'Beispielloser Schritt' NATO / Russland v. heute, 20.11.2010
Verfasst: 20 Nov 2010, 21:55
DER SPIEGEL, Platz 1 :
Neues Bündnis
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Russland beteiligt sich am Nato-Raketenschild
Neue Partner: Rasmussen (l.) mit Medwedew und dem portugiesischen Staatschef
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dpa
Neue Partner: Rasmussen (l.) mit Medwedew und dem portugiesischen Staatschef
Die Nato spricht von einem "beispiellosen Schritt": Russland nimmt am geplanten Raketenschild für Europa teil. "Wir haben heute die Gespenster, die uns viel zu lange verfolgt haben, ausgetrieben", sagte Nato-Generalsekretär Rasmussen zur neuen Zusammenarbeit.
Lissabon - Die Nato und Russland haben einen Neuanfang in ihren lange gespannten Beziehungen beschlossen. Bei dem geplanten Raketenschild für Europa will Russland mit dem westlichen Militärbündnis zusammenarbeiten. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen teilte am Samstag auf einem Gipfeltreffen in Lissabon mit, der russische Präsident Dmitrij Medwedew habe das Angebot der Allianz angenommen.
Dies sei ein beispielloser Schritt, sagte Rasmussen: "Erstmals in der Geschichte arbeiten die Nato-Staaten und Russland bei ihrer Verteidigung zusammen. Wir haben heute die Gespenster, die uns viel zu lange verfolgt haben, ausgetrieben". Zuvor hatten sich die 28 Nato-Staats- und Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew getroffen. Russland hatte sich zuletzt noch zurückhaltend gezeigt.
"Wir haben einen Neuanfang gemacht", sagte Rasmussen. Man habe sich über die Gefahren für die gemeinsame Sicherheit verständigt. Neben dem Kampf gegen den Terrorismus gehe es auch um den gemeinsamen Kampf gegen Piraterie. Mit dem heutigen Tag beginne die Zusammenarbeit. Weiter sagte er: "Wir stehen vor vielen Sicherheitsherausforderungen, aber wir sind keine Gefahr für einander." Das sei ein klarer Unterschied zur Vergangenheit.
Die Nato hatte auf ihrem Gipfel am Freitag den Aufbau des Raketenabwehrsystems beschlossen und Russland zur Beteiligung eingeladen. Dass der russische Präsident das Angebot angenommen hat, gilt als bedeutender Schritt zu besseren Beziehungen zwischen Moskau und dem Nordatlantikpakt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits am Freitag gesagt, der Kalte Krieg sei damit endgültig überwunden.
ore/dpa/Reuters/AFP/dapd
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Die Nato spricht von einem "beispiellosen Schritt": Russland nimmt am geplanten Raketenschild für Europa teil. "Wir haben heute die Gespenster, die uns viel zu lange verfolgt haben, ausgetrieben", sagte Nato-Generalsekretär Rasmussen zur neuen Zusammenarbeit.
Lissabon - Die Nato und Russland haben einen Neuanfang in ihren lange gespannten Beziehungen beschlossen. Bei dem geplanten Raketenschild für Europa will Russland mit dem westlichen Militärbündnis zusammenarbeiten. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen teilte am Samstag auf einem Gipfeltreffen in Lissabon mit, der russische Präsident Dmitrij Medwedew habe das Angebot der Allianz angenommen.
Dies sei ein beispielloser Schritt, sagte Rasmussen: "Erstmals in der Geschichte arbeiten die Nato-Staaten und Russland bei ihrer Verteidigung zusammen. Wir haben heute die Gespenster, die uns viel zu lange verfolgt haben, ausgetrieben". Zuvor hatten sich die 28 Nato-Staats- und Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew getroffen. Russland hatte sich zuletzt noch zurückhaltend gezeigt.
"Wir haben einen Neuanfang gemacht", sagte Rasmussen. Man habe sich über die Gefahren für die gemeinsame Sicherheit verständigt. Neben dem Kampf gegen den Terrorismus gehe es auch um den gemeinsamen Kampf gegen Piraterie. Mit dem heutigen Tag beginne die Zusammenarbeit. Weiter sagte er: "Wir stehen vor vielen Sicherheitsherausforderungen, aber wir sind keine Gefahr für einander." Das sei ein klarer Unterschied zur Vergangenheit.
Die Nato hatte auf ihrem Gipfel am Freitag den Aufbau des Raketenabwehrsystems beschlossen und Russland zur Beteiligung eingeladen. Dass der russische Präsident das Angebot angenommen hat, gilt als bedeutender Schritt zu besseren Beziehungen zwischen Moskau und dem Nordatlantikpakt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits am Freitag gesagt, der Kalte Krieg sei damit endgültig überwunden.
ore/dpa/Reuters/AFP/dapd