Sibiriens Wälder raunen / Erlebtes Russland - Ernst Jucker
Verfasst: 24 Jan 2012, 09:57
[amazon]B00280GKSG[/amazon] [amazon]B0000BJV8R[/amazon]Der Autor, ein Schweizer machte während seiner Ausbildung "Bekanntschaft mit Sophie [seiner Frau], die ab 1912 in Zürich Medizin studierte. Nach ihrer Abreise nach Irkutsk folgte er ihr im Okt. 1916. Revolutionswirren verhinderten seine Rückreise. 1917 liess er sich in Tomsk nieder. Im Bürgerkrieg war J. als Englischdozent tätig. 1922 eröffnete er ein Lehrerseminar, dem er bis 1928 als Direktor vorstand, danach war er Dozent für Pädagogik. Als Parteiloser gehörte J. dem Exekutivkomitee der westsibir. Regierung an. Im Juni 1932 floh er mit seiner Fam. in die Schweiz und war ab 1933 wieder Sekundarlehrer in Tann." (aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D42914.php)
Ich habe im Moment nur "Sibiriens Wälder raunen" durchgelesen, wo der Autor sein Leben in den 1920er Jahren in Sibirien beschreibt. Während sich das erste Kapitel noch schwer liest - pädagogischer Schreibstil eines Schweizers -, wird es danach Kapitel für Kapitel interessanter. Er beschreibt die damals noch lebendigen Traditionen in Sibirien, zu Ostern, Iwan Kupalo, bei den Kasachen, Schorzen sowie Burjaten. Erlebnisse in der Natur, mit Pelzjägern und Holzflößern, Schlittenfahrten durch Schneestürme und wilde Wälder mit Bären und Wölfen. Vor allem wenn man in dieser Gegend wohnt, ist das unheimlich spannend, auch wenn man kleine Abweichungen von der Realität bemerkt (der Fluss Tom ist deutlich kürzer, als beschrieben; nach Moskau ist man auch 1920 nicht über Weliki Nowgorod gefahren).
Das zweite Buch befasst sich wohl eher mit gesellschaftlichen Fragen zu Beginn der Sowjetunion - ich habe es noch nicht gelesen und gebe daher keine echte Wertung ab!
Beide Bücher wurden mir geschenkt und ich bin sehr dankbar dafür. Man bekommt sie nur noch antiquarisch!
Ich habe im Moment nur "Sibiriens Wälder raunen" durchgelesen, wo der Autor sein Leben in den 1920er Jahren in Sibirien beschreibt. Während sich das erste Kapitel noch schwer liest - pädagogischer Schreibstil eines Schweizers -, wird es danach Kapitel für Kapitel interessanter. Er beschreibt die damals noch lebendigen Traditionen in Sibirien, zu Ostern, Iwan Kupalo, bei den Kasachen, Schorzen sowie Burjaten. Erlebnisse in der Natur, mit Pelzjägern und Holzflößern, Schlittenfahrten durch Schneestürme und wilde Wälder mit Bären und Wölfen. Vor allem wenn man in dieser Gegend wohnt, ist das unheimlich spannend, auch wenn man kleine Abweichungen von der Realität bemerkt (der Fluss Tom ist deutlich kürzer, als beschrieben; nach Moskau ist man auch 1920 nicht über Weliki Nowgorod gefahren).
Das zweite Buch befasst sich wohl eher mit gesellschaftlichen Fragen zu Beginn der Sowjetunion - ich habe es noch nicht gelesen und gebe daher keine echte Wertung ab!
Beide Bücher wurden mir geschenkt und ich bin sehr dankbar dafür. Man bekommt sie nur noch antiquarisch!