Wichtig für Eltern mit kleinen (Flaschen)Kindern!!!
Verfasst: 12 Nov 2009, 11:45
Liebe Forengemeinde,
ich weiß, dass das Thema eigentlich nicht hierher gehört, da es nicht russlandspezifisch ist. Ich stelle es aber trotzdem hier rein, weil mehrere Forenmitglieder kleine Kinder haben und das Thema deswegen für sie interessant und wichtig sein könnte. (Es verschwindet ja nach ein paar Tagen sowieso, dies ist ja die Kaffeebar.)
Vorgeschichte: Ich habe ein kleines Mädchen, 7,5 Monate alt. Seit ich wieder arbeiten gehe(n muss), insbesondere aber seit ich wegen eines Krankenhausaufenthaltes (Mitte Oktober) gar nicht mehr stillen kann, füttern wir unser Mädchen mit der Flasche. Wir haben Nuckel mit Silkonsaugteil, welches in einem festen durchsichtigen Plastikhaltestück steckt.
Bei der U5 in der dt. Botschaft vor 2 Wochen wurde eine beidseitige Schwellung der Brustdrüsen festgestellt. Woher die kommt, war unklar – so was haben Babys normalerweise nur kurz nach der Geburt. Eine Kollegin hat mir nun erzählt, dass sie mit ihrer Tochter das gleiche Problem hatte – sie musste mit ihrer 2-Jährigen damals sogar zum Gynäkologen, Symptom der frühen Geschlechtsreifung nannten das die Ärzte. Sie sagte, das liegt an den Plastikbabyflaschen…
Daraufhin habe ich mich im Internet schlau gemacht – und bin schockiert! In den allermeisten durchsichtigen festen Kunststoffflaschen für Babys und in den durchsichtigen festen Plastikschildchen, in dem das Saugteil von Nuckeln steckt (der Kunststoff heißt Polycarbonat), ist ein Stoff namens Bisphenol-A (kurz BPA) enthalten, der wie das Hormon Östrogen wirkt. Dieser Stoff wird freigesetzt, insbesondere beim Erhitzen (zB. Auskochen der Flaschen oder Nuckel oder beim Einfüllen heißer Flüssigkeit) und vom kindlichen Organismus aufgenommen. Auch aus den Plastikhaltestücken für das Saugteil beim Nuckel geht der Stoff ins Saugteil selber über. Die Konzentration unterschreitet zwar die zulässigen Normwerte, die Hersteller streiten eine Gefährlichkeit ab, aber in Kanada zB. ist die Herstellung von Babysachen mit diesem Stoff bereits verboten worden. Fakt ist, dass bei Tierversuchen festgestellt wurde, dass dieser Stoff eine schnellere Geschlechtsreifung und möglicherweise auch Gewichtzunahme/Fettleibigkeit auslöst und Veränderungen im Erbgut passieren, die zur Zeugungsunfähigkeit (auch bei Jungen, bei denen ansonsten keine sichtbaren Symptome auftreten) führen können. Die Symptome (Brustschwellung) gehen zwar weg, wenn der Stoff nicht weiter zugeführt wird, aber die Veränderungen sind möglicherweise bleibend. Die Folgen kann man jetzt schwer abschätzen, denke ich, und da ist es doch leichtsinnig, sich einfach auf der Behauptung auszuruhen: Ach, die Grenzwerte sind doch nicht überschritten, kann doch gar nicht so schlimm sein.
Deswegen, liebe Eltern, macht euch mal schlau zu diesem Thema und trefft entsprechende Maßnahmen. Es gibt Alternativen (wenn auch besonders in Russland schwer zu bekommen):
- Glasflaschen (die man zumindest nutzen kann, wenn man zu Hause ist und selber die Flasche hält, da geht auch nix zu Bruch)
- Manche Hersteller bieten mittlerweile BPA-freie Kunststoffflaschen an, das muss extra deklariert sein, und auch Nuckel gibt es schon oder bald in der garantiert BPA-freien Variante.
Wir nutzen die Marke Avent, mit der ich eigentlich super zufrieden bin, aber ich werde jetzt dringend versuchen, auf Glas (gibt’s von Avent nicht) und BPA-freie Flaschen (gibt’s von Avent, die sind nicht hell-durchsichtig, sondern haben einen leichten Goldschimmer) umzusteigen und auch Nuckel mit anderem Saugteilhalter kaufen. (Sonstige Kunststoffe, die nicht Polycarbonate sind, sind wohl zumindest diesbezüglich ungefährlich, also zB. auch die Magic Cups von Avent). Der Schadstoffgehalt betrifft auch nicht nur diese Marke, sondern die meisten anderen genau so, deswegen soll dies nicht als Anti-Werbung gelten - ich bleibe bei Avent! Ich kann dann gerne auch mitteilen, ob sich meine schlimme Vermutung bestätigt hat und das Symptom bei unserem Mädchen nach dem Wechsel verschwindet. Laut den Sachen, die ich im Internet gelesen habe, sind sehr viele kleine Mädchen betroffen – auch wenn die zulässigen Normen nicht überschritten werden, scheint BPA eine schädliche Wirkung zu haben.
Wenn jemanden in RUS das noch betrifft und ihr keine Möglichkeit habt, selber Alternativen zu besorgen, ich bin gerne bereit, aus DE Mitte Dezember für euch entsprechende Flaschen mitzubringen und euch auch quer durch RUS zu schicken, weil man sie hier nicht oder schwer bekommt. In Apotheken, wo ich heute war, glaubt man mir nicht – „Die sind doch alle super getestet, die Flaschen, das kann doch gar nicht sein.“ Ich möchte für mein Kind jedenfalls kein Risiko eingehen, und wenn ihr das auch nicht wollt, habt ihr meine volle Unterstützung.
Hier nur mal beispielhaft:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_ ... schnuller/
http://www.gesundheit.de.cx/gesundheits ... schen.html
http://www.sparbaby.de/allgemein/schnul ... bisphenol/
ich weiß, dass das Thema eigentlich nicht hierher gehört, da es nicht russlandspezifisch ist. Ich stelle es aber trotzdem hier rein, weil mehrere Forenmitglieder kleine Kinder haben und das Thema deswegen für sie interessant und wichtig sein könnte. (Es verschwindet ja nach ein paar Tagen sowieso, dies ist ja die Kaffeebar.)
Vorgeschichte: Ich habe ein kleines Mädchen, 7,5 Monate alt. Seit ich wieder arbeiten gehe(n muss), insbesondere aber seit ich wegen eines Krankenhausaufenthaltes (Mitte Oktober) gar nicht mehr stillen kann, füttern wir unser Mädchen mit der Flasche. Wir haben Nuckel mit Silkonsaugteil, welches in einem festen durchsichtigen Plastikhaltestück steckt.
Bei der U5 in der dt. Botschaft vor 2 Wochen wurde eine beidseitige Schwellung der Brustdrüsen festgestellt. Woher die kommt, war unklar – so was haben Babys normalerweise nur kurz nach der Geburt. Eine Kollegin hat mir nun erzählt, dass sie mit ihrer Tochter das gleiche Problem hatte – sie musste mit ihrer 2-Jährigen damals sogar zum Gynäkologen, Symptom der frühen Geschlechtsreifung nannten das die Ärzte. Sie sagte, das liegt an den Plastikbabyflaschen…
Daraufhin habe ich mich im Internet schlau gemacht – und bin schockiert! In den allermeisten durchsichtigen festen Kunststoffflaschen für Babys und in den durchsichtigen festen Plastikschildchen, in dem das Saugteil von Nuckeln steckt (der Kunststoff heißt Polycarbonat), ist ein Stoff namens Bisphenol-A (kurz BPA) enthalten, der wie das Hormon Östrogen wirkt. Dieser Stoff wird freigesetzt, insbesondere beim Erhitzen (zB. Auskochen der Flaschen oder Nuckel oder beim Einfüllen heißer Flüssigkeit) und vom kindlichen Organismus aufgenommen. Auch aus den Plastikhaltestücken für das Saugteil beim Nuckel geht der Stoff ins Saugteil selber über. Die Konzentration unterschreitet zwar die zulässigen Normwerte, die Hersteller streiten eine Gefährlichkeit ab, aber in Kanada zB. ist die Herstellung von Babysachen mit diesem Stoff bereits verboten worden. Fakt ist, dass bei Tierversuchen festgestellt wurde, dass dieser Stoff eine schnellere Geschlechtsreifung und möglicherweise auch Gewichtzunahme/Fettleibigkeit auslöst und Veränderungen im Erbgut passieren, die zur Zeugungsunfähigkeit (auch bei Jungen, bei denen ansonsten keine sichtbaren Symptome auftreten) führen können. Die Symptome (Brustschwellung) gehen zwar weg, wenn der Stoff nicht weiter zugeführt wird, aber die Veränderungen sind möglicherweise bleibend. Die Folgen kann man jetzt schwer abschätzen, denke ich, und da ist es doch leichtsinnig, sich einfach auf der Behauptung auszuruhen: Ach, die Grenzwerte sind doch nicht überschritten, kann doch gar nicht so schlimm sein.
Deswegen, liebe Eltern, macht euch mal schlau zu diesem Thema und trefft entsprechende Maßnahmen. Es gibt Alternativen (wenn auch besonders in Russland schwer zu bekommen):
- Glasflaschen (die man zumindest nutzen kann, wenn man zu Hause ist und selber die Flasche hält, da geht auch nix zu Bruch)
- Manche Hersteller bieten mittlerweile BPA-freie Kunststoffflaschen an, das muss extra deklariert sein, und auch Nuckel gibt es schon oder bald in der garantiert BPA-freien Variante.
Wir nutzen die Marke Avent, mit der ich eigentlich super zufrieden bin, aber ich werde jetzt dringend versuchen, auf Glas (gibt’s von Avent nicht) und BPA-freie Flaschen (gibt’s von Avent, die sind nicht hell-durchsichtig, sondern haben einen leichten Goldschimmer) umzusteigen und auch Nuckel mit anderem Saugteilhalter kaufen. (Sonstige Kunststoffe, die nicht Polycarbonate sind, sind wohl zumindest diesbezüglich ungefährlich, also zB. auch die Magic Cups von Avent). Der Schadstoffgehalt betrifft auch nicht nur diese Marke, sondern die meisten anderen genau so, deswegen soll dies nicht als Anti-Werbung gelten - ich bleibe bei Avent! Ich kann dann gerne auch mitteilen, ob sich meine schlimme Vermutung bestätigt hat und das Symptom bei unserem Mädchen nach dem Wechsel verschwindet. Laut den Sachen, die ich im Internet gelesen habe, sind sehr viele kleine Mädchen betroffen – auch wenn die zulässigen Normen nicht überschritten werden, scheint BPA eine schädliche Wirkung zu haben.
Wenn jemanden in RUS das noch betrifft und ihr keine Möglichkeit habt, selber Alternativen zu besorgen, ich bin gerne bereit, aus DE Mitte Dezember für euch entsprechende Flaschen mitzubringen und euch auch quer durch RUS zu schicken, weil man sie hier nicht oder schwer bekommt. In Apotheken, wo ich heute war, glaubt man mir nicht – „Die sind doch alle super getestet, die Flaschen, das kann doch gar nicht sein.“ Ich möchte für mein Kind jedenfalls kein Risiko eingehen, und wenn ihr das auch nicht wollt, habt ihr meine volle Unterstützung.
Hier nur mal beispielhaft:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_ ... schnuller/
http://www.gesundheit.de.cx/gesundheits ... schen.html
http://www.sparbaby.de/allgemein/schnul ... bisphenol/