du magst das anders sehen.
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 16 Mär 2014, 00:26
von Berlino10
Dietrich hat geschrieben:
Truppen ohne Hoheitsabzeichen in ein Land zu schicken und dann dem Rest der Welt frech ins Gesicht zu lügen, ...
Ja es ist zivilisierter, dem Rest der Welt vorher frech ins Gesicht zu lügen bevor man Hunderttausende Unschuldige mordet ..
Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine
Verfasst: 16 Mär 2014, 09:18
von Kultgrieche
Dietrich hat geschrieben:Truppen ohne Hoheitsabzeichen in ein Land zu schicken und dann dem Rest der Welt frech ins Gesicht zu lügen, würde ich nicht als zivilisiert bezeichnen. Aber du magst das anders sehen.
Oder es ist so zivilisiert wie die USA, offizielle Truppen in den Irak zu schicken, die Drecksarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Abschlachten von Zivilisten aber privaten Kampftruppen wie Blackwater zu hinterlassen:
Die Veröffentlichung des Kriegstagebuchs des Irak-Krieges durch WikiLeaks (Iraq War documents leak) dokumentiert, dass Blackwater-Angestellte schwere Misshandlungen im Irak begingen, einschließlich Ermordung von Zivilisten. Insgesamt enthüllen die Unterlagen 14 verschiedene Schießereien unter Beteiligung von Blackwater-Truppen mit zehn toten und sieben verwundeten Zivilisten. Ein Drittel der Schießereien geschah, während Blackwater-Truppen US-Diplomaten schützten."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Academi)
Na, Russland ist auf der Krim zivilisiert vorgegangen: Keine Toten, die Russen sind dort froh über den russischen Vorstoß. Und Kiev?: 80 Tote, 10jähriges Dauerchaos und braune Scheiße in der Regierung. Die sind wohl nicht nur so braun wegen ihrer Gesinnung, sondern weil sie derzeit dem Westen auch ganz schön tief in den Arsch kriechen.