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Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 16 Jul 2010, 09:41
von achim
Ein meiner Meinung nach lesenswerter Kommentar:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010 ... sland-nato

Die Nato braucht Russland

Das westliche Verteidigungsbündnis muss sich 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges weiter nach Osten öffnen. Russland kann der Nato neuen Schwung bringen ...

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 16 Jul 2010, 14:16
von Emotion
Interessanter Kommentar - kann ich zustimmen.
Ein Beitritt wäre in meinen Augen schon eine sinnvolle Sache - aber da wird sich so früh nichts tun - von beiden Seiten nicht.

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 16 Jul 2010, 14:53
von Zeppelin
Selbst wenn eine Mitgliedschaft der Russischen Föderation in der NATO politisch sinnvoll sein dürfte, ist doch fraglich, ob es einen ausreichenden Rückhalt dafür in RUS geben könnte.
Nach meiner Kenntnis ist des doch wohl nach wie vor eine wesentliche Säule des russischen Stolzes (in der Bevölkerung), an die Legende zu glauben, RUS habe stets aus allein eigener Kraft seine militärischen Siege errrungen. :roll:
Oder sollte das eine Anknüpfung an Jalta, Postdam etc. werden?

Es wäre interessant zu erfahren, wie die Bevökerungsmehrheit in RUS über einen NATO-Beitritt denkt.

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 23 Jul 2010, 13:16
von Emotion
Stimmt,da hast du recht.
Ich glaube alle die ich kenne, würden sich auch gegen einen Beitritt erklären - die Mentalität ist selbst bei der Jugend noch sehr,sehr starkt ausgeprägt. Aber es ist hier nicht anders - generell ist das noch dieser längst antike Ost-West Konflikt und das inofizielle Kräftemessen...
Ich glaube auch nicht,dass sich da in naher Zukunft was ändern wird, da sind die Beziehungen zwischen den Ländern irgendwie nicht gegeben.

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 24 Jul 2010, 13:42
von GIN
BIsher wurden den Russland im Ausland erzähl: Die NATO sei ein Bündnis demokratischer Staaten, eine gemeinsame Werteunion.. ihr Russen müsst in Punkt Demokratie und Werte mehr auf uns zu-gehen..., man hat aber oft übersehen das Staaten wie Albanien, Rumänien, Bulgarien usw genau so schlechte, oder sogar noch schlechtere AI-Reporte hat als die Russische Föderation... somit die NATO auch nur ein Bündnis eine Werte-Wunsch-Gemeinschaft ist. Der albanische Ex-Mafia-Staatschef darf Folterkeller für US Flugzeuge einrichten.. der böse Russe aber nicht.

Bisher wurde den Russen erzählt: Ihr seit viel zu schwach, die Probleme die ihr habt hat mir dem putinischen Russland zu tun, man appelliert an das gemeinsame Gefühl, Russland sei zu schwach und isoliert, um seine Sicherheit in Zukunft langfristig ohne die NATO zu sichern. Ausgeblendet wird die Tatsache, das Russland weit besser dasteht als der NATO-Durchschnitt. Ich fühle mich in die frühen 90er Jahre zurückversetzt.., als fast alle Medien Russland den Untergang prophezeiten, sollte sie sich nicht schnell in ein westlichen Wunschkonzert verwandeln. Die Schreckensszenarien erwiesen sich als falsch.

Das heutige Russland hat seine Stabilität durch ein autokratisches System, also einem System zurückbekommen das in der Tradition von Russland steht. Das Experiment der wilden Demokratie ist wohl für längere Zeit vorbei, hat aber noch immer starke Auswirkungen auf das heutige Russland. Das putinische Russland ist nicht das Problem der Modernisierung, sondern es sind die Erblasten der schwachen Zeiten eines Gorbatschows, Jelzins, Gaiders usw..... Indirekte Demokratie, also eine Demokratie gelenkt von einer Elite hat sich zu einem Erfolgsrezept für Verteidigungsfragen für Russland und angrenzende Staaten verwandelt. Sollte sich Russland stärker an die NATO aufrücken, ist damit ohne Zweifel ein Mitspracherecht von anderen Staaten in die Aussenpolitik von Russland verbunden. Die russische Aussen- und Verteidigungspolitik würde vom Kopf bis zu den Füssen um- gestellt. Das System heutiges Russland ist mit der heutigen NATO überhaupt nicht kompatibel. Das bestreiten nicht einmal die grössten Fürsprecher Russlands in der NATO. Was passiert, wenn nationale Verteidigungspolitik eingeschränkt oder gar-beseitigt wird.. kann man wunderbar in Afghanistan sehen. In einer Wutaktion befand die NATO das aus den Tiefen Afghanistans ein NATO-Mitglied angegriffen wurde... in einer uneingeschränkten Solidarität wurden Soldaten in ein Land entsan . die durch HIP Hop und Rambo grossgewachsen sind.. trafen dort auf patriotische Einwohner die ihr Leben für eine Idee aufopferten und opfern.. und nun gesellen sich zu den zerbrochenen Lanzen eines makedonischen Feldherren, sowjetischen/britischen Spuren auch noch Cola-Dosen und GPS Gerätschaft einer scheiternden blauen Koalition. Nur einige Staubschchten höher.. in den fast gleichen Gräben liegen nun die Reste einer Unsicherheitspolitik. Grundgesetz, zweiter Weltkrieg und Genscherzeit halfen alle nix.
Niemand sollte gegen Reformen in Russland sein, die einen Verteidigungsmehrwert Russland bringen könnten, aber nur Ideologen können enrsthaft eine Mitgliedschaft Russlands in der NATO fordern, die den PLatz Russlands in der Welt natürlich schwächt. Was bringt denn Russland eine NATO Grenze mit China oder Nordkorea? wo ist hier der wirkliche Wert für Russland? eher eine Reduktion der Sicherheit. Wie würde ein NORD Korea auf ein NATO Russland reagieren? Was würden die strategischen Beziehungen mit Zentralasien, China und Indien machen? Südamerika und Russland?

Machen wir uns nichts vor: Der Westen hat ein grosses Interesse an einer Übernahme Russlands. Man könnte dadurch leichter an die zwischen Kaliningrad und Wladiwostok gelegenen strategischen Optionen kommen. Zudem wäre es einfacher, die russischen Standortvorteile auf das gesamt-europäische NATO Level runterzuschrauben. Die NATO würde einen unliebsamen Konkurrenten los, der den Europäern vorlebt, das russische-indirekte-gesteuerte Demokratie und relative Verteidigungsfähigkeit auch ausserhalb einer indirektdemokratischen, von BerufsBeamtenPolitikern gesteuerten Grossraumbürokratie möglich sind. Russland widerlegt durch seine Erfolge den Geltungsanspruch der NATO. Deshalb darf es am östlichen Ende Europas keinen Staat mehr geben, der mehr Sicherheit produziert als die NATO. Irritierend bleibt die naive Willfährigkeit, mit der eine kleine Anzahl von russischen Intellektuellen und Zeitungsfutzis in Russland die NATO-Politik westlicher Grossmächte als Segen für ein modernes Russland fehldeuten.

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 24 Jul 2010, 13:48
von CSB_Wolf
@GIN

Vollkommen richtig, sehe ich auch so

Gruss
wolf

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 18 Aug 2010, 17:00
von barnaulholger
J.Eckel hat geschrieben:BIsher wurden den Russland im Ausland erzähl: Die NATO sei ein Bündnis demokratischer Staaten, eine gemeinsame Werteunion.. ihr Russen müsst in Punkt Demokratie und Werte mehr auf uns zu-gehen..., man hat aber oft übersehen das Staaten wie Albanien, Rumänien, Bulgarien usw genau so schlechte, oder sogar noch schlechtere AI-Reporte hat als die Russische Föderation... somit die NATO auch nur ein Bündnis eine Werte-Wunsch-Gemeinschaft ist. Der albanische Ex-Mafia-Staatschef darf Folterkeller für US Flugzeuge einrichten.. der böse Russe aber nicht.
Dieser Einschätzung kann ich nur vollkommen zu stimmen! Denn Russland geht es ohne NATO zehn mal
besser als mit und vor allem behält Russland seine Eigenständigkeit! Man stelle sich einmal vor, Russland
wäre in der Nato und es wäre wie 2008, als dieser wahnsinnige Saakaschwili über Nacht einfach Südossetien
angriff und Zinchwali in Schutt und Asche legte!
Und unter Putin hat es Russland nun fast wieder geschaft, als zweite Weltmacht wieder aufzutreten! Was natürlich den Westen und vor allem den USA nicht passt! Und damit ist für Russland die Gefahr gebannt,
einfach vom Westen als billiger Rohstofflieferant und als Land 2. Klasse einfach einverleibt zu werden!!
Hände weg von der Nato! Und den erfolgreich eingeschlagenen Weg unter Putin niemals zu verlassen
und sich damit den Westen nicht zu unterordnen! Diesen Rat kann ich Russland nur geben! Denn welche verherrenden Folgen dies hatte, sieht man am Beispiel der ehemaligen DDR! Das rät ein gelernter DDR-Bürger!
MFG
barnaulholger

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 18 Aug 2010, 18:33
von zimdriver
Da gibt es schon den ersten Russen, der den NATO- Beitritt aus ganzem Herzen unterstützen wird:
http://www.rferl.org/content/Russian_Sc ... 14381.html
In Deutsch sofort in der B***- Zeitung
Russischer Forscher behauptet Geheime Klimawandel-Waffen der USA schuld am Wetterchaos

Re: Artikel in Zeit Online: Die Nato braucht Russland

Verfasst: 21 Aug 2010, 19:19
von GIN
zimdriver hat geschrieben:Da gibt es schon den ersten Russen, der den NATO- Beitritt aus ganzem Herzen unterstützen wird:
http://www.rferl.org/content/Russian_Sc ... 14381.html
In Deutsch sofort in der B***- Zeitung
Russischer Forscher behauptet Geheime Klimawandel-Waffen der USA schuld am Wetterchaos

Ach Radio Free Europe.. Mensch... die müssen unbedingt jeden Spinner in Russland auf die Seite bringen. HHAHAHAH