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Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 01:14
von elisa
Gehört ihr auch zu denen, die eine Datscha besitzen? Meine Familie hat in den 90er Jahren einen Garten in Deutschland erworben. Ich erinnere mich noch ganz genau als wir das Grundstück gekauft haben und weit und breit nur Land und Weide war. Man erkannte das Grundstück nur daran, dass vier Steinklötze in der Erde standen, die zur Markierung dienten. Wir sind dann stundenlang mit dem Rasenmäher innerhalb dieser Markierung durchgefahren und waren alle total stolz unser erstes deutsches Land zu besitzen. Es war im Sommer, die Sonne schien und es war perfektes Wetter um diesen Moment zu genießen. Mit einem aufgezogenen Zaun konnte man schließlich unseren ersten eigenen Schrebergarten, auch Datscha genannt, wirklich als solchen bezeichnen. Es sollte ein Nutzgarten werden und auch dazu dienen ein kleiner Urlaubsort im Sommer zu sein, vor allem weil wir aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit hatten jedes Jahr zu verreisen. Es war toll, man hatte so viel Obst und Gemüse und das alles umsonst und in der besten Qualität, ohne irgendwelche Chemikalien. Für den Garten haben wir schon sehr früh im Jahr in unserer kleinen Mietwohnung angefangen das Gemüse in Töpfen zu säen und so Setzlinge heranzuziehen, die wir dann im Frühling ausgepflanzt haben. Im Spätsommer und im Herbst kam dann die schönste Zeit im Jahr: die Erntezeit. Wir hatten Unmengen an Kräuter, Obst und Gemüse, so dass uns schon langsam die Kisten und Eimer ausgingen, wenn es darum ging diese nach Hause zu transportieren. Oft hatten wir so viel, dass wir einiges zeitlich nicht verarbeiten konnten, da sie sonst verfault wären. Das kam vielen Freunden und Bekannten gerade recht und so hatte man gleichzeitig auch ein schönes Mitbringsel aus dem Garten.
Von den eingemachten Gartenprodukten konnten wir uns zudem bis zum Beginn des nächsten Sommers ernähren. Aus der Ernte wurden Kompotte, Konfitüren, Weine, Liköre und jede Menge anderer Leckereien hergestellt. Ein Gaumenschmaus vom Feinsten!
Wie ist es bei euch...habt ihr einen Garten und wie nutzt ihr diesen? Ist es eher ein Nutz- oder Ziergarten? Was stellt ihr aus den geernteten Früchten her?
Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 04:25
von GastroService
Wenn man eine Datscha, hat, hat man das Problem, dass man die Ernte dann hat, wenn die angepflanzten Produkte sowieso am billigsten sind :( . Wenn man die Energiekosten fuer die Verarbeitung und Lagerung (meist in der Tiefkuehltruhe ( -schrank) rechnet, so ist man beim Biobauer oder -laden preiswerter (zumindest nicht teurer) als die Eigenproduktion. Selbstverstaendlich haben diese Lebensmittel nicht den idellen Wert eines sebstgezogenen Lebesmittels

Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 14:12
von ein Mann zum verlieben
Also ich habe noch nie eine Datscha gehabt und will auch keine. Denn vier Stunden Freitags im Stau stehen und dann Sonntag oder Montag noch zwei oder drei Stunden

... Da fliege ich lieber nach Nizza - das geht wesentlich schneller

.
Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 14:33
von elisa
also, der Geschmack ist wirklich um einiges besser als bei gekauften/m Früchten und Gemüse . Klar, der Aufwand ist groß, aber ich finde, dass es sich auf jeden Fall lohnt, vor allem wenn man selbstgemachte Konfitüre, Wein etc. daraus herstellen kann. Einen Garten sollte man als ein Hobby betrachten, finde ich!
Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 14:40
von Sibirier
Nee, eine Datscha nur für Gartenarbeit und Ernten....bbbbbrrrrrrrr......
Ich habe Haus mit Garten. Meine Frau hat dieses Jahr sich ein kleines Beet angelegt, aber mich soll sie damit in Ruhe lassen.... Ich mähe den Rasen - basta. Blumen, Tomaten, Gurken will ich nicht bearbeiten und wenn das meine Frau möchte, kann sie es tun, aber ich pflege nicht....
Ich weiß, wo der nächste Markt ist, dort kann ich Tomaten, Gurken, Äpfel usw. von irgendeinem Garten von irgendeiner Oma kaufen und sonst die üblichen Marktwaren.....
Also nur eine Datscha, die ich erst einmal anheizen muss, kein fließendes Wasser hätte - nee das ist nichts für mich.....
Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 14:44
von bella_b33
elisa hat geschrieben:Ich erinnere mich noch ganz genau als wir das Grundstück gekauft haben und weit und breit nur Land und Weide war. Man erkannte das Grundstück nur daran, dass vier Steinklötze in der Erde standen, die zur Markierung dienten. Wir sind dann stundenlang mit dem Rasenmäher innerhalb dieser Markierung durchgefahren und waren alle total stolz unser erstes deutsches Land zu besitzen.
Entweder ein Deja Vu oder ich habs genauso schonmal letzte Woche irgendwo gelesen

. Eine Datscha haben wir in diesem Sinne nicht. Unser Grundstück ist groß genug, daß noch ein Gartenhäuschen mit draufpasst, da brauch ich nicht noch sonst wohin fahren

Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 15:10
von zimdriver
Würde ich nicht in Moskau arbeiten, würde ich sicherlich auch ein Haus mit Garten bewohnen. Garten hat was, auch wenn der Rücken schmerzt.
Das letzte Wochenende hat wieder gereicht: 5 Stunden Richtung Shatura, 180 km, am Freitag mittag ab Moskau, und retour dasselbe, am Montagmittag nach Moskau, wieder 5 Stunden. Fünf Stunden für hundertachtzig Kilometer russische Landstrasse mit x Ortsdurchfahrten, Überholern auf geschlossenen Linien, abhängenden GAIschniks!
Nee, nie im Leben will ich eine Datsche haben, solange ich in Moskau wohne.
Re: Datscha
Verfasst: 12 Mai 2011, 19:08
von ein Mann zum verlieben
Ach du armer Kerl... :( Hast du kein Blaulicht
[youtube]sHREzzHC_h8[/youtube]
Re: Datscha
Verfasst: 13 Mai 2011, 10:47
von bella_b33
ein Mann zum verlieben hat geschrieben:Hast du kein Blaulicht

Den hohen Herrschaften sollte man es mal wegnehmen.......vielleicht wird dann mal angefangen über Verbesserungen im Verkehr nachzudenken, wenn man selbst ein paar Stunden im Stau aufm MKAD verbringt

Re: Datscha
Verfasst: 14 Mai 2011, 16:20
von ein Mann zum verlieben
Mittlerweile fahren die auch ohne Strassensperrung

:
[youtube]2m9NkcIAX-U[/youtube]