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Bahnverbindung Moskau-Nizza
Verfasst: 21 Mai 2012, 00:08
von manuchka
Es hat lang gedauert, bis dieser Zug wieder fahren konnte: Bis 1917 brachte er die russischen Adligen an die Côte d’Azur, wo sie das Geld der Arbeiter und Bauern und ihre Ländereien in den Casinos von Nizza oder San Remo durchbringen konnten. Zuerst der Krieg und schlussendlich die Bolschewiken setzten diesen sehr eigenen Butterfahrten ein Ende. 2010 schien der russischen Eisenbahn die Zeit für eine Wiederbelebung der Strecke gekommen. Einmal in der Woche fährt nun ein Zug hin und tags darauf wieder zurück. Moskau-Nizza, mit 80 Stundenkilometern durch Europa.
Quelle
Re: Bahnverbindung Moskau-Nizza
Verfasst: 21 Mai 2012, 23:09
von Packerowski
vielen Dank für den Verweis. Anders als dem Bericht beschrieben, habe ich es in Brest/Terespol in den vergangenen Jahren übrigens meist andersherum erlebt: bei der Pass- und Zollkontrolle korrekte Weißrussen, aber unfreundliche Polen.
Re: Bahnverbindung Moskau-Nizza
Verfasst: 21 Mai 2012, 23:37
von bella_b33
Packerowski hat geschrieben: bei der Pass- und Zollkontrolle korrekte Weißrussen, aber unfreundliche Polen.
Die Erfahrung hatten wir auf der Fahrt nach Deutschland über Brest/Terespol auch gemacht.
Re: Bahnverbindung Moskau-Nizza
Verfasst: 22 Mai 2012, 11:13
von Jenenser
Auf unserer Fahrt von Berlin nach Minsk im vergangenen Jahr schauten die Polen an der Grenze nur kurz in unseren Pass. Im Nachbarabteil kam es zwischen Polen und reisenden Russen zu richtigen unfreundlichen Wortgefechten. Auch hier stimmten wohl Angaben im Visa nicht. Die polnischen Grenzbeamten mischten dabei in ihrer lauten Aussprache die polnische und die russische Sprache. Die Russen verließen tatsächlich mit den Beamten den Zug. Am nächsten Morgen konnte ich unsere Mitreisenden jedoch wieder fröhlich im Zuggang entdecken. Die Weißrussen sammelten im Anschluss unsere Pässe ein. Wenig später erhielten wir sie mit Stempel zurück. In Gegenwart des weißrussischen Zolls sollten wir den Bettkasten öffnen und natürlich wurde noch gefragt nach Alkohol und Zigaretten. Das war alles. Der Zug rollte in den Bahnhof Brest ein und später in die Umspurhalle...