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Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?!

Verfasst: 16 Jun 2011, 21:18
von Human2010
Hallo liebe Freunde,

nun ist der erste Teil geschafft: meine russische Freundin und ich haben letzte Woche in Deutschland geheiratet. Der Papierkram dafür war auch garnicht so unglaublich aufwendig wie ich dachte. Aber nun wollen wir ja auch zusammenleben. Hier nun meine Fragen:

Meine Freundin war über ein tschechisches Visum hier und wir haben dann in D-land geheiratet (ich weiß, nicht der optimalste Weg, aber war leider zeittechnisch und organisatorisch nicht anders machbar). Könnten sich dadurch im Nachhinein Probleme ergeben?

Jetzt muss meine Freundin, ähm ich meine Frau, ja ihre Ausweise ändern und dann natürlich das Visum für Familienzusammenführung beantragen. Die internationale Eheurkunde (auf der alle Sprachen, außer die russische, vertreten sind!!) habe ich nun zur Polizeidirektion geschickt, da wir von dieser Stelle die Apostille bekommen werden. Danach wollte ich die Urkunde von einem Übersetzer hier in Frankfurt übersetzen lassen und die Dokumente dann zu meiner Frau nach Russland schicken. Reicht das schon aus, oder benötigen wir noch eine Bestätigung durch die russische Botschaft hier in Deutschland (habe ich mal gehört)? Gibt es noch etwas zu beachten?

Ich danke euch für eure Hilfe!!

VIELE GRÜßE,
Human

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 16 Jun 2011, 21:58
von Zeppelin
Human2010 hat geschrieben: nun ist der erste Teil geschafft: meine russische Freundin und ich haben letzte Woche in Deutschland geheiratet. Der Papierkram dafür war auch garnicht so unglaublich aufwendig wie ich dachte.
Glückwunsch!
Meine Freundin war über ein tschechisches Visum hier und wir haben dann in D-land geheiratet (ich weiß, nicht der optimalste Weg, aber war leider zeittechnisch und organisatorisch nicht anders machbar). Könnten sich dadurch im Nachhinein Probleme ergeben?
Dafür sehe ich keinen Anlass. Heiraten kann man schließlich wann und wo man will (wenn rechtlich alles klar ist). Letzteres war es ja wohl.
Jetzt muss meine Freundin, ähm ich meine Frau, ja ihre Ausweise ändern und dann natürlich das Visum für Familienzusammenführung beantragen.
Öhm? Warum habt ihr das FZF-Visum bzw. die AE nicht direkt bei Eurer ABH beantragt? Gab das Tourivisum die Zeit dafür nicht her?
Soll kein Vorwurf sein. Ich meine nur, ihr hättet das einfacher und schenller haben können.
Die internationale Eheurkunde (auf der alle Sprachen, außer die russische, vertreten sind!!) habe ich nun zur Polizeidirektion geschickt, da wir von dieser Stelle die Apostille bekommen werden. Danach wollte ich die Urkunde von einem Übersetzer hier in Frankfurt übersetzen lassen und die Dokumente dann zu meiner Frau nach Russland schicken. Reicht das schon aus, oder benötigen wir noch eine Bestätigung durch die russische Botschaft hier in Deutschland (habe ich mal gehört)? Gibt es noch etwas zu beachten?
Du meinst vermutlich die Übersetzung ins Russische? Ich denke, es wäre Quatsch, das hier in D machen zu lassen. Denn wer weiß, ob die russ. Behörden das akzeptieren. Es wäre doch sinnvoller, das direkt in RUS machen zu lassen. Sehr oft arbeiten dort Übersetzungsbüros und Notare unter einem Dach. D.h. die bestätigen nach russ. Standards, dass die Übersetzung von Urkunde und Apostille korrekt sind.
Die russ. Botschaft muss da gar nichts bestätigen - was denn auch!?

Gut aber, dass Deine Frischgebackene ihre Pässe gleich ändern lässt, denn damit vermeidet sie einen riesigen Fehler, den viele andere begehen.

Also ich kann da keine absehbaren Probleme erkennen.

Gruß,
Z.

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 18 Jun 2011, 19:29
von korenwolf
Glückwunsch euch beiden!

Da mich die Fragen (bald) auch betreffen werden, schonmal sehr hilfreich die Beiträge hier! Die Frage, ob die Eheschließung auch mit Touri-Visa (statt aufwendigerem Eheschließungsvisa) geht, ist ja positiv beantwortet worden.

Zum ändern der Ausweise, wenn man vorher das Visa zur Familienzusammenführung beantragt (wie über mir vorgeschlagen bei der ABH) und in den Pass geklebt bekommt, wie sieht es dann aus in Russland beim ändern des Namens & Familienstandes in ihrem Pass? Bekommt sie dafür in RUS nicht direkt neue Pässe? Muss das Visum dann noch einmal beantragt und eingetragen/eingeklebt werden in ihren dann neuen Pass? Kann da eventuell jemand näheres zu berichten? Ach, und wie lange dauert so bis unsere Behörden so ein FZF Visa fertig haben?

Wäre auch toll Human, wenn du im nachhinein mitteilen könntest wie lange die ein oder andere Papierangelegenheit zeitlich gedauert hat (in Tagen oder Wochen?).

Danke, korenwolf

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 18 Jun 2011, 21:45
von Zeppelin
korenwolf hat geschrieben:Zum ändern der Ausweise, wenn man vorher das Visa zur Familienzusammenführung beantragt (wie über mir vorgeschlagen bei der ABH) und in den Pass geklebt bekommt, wie sieht es dann aus in Russland beim ändern des Namens & Familienstandes in ihrem Pass? Bekommt sie dafür in RUS nicht direkt neue Pässe? Muss das Visum dann noch einmal beantragt und eingetragen/eingeklebt werden in ihren dann neuen Pass? Kann da eventuell jemand näheres zu berichten? Ach, und wie lange dauert so bis unsere Behörden so ein FZF Visa fertig haben?
In allen mir bekannten Fällen wurden bei einer Heirat incl. Namensändrung die Pässe von den russ. Behörden komplett erneuert. Wie lange das dort heutzutage dauert, kann ich nicht sagen. Inlandspass geht üblicherweise recht kurzfristig. Zw. 1 u. 4 Wochen ist mir da geläufig. Reisepass kann länger dauern. Kommt auf die regional zuständigen Behörden an.
Meistens wird der alte Reisepass von den russ. Behörden nur als ungültig gelocht - außer der Seite mit der AE drin - und dann wieder ausgehändigt.
Aber bei meiner Frau haben sie den Reispass direkt einbehalten.

Vorsichtshalber hatten wir vor ihrer Ausreise zur Passerneuerung nach RUS von der ABH eine sog. Fiktionsbescheinigung ausstellen lassen.
Diese belegt die Existenz einer rechtsgültigen Aufenhaltserlaubnis.
Falls nötig bekommt man damit bei einem dt. Konsulat problemlos zumindest ein Visum zur Rückreise nach D.
Das muss dann binnen 7 Tagen bei der örtlichen ABH in eine neue AE umgewandelt werden (das dürfen die Konsulate leider nicht).

Sofern aber der alte Pass mit der ursprünglichen AE behalten werden kann, erübrigt sich der Weg zum Konsulat. Dann legt man bei Ausreise aus RUS und Einreise in D einfach alten und neuen Pass vor. Das hat m.W. noch nie Probleme bereitet.
Dann muss man aber trotzdem zur ABH um die AE in den neuen Reisepass übertragen zu lassen.

Anmerkung: Sofern die ABH bereit ist, direkt auf Basis der dt. Heiratsurkunde gleich danach zu erteilen (Kannbestimmung; muss sie also nicht), ist es sehr sinnvoll, darum zu bitten, auf dieser AE vermerken zu lassen, wie der Ehename lt. Heiratsurkunde auf deutsch lautet.
Denn die AE würde definitiv auf den Namen laut Pass bei der Vorlage bei der ABH; also auf den Namen vor der Heirat.
Wenn die ABH mitspielt, braucht sie - je nach Andrang - wenige Minuten bis zu einigen Stunden. Kann auch etwas davon abhängen, was für einen Eindruck man bei den Leuten dort macht.
In Berlin hat das bisher so zw. 1 u. 3 h gedauert. Ist aber überall anders.

Aber Achtung! Eine Eheschließung im Schengenraum mit Tourvisum ist nur dann möglich, wenn es darauf nicht explizit einen Vermerk gibt, dass dies nicht gestattet ist. Heiraten kann man zwar dennoch, aber man begeht einen Verstoß gegen die Einreisebestimmungen. Ob es so etwas aktuell noch gibt, weiß ich zwar nicht, aber hier im Forum wurden schon Fälle geschildert, wo die dt. Konsulate solche Einschränkungen gemacht hatten.
Wenn so etwas eintrifft, muss auf jeden Fall, vor Ablauf des Tourivisums wieder ausgereist und die FZF dann halt über's Konsulat beantragt werden. Hält man sich nicht daran, kann das gaaaaaanz lange dauern. Oder man legt es auf einen harten Rechtsstreit an, denn eigentlich kann man nicht so mirnichts dirnichts den Ehepartener eines dt. StAng aus dem Schengenraum rauswerfen. Wohlgemerkt: EIGENTLICH!

Versuch macht kluch, aber wo Willi auch Wegi.

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 05 Sep 2011, 17:49
von arghmage
Human2010 hat geschrieben:Die internationale Eheurkunde (auf der alle Sprachen, außer die russische, vertreten sind!!) habe ich nun zur Polizeidirektion geschickt, da wir von dieser Stelle die Apostille bekommen werden.
Mal eine Frage dazu: Welche Eheurkunde sollte man denn apostillieren lassen? Wir haben eine "normale" und eine internationale Eheurkunde bekommen (dank dem netten Standesbeamten beide für lau :)). Der Standesbeamte meinte, die internationale Eheurkunde bräuchten wir in RU nicht, da ja eh kein Russisch draufsteht.

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 05 Sep 2011, 19:51
von manuchka
Ich hätte spontan gesagt, dass die russische apostilliert werden muss, andererseits braucht man für die dann auch noch eine Übersetzung. Da macht es vielleicht Sinn, die andere apostillieren zu lassen (wir haben sowas gar nicht bekommen). Wenn es nicht so viel kosten würde (1.500 RUR), würde ich beide apostillieren lassen.

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 05 Sep 2011, 20:13
von arghmage
manuchka hat geschrieben:Ich hätte spontan gesagt, dass die russische apostilliert werden muss, andererseits braucht man für die dann auch noch eine Übersetzung. Da macht es vielleicht Sinn, die andere apostillieren zu lassen (wir haben sowas gar nicht bekommen). Wenn es nicht so viel kosten würde (1.500 RUR), würde ich beide apostillieren lassen.
Mißverständnis, wir haben in D geheiratet, es geht also um deutsche Urkunden.
Apostillen sind ja hier nicht so teuer, wir könnten also durchaus auch beide Urkunden apostillieren lassen (und dann in RU die übersetzen lassen, die verlangt wird).

Re: Hochzeit in D-land geschafft - nun noch mehr Papierkram?

Verfasst: 06 Sep 2011, 13:19
von manuchka
Dann würde ich nur die internationale apostillieren lassen, die deutsche interessiert doch dann keinen, oder?