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Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 09:00
von ikez
Hallo,
In letztem Jahr hatte ich einige Bücher von Remarque auf Deutsch gelesen. Das Lesen hatte mir sehr gefallen. Er schreibt auf eine einfache Weise, die mir leicht zu verstehen ist; es geht auch um die Deutschland- und Weltgeschichte, also das Thema ist auch jemandem bekannt. Leider, sind meine Deutschkenntnisse noch nicht so gründlich, um Goethe zu lesen ;(.
Ich habe nur gedacht, ob jemand mir antworten kann: liest man Remarque auch heute in Deutschland? Oder war er in Deutschland nie beliebt? Darf ich euch bitten, eure Meinung sagen?
Gruß aus Moskau,
Ina

Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 10:17
von bella_b33
ikez hat geschrieben:liest man Remarque auch heute in Deutschland? Oder war er in Deutschland nie beliebt? Darf ich euch bitten, eure Meinung sagen?
Sorry, nie gehört. Bin aber auch nicht so der Literatur-Vollprofi.
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 13:14
von Apollo
Ich habe "Im Westen nichts Neues" gelesen, damit ist aber auch schon Schluss was EMR angeht.
Weitere Klassiker auf meiner "Read-List" fallen mir ad hoc nicht ein. Ich persönlich lese auch eher Sachbücher.
Die Frage könnte man noch erweitern. Liest man überhaupt heute noch ? Den goethelesenden Deutschen muss man heute wohl auch mit der Lupe suchen.
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 13:25
von Saboteur
Ich habe fast alles von Remarque gelesen und kann dir auch einiges empfehlen... Ich würde sagen, manche lesen ihn - manche nicht
Im Westen nichts neues finde ich eines der eher mittleren Bücher von ihm, da gibt es einige bessere. Der schwarze Obelisk und 3 Kameraden gehören zu meinen Favoriten.
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 13:26
von inorcist
Im Westen nichts Neues war bei uns im äussersten Südwesten Deutschlands Pflichtliteratur im Deutschunterricht. Und ist es soweit ich weiss immer noch.
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 13:35
von Saboteur
inorcist hat geschrieben:Im Westen nichts Neues war bei uns im äussersten Südwesten Deutschlands Pflichtliteratur im Deutschunterricht. Und ist es soweit ich weiss immer noch.
ich glaub bei uns auch... also im Nordosten damals

Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 17:26
von manuchka
Ich habe Remarque eher zufällig entdeckt, "Im Westen nichts neues" gelesen - und war beeindruckt! Möchte auf jeden Fall auch andere Werke von ihm lesen.
Goethe ist übrigens nicht mein Fall, dann lieber Schiller, aber noch eher modernere Autoren aus dem 20. Jahrhundert - Borchert, Böll ...
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 22:41
von Admix
Für Abiturklassen gehörte es vor 20 Jahren auch in Westdeutschland zur Pflichtlektüre (Würde ich behaupten 8) ).
Trotzdem habe ich Remarque erst durch meine Frau (und Ihr Deutschstudium in Moskau) kennengelernt. "Drei Kameraden" hat mich sehr bewegt. "Im Westen nichts Neues" habe ich nach wenigen Seiten zur Seite gelegt, da schon am Anfang zu deprimierend (Ich konnte es kaum ertragen).
Allgemein würde ich sagen, dass Remarque fast ausschließlich den Germanistikstudenten und der Nachkriegs-Generation (älter 60) bekannt sein dürfte. Die breite Masse kennt die Bücher nicht.
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 21 Mär 2012, 23:24
von paramecium
Admix hat geschrieben:Allgemein würde ich sagen, dass Remarque fast ausschließlich den Germanistikstudenten und der Nachkriegs-Generation (älter 60) bekannt sein dürfte. Die breite Masse kennt die Bücher nicht.
Naja, welche Bücher kennt die breite Masse heut zu Tage überhaupt. ;-) Eigentlich sollte der Name Remarque zumindest jedem der Abi gemacht hat ein Begriff sein. Bei uns (hab 2005 mein Abi in Sachsen-Anhalt gemacht) war "Im Westen nichts Neues" jedenfalls auch Pflichtlektüre.
Re: Liest man Remarque auch heute?
Verfasst: 22 Mär 2012, 07:02
von Norbert
Auch in Sachsen war "Im Westen nichts Neues" in einigen Klassen Pflichtprogramm, in meiner nicht. Ich denke im literaturfaulen Deutschland ist er dennoch einer der Autoren, die immerhin noch relativ häufig bekannt sind.
Ich - definitiv kein Literaturliebhaber - habe während meinem Auslandssemester in Moskau ziemlich viele Remarque-Bücher gelesen, weil es davon einige in den Moskauer Buchläden auf Deutsch gab. Ab dem vierten Buch wiederholten sich die Ideen hinter den Büchern, meinte ich. Und der Schreibstil ist auch "ziemlich banal", meine ich. Aber das ist natürlich auch ein Vorteil - es liest sich flott, trotz der teilweise tragischen Geschichten. Mein Favorit war "Arc de Triomphe".