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Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 03 Mär 2009, 09:53
von Sibirier
Axel Henrich hat geschrieben:Aehm, Naila hatte darauf bereits geantwortet:
Beitrag von Naila » Fr Feb 13, 2009 11:24 am
Ich habe mein Thema klar definiert und dabei möchte ich auch bleiben.
Ist doch eigentlich legitim, oder?
Und trotzdem sind wir hier m. E. noch ein Russlandforum. Wenn Sie rein deutsche Themen aufgreifen möchte, kann sie dies in genug anderen dt. Foren tun.

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 00:24
von GIN
wollte hier einmal sagen das der Erziehungsgedanke und der Schuldgedanke der 1980èr und 1990er Jahre in Hessen der letzte "Dr..." war.
Ich selber bin gleich nach der 4 Klasse in die Hauptschule gekommen weil meine Eltern den gleichen Fehler gemacht haben wie viele anderen aus der ehemaligen UdSSR.. der falsche Gedanke war das die Schule den Lehrerfolg als Ziel hatte und die Erziehung auch in der Schule geleistet wird.. Das System war ungerecht und kann nur mit dem Schulsystem des ehemaligen SüdAfrika verglichen werden das auf Trennung aufgebaut war. Gezielt wurden Menschen aus bildungsferneren Ecken schon nach dem 11 oder 13 Lebensjahr in die Hauptschule verdonnert wo sie durch die riesigen Flüchtlingswanderungen aus dem Balkan bis in die 9 Klasse hin nicht einmal einen ordentlichen Deutschunterricht bekommen konnten. Meine Note für Hessen ist 6 !!!!! junge Menschen wurden dort zerstört.. hätten sie in Finnland gelebt hätten die meisten sicher ein Studium begonnen.
Aussage meiner Lehrerin 1989-- ... könnte nie ein Gymnasium schaffen..., mein Diplom habe ich im Jahr 2005 gemacht mit einer 2 auf dem zweiten Bildungsweg.. was das für ein Kampf war... darüber könnte ich ein Buch schreiben über die Tücken im hessischen Bildungssystem.

Nun zu meinem kleinen Vetter.. er ist 14 und in einer Hauptschule in BW.. seine Eltern sind beide Physiker.. und haben auch den Fehler gemacht die Kinder einer Grundschule zu überlassen.. Genau wie ich ist er nach der 4 Klasse in die Hauptschule gekommen.

Ich gebe Eltern einen Ratschlag... bitte passt auf die Kinder auf.. schaut euch die Schulen selber an und immer schön den Lernerfolg überprüfen und sich nicht auf die Lehrkörper verlassen.. am besten auch private Schulen bezahlen oder der Nachwuchs zahlt es mit viel Leid.

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 01:34
von Spätzleskosake
armer Jurij, mit Hessen warst Du extrem bestraft. Ich glaube, daß die Situation in den anderen Bundesländern nicht ganz so schlimm ist. Ein Freund von mir, Araber mit französischen Pass, Akademiker, wollte seinen hochbegabten Sohn in einer Privatschule in Frankfurt anmelden. Das Kind wurde abgelehnt, weil er von seiner Hautfarbe nicht zu den anderen Kindern passte......

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 05:06
von GIN
Spätzleskosake hat geschrieben:armer Jurij, mit Hessen warst Du extrem bestraft. Ich glaube, daß die Situation in den anderen Bundesländern nicht ganz so schlimm ist. Ein Freund von mir, Araber mit französischen Pass, Akademiker, wollte seinen hochbegabten Sohn in einer Privatschule in Frankfurt anmelden. Das Kind wurde abgelehnt, weil er von seiner Hautfarbe nicht zu den anderen Kindern passte......
ich Hoffe es.. was mir Sorgen macht ist das auf internationaler Bühne immer mehr Menschen mich zu dem schlechten Bildungssystem anfragen. Diese Pisastudie wird dann manchmal als Vorlage gebracht. Das Kernproblem was ich sehe sind die Lehrkörper und die Politik... es ist Unglaublich wie schnell die Asiaten kommen und immer besser arbeiten.
Das mit der Hautfarbe ist natürlich schon eine Sache für nen Staatsanwalt......, Deutschland braucht eine Bildungsoffensive und viel, viel mehr Geld in die Hochschule. Das Schulsystem ist bis auf die Gymnasien ein Versager.. hier sollte das finnische Modell genommen werden.

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 08:22
von Zejtnot
Das Problem ist, dass die "Meinungsbilder" keine Hauptschüler in den Klassen ihrer Kinder haben wollen. Auch wenn sich die Grünen gern für Gesamtschulen stark machen - wenn es konkret wird, werden die meisten alternativ denkenden Eltern gegen Türken und Russlanddeutsche in den Klassen ihrer Kinder sein. (Dieses Posting ist durchaus auch selbstkritisch.)

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 13:48
von Naila
Boah...! Ich habe selbst ein kurzes Praktikum (einen Monat lang) an einer Hauptschule in Rheinland-Pfalz gemacht. Das werde ich bestimmt nie vergessen! Als ich dem Schulleiter vorgestellt wurde, sagte dieser: "Wer hat sie zu uns geschickt? Unsere Kinder sind Bestien". Und gerade diese "Bestien" tun mir bis heute leid. Ich saß jeden Tag im Unterricht bis zum Schluß und 3 Mal wurde mir erlaubt, selbst zu unterrichten. Jeden Tag fing es damit an, daß die Lehrerin Geld einsammelte, manchmal für mehrere Zwecke gleichzeitig. Für eine Klassenfahrt, für irgendein besonderes Heft, für einen Ausflug etc. Ein Junge sagte plötzlich total entnervt: " Meine Eltern haben aber nicht so viel Geld. Ich kann hier nicht jedesmal was abgeben". Dann sagte die Lehrerin: "Tja, mein Lieber, Kinder kosten nun mal Geld. Das hätten Deine Eltern sich früher überlegen sollen, bevor sie Dich in die Welt setzten". Da blieb mir die Luft weg. Ja, es gab da tatsächlich Kinder, die sehr lernschwach waren, aber sehr viele (ich fürchte fast, die meisten) waren einfach nur sehr unglücklich. Vielleicht stimmte etwas mit den Familien nicht oder es war sonst was schiefgelaufen. Während meines Praktikums dort war gerade das Thema "Drogenprävention". Das ging durch alle Fächer durch. In Mathe hieß es dann zum Beispiel so: "Ein Drogenabhängiger hat sich 2 Gramm Heroin beschaffen, und sein Freund hatte 3 Gramm mehr. Wieviel Gramm Heroin hatten sie zusammen?" Der Musiklehrer war ein gütiger Mann, der immer wieder die Schüler anschrie. Das wirkte auf den Außenstehenden lächerlich, da unglaubwürdig. Die Kinder kauften ihm das auch nicht ab. Jedesmal mußten die 13-14jährigen das Lied "Mein Hut, der hat 3 Ecken" singen, und das 45 Minuten lang. Als mir gesagt wurde, ich solle doch bitte schön eine Musikstunde vorbereiten, habe ich mir lang überlegt, wie ich es mit der Drogenprävention verbinde, damit der Schulleiter zufrieden ist. Und so habe ich die Englischlehrerin gebeten, den Text aus dem Song von Eminem "The way I am" einzuüben. Ich hatte eine CD dazu, wo nur diese Melodie lief, ohne Rap. Und so haben wir selbst dazu gerapt, mit richtigem Rhythmus und so. Das fanden die 13-14 Jährigen dann besser. Beim nächsten Mal war das Lied "Aisha" dran. Und zwar in englischer und französischer Version. Wir haben es musikalisch verglichen, etwas über die Interpreten gelernt und überhaut über das Genre "Rai-Musik", denn das ist ursprünglich ja auch ein "Aussiedlerlied" gewesen, das Welterfolg hatte. Da ich als Hobby orientalischen Tanz mache, kenne ich mich etwas mit verschiedenen orientalischen Rhythmen aus, und so konnte ich den Schülern was darüber erzählen und vorspielen. Die arabischen Kinder waren glücklich! 2 Jungs, Rußlanddeutsche, als sie erfahren haben, woher ich stamme, waren stolz wie sonst wer. Für sie war ich keine Praktikantin, sonder Lehrerin, und sie fühlten sich aufgewertet. In ihren Gesichtern konnte man lesen: "Wenn man aus Rußland kommt, landet man also als Erwachsener nicht automatisch auf dem Müll, man kann auch Lehrerin werden". Sie sagten mir im sehr höflichen und liebenswürdigen Ton: "Machen Sie sich keine Sorgen wegen der Disziplin. Wir polieren jedem die Fresse, der es wagt, hier laut zu sein". Aber es gab überhaupt keine Probleme mit der Disziplin. Na ja, es dauerte nicht lange, bis der Schulleiter sich anschauen wollte, warum die Kinder plötzlich in den Musikunterricht wollten. Es war ein Erfolg! Er wollte mich nehmen als Musiklehrerin. Das Letzte Wort hatte das Schulamt. Und es hat ein leises "Nein" gesagt. Aber wenn ihr mich fragt, würde ich alle Kinder aus diesen Hautschulen am liebsten rausholen, und die Hauptschulen abschaffen.

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 15:45
von GIN
Zejtnot hat geschrieben:Das Problem ist, dass die "Meinungsbilder" keine Hauptschüler in den Klassen ihrer Kinder haben wollen. Auch wenn sich die Grünen gern für Gesamtschulen stark machen - wenn es konkret wird, werden die meisten alternativ denkenden Eltern gegen Türken und Russlanddeutsche in den Klassen ihrer Kinder sein. (Dieses Posting ist durchaus auch selbstkritisch.)
jetzt mal eine Frage.. Deutsche Schule 4 Klasse in der Bundesrepublik, der UdSSR und der DDR.
Wir hatten Verwandtschaft in Ostberlin und mein Vetter war dort eingeschult. Er hatte in der 4 Klasse viel höhere Themen als wir. Gerade in Mathematik hab ich bei meinem Besuch gestaunt.. und auch die Disziplin war für mich ein Schock.. Nun er hat direkt es in die Hochschule geschafft und die Integration hat wohl gut geklappt. Wie ist die Lage jetzt? was ist mit dem Schulsystem? wie ist jetzt das Bildungssystem in den neuen Bundesländern? die Hochschulen haben ja immer noch einen sehr guten Ruf aber aus der Presse lese ich manchmal unglaubliches von den Schulen.

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 16:19
von GIN
Naila hat geschrieben:Boah...! Ich habe selbst ein kurzes Praktikum (einen Monat lang) an einer Hauptschule in Rheinland-Pfalz gemacht. Das werde ich bestimmt nie vergessen! Als ich dem Schulleiter vorgestellt wurde, sagte dieser: "Wer hat sie zu uns geschickt? Unsere Kinder sind Bestien". Und gerade diese "Bestien" tun mir bis heute leid. Ich saß jeden Tag im Unterricht bis zum Schluß und 3 Mal wurde mir erlaubt, selbst zu unterrichten. Jeden Tag fing es damit an, daß die Lehrerin Geld einsammelte, manchmal für mehrere Zwecke gleichzeitig. Für eine Klassenfahrt, für irgendein besonderes Heft, für einen Ausflug etc. Ein Junge sagte plötzlich total entnervt: " Meine Eltern haben aber nicht so viel Geld. Ich kann hier nicht jedesmal was abgeben". Dann sagte die Lehrerin: "Tja, mein Lieber, Kinder kosten nun mal Geld. Das hätten Deine Eltern sich früher überlegen sollen, bevor sie Dich in die Welt setzten". Da blieb mir die Luft weg. Ja, es gab da tatsächlich Kinder, die sehr lernschwach waren, aber sehr viele (ich fürchte fast, die meisten) waren einfach nur sehr unglücklich. Vielleicht stimmte etwas mit den Familien nicht oder es war sonst was schiefgelaufen. Während meines Praktikums dort war gerade das Thema "Drogenprävention". Das ging durch alle Fächer durch. In Mathe hieß es dann zum Beispiel so: "Ein Drogenabhängiger hat sich 2 Gramm Heroin beschaffen, und sein Freund hatte 3 Gramm mehr. Wieviel Gramm Heroin hatten sie zusammen?" Der Musiklehrer war ein gütiger Mann, der immer wieder die Schüler anschrie. Das wirkte auf den Außenstehenden lächerlich, da unglaubwürdig. Die Kinder kauften ihm das auch nicht ab. Jedesmal mußten die 13-14jährigen das Lied "Mein Hut, der hat 3 Ecken" singen, und das 45 Minuten lang. Als mir gesagt wurde, ich solle doch bitte schön eine Musikstunde vorbereiten, habe ich mir lang überlegt, wie ich es mit der Drogenprävention verbinde, damit der Schulleiter zufrieden ist. Und so habe ich die Englischlehrerin gebeten, den Text aus dem Song von Eminem "The way I am" einzuüben. Ich hatte eine CD dazu, wo nur diese Melodie lief, ohne Rap. Und so haben wir selbst dazu gerapt, mit richtigem Rhythmus und so. Das fanden die 13-14 Jährigen dann besser. Beim nächsten Mal war das Lied "Aisha" dran. Und zwar in englischer und französischer Version. Wir haben es musikalisch verglichen, etwas über die Interpreten gelernt und überhaut über das Genre "Rai-Musik", denn das ist ursprünglich ja auch ein "Aussiedlerlied" gewesen, das Welterfolg hatte. Da ich als Hobby orientalischen Tanz mache, kenne ich mich etwas mit verschiedenen orientalischen Rhythmen aus, und so konnte ich den Schülern was darüber erzählen und vorspielen. Die arabischen Kinder waren glücklich! 2 Jungs, Rußlanddeutsche, als sie erfahren haben, woher ich stamme, waren stolz wie sonst wer. Für sie war ich keine Praktikantin, sonder Lehrerin, und sie fühlten sich aufgewertet. In ihren Gesichtern konnte man lesen: "Wenn man aus Rußland kommt, landet man also als Erwachsener nicht automatisch auf dem Müll, man kann auch Lehrerin werden". Sie sagten mir im sehr höflichen und liebenswürdigen Ton: "Machen Sie sich keine Sorgen wegen der Disziplin. Wir polieren jedem die Fresse, der es wagt, hier laut zu sein". Aber es gab überhaupt keine Probleme mit der Disziplin. Na ja, es dauerte nicht lange, bis der Schulleiter sich anschauen wollte, warum die Kinder plötzlich in den Musikunterricht wollten. Es war ein Erfolg! Er wollte mich nehmen als Musiklehrerin. Das Letzte Wort hatte das Schulamt. Und es hat ein leises "Nein" gesagt. Aber wenn ihr mich fragt, würde ich alle Kinder aus diesen Hautschulen am liebsten rausholen, und die Hauptschulen abschaffen.
Das ist Schade.. also doch nicht besser geworden, und auch noch an anderen Punkten der Bundesrepublik.
Ich kann mich auch an diese Situationen erinnern wo die meisten in meiner Klasse nicht zu diesen Fahrten konnten. Dann wurden Anträge für ein Amt.. abgegeben und die Eltern haben diese oft nicht ausgefüllt oder die Schüler haben die Anträge nicht verstanden.. überhaupt sind viele Fahrten aus dem Geldmangel oder Willen der Eltern gescheitert.. Lehrer waren bei uns auch eine Art Sachbearbeiter-- und eine Schulkasse hatten wir nicht bei einer Quote von etwa 50% bosnischen,kroatischen Kriegsflüchtlingen. Araber oder Türken gab es bei uns wenige.. diese waren auch besser ntegriert aber das Hauptproblem waren um das Jahr 1992 dann die Massen an Kriegsflüchtlingen die sogar am Anfang in unserer Turnhalle übernachteten. Aussiedler gab es bis auf mich und zwei andere in der Schule keine aber wir waren auch kein Integrationsproblem (Meine Meinung) denn auch in der SU schon redeten wir immer Deutsch und es gab auch so keine Integrationsprobleme für meine Eltern die sofort nach zwei Wochen in der Bundesrepublik eine Arbeit hatten. So ging es den meisten Aussiedlern der 1970- 1980èr Jahre. Wir vielen überhaupt nicht auf und erst wenn die Nachbarn in unsere Wohnungen gekommen sind merkten sie das wir aus der ehemaligen SU waren.
Meine Lehrerin hat mir dann in der 4 Klasse den Vermerk ins Zeugnis geschrieben "... hat zwar sehr gute Noten in allen Fächern wächst aber Doppelsprachig auf und ich mpfehle doch sehr stark die Hauptschule (Deutsch/Russisch)".. und das zu einer Zeit wo ich kein Wort Russisch mehr sprach und meine Eltern auch in der SU nur Deutsch zu Hause redeten. Was für uns jetzt Jahre später sehr ustig ist.. meine Mutter hatte 1951 in einem Schulgutachten das gleiche stehen "Лидия B. имеет очень хорошие отметки, (Ho) po немецкий с родителями говорит". nur anders als wir wurde sie in Richtung Universität geschickt und nicht auf das Sozialamt.. ..

jetzt mal an Dich als Experten.. Wozu ist die Hauptschule da? einen schulischen Auftrag.. also einen Lehrauftrag scheint sie ja zu haben.. aber was ist das Ziel?
Bei einem Gymnasium ist das ja das Abitur.. die Menschen "sollen" zum Studium befähigt werden.. und an der Hochschule ist ja der Titel der lockt.. aber was hat die Hauptschule für ein Ziel? die Berufsschule? Handwerkliche Berufe? denn die Kaufleute und Facharbeiter wollen ja die Mittlere.. oder sogar das Abitur

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 17:00
von Sibirier
Hauptschule hat als Ziel den Hauptschulabschluss. Es gibt nämlich viele schon in DE, die keinen Schulabschluss haben. Mit dem Hauptschulabschluss kann man auch heute in einigen Bundesländern (vielleicht auch allen) die mittlere Reife erlangen. Mit dieser kann man dann eine Ausbildung machen (meist handwerkliche Berufe) oder an Fachschulen, Gymnasium etc. weiter machen. Bis hin zum Professor. Stichwort: 2. Bildungsweg.

Es ist nur Schade, dass die Hauptschulen so an die Ausländerintregration, mittellosen Eltern leiden. Es gab mal früher eine Tendenz, dass Hauptschüler in manchen Berufen (Elektriker usw.) bevorzugt waren..... Aber das ist lange her....

Re: Kindererziehung in Deutschland

Verfasst: 04 Mär 2009, 18:55
von Zeppelin
Sibirier hat geschrieben:
Beitrag von Naila » Fr Feb 13, 2009 11:24 am
Ich habe mein Thema klar definiert und dabei möchte ich auch bleiben.
Und trotzdem sind wir hier m. E. noch ein Russlandforum. Wenn Sie rein deutsche Themen aufgreifen möchte, kann sie dies in genug anderen dt. Foren tun.
Sibirier, ich versteh schon was Du damit meinst. Und im Prinzip stimme ich Dir auch zu.
Aber ich finde es durch aus ganz gut, dass diese Diskussion hier nach dem so häufigen Schema: "Schaut erst mal, wies bei 'euch' da läuft, bevor ihr euch über die Verhältnisse hier aufregt!" verläuft, weil man eben Äpfel und Pflaumen schwer bis gar nicht miteinander vergleichen kann.

Und ich finde es auch als Mitinitiator dieser Rubrik des Forums gut, wenn wir uns hier ein Podium geschaffen haben, auf dem es vorrangig um Themen geht, die sich auf die Lebensumstände hier in D beziehen, welche für so manche Zuwanderer vllt. nicht so leicht zu verstehen und/oder hinzunehmen oder auch sonst irgend wie interessant für diese sind.
Der Russlandbezug ergibt sich dabei ja i.d.R. schon aus den Interessen der Mitglieder dieses Forums, ihren Lebensumständen usw.

Und gerade in den Bereichen Bildung und Erziehung scheiden sich da recht oft die Geister hinsichtlich des Wünschenswerten und 'Normalen'.

Z.B. bekam ich schon lange bevor ich meine Frau kennen lernte und selbst noch Student war sehr häufig mit, wie frustriert Studierende aus Staaten mit hochgradig verschultem Bildungs- und autoritärem Erziehungswesen über das Studienwesen an hiesigen Unis und Hochschulen sind. (Ob und inwieweit ich das berechtigt finde. will ich nicht beurteilen.)

Und für Themen, die sich auf die Verhältnisse vor Ort in RUS beziehen, gibt es hier ja wirklich genügend Rubriken und Beiträge.

Daher bitte ich auch Dich um Verständnis, wenn wir es hier mal bei der Situation in D belassen.

Gruß,
Zeppelin