Investitionsklima am Beispiel Sedelmayer
Verfasst: 30 Mai 2012, 10:25
Zu Leben und Arbeiten gehört auch das Thema Unternehmer in Russland und seine möglichen Folgen.
Der Fall Sedelmayer ist ein guter Indikator in Investitionsklimas in Russland.
Kurz... ein ungewöhnlicher juristischer Ringkampf zwischen einem mittelständischen Unternehmer und einer Großmacht. Und das bereits seit vielen Jahren. Der 47 Jahre alte Bayer fühlt sich von Moskau betrogen. "Ich lasse nicht locker, bis ich mein Geld zurückhabe", sagt er. "Ich will mich nicht von einem Staat ausplündern lassen, in den ich investiert habe."
Anfang der neunziger Jahre hatte Sedelmayer in Russland noch prächtige Geschäfte gemacht. Der Betriebswirt gründete in St. Petersburg ein russisch-deutsches Sicherheitsunternehmen, stattete die verarmte russische Miliz mit Uniformen und kugelsicheren Westen aus, besorgte fahrbare Kriminallabore und versteckte Mikrofone. Zu Wladimir Putin hatte er gute Beziehungen, Putin war damals Vizebürgermeister von St. Petersburg, wo Sedelmayers Firmensitz lag. Bis dieser beschlagnahmt wurde.
Präsident Boris Jelzin wollte die für viel Geld umgebaute historische Villa als Residenz nutzen. Als der Deutsche sich das nicht bieten lassen wollte, wurde ihm empfohlen, das Land zu verlassen. Doch Sedelmayer wollte nicht auf sein Geld verzichten. Putin selber, so erzählt es zumindest der Unternehmer, habe ihm einst den Tipp gegeben, es doch über russische Auslandsimmobilien zu versuchen. Und so machte er es auch.
Entschädigung von knapp fünf Millionen Euro
Das internationale Schiedsgericht in Stockholm verurteilte Russland zu einer Entschädigung von knapp fünf Millionen Euro. Seitdem sucht er nach Pfändbarem. Einmal wollte er sich sogar auf einer Ausstellung russische Satellitenmodelle sichern. Bisher hat er von Russland erst eine Million Euro erhalten. Stockholm ist nun ein neuer Anlauf.
Der Fall Sedelmayer ist ein guter Indikator in Investitionsklimas in Russland.
Kurz... ein ungewöhnlicher juristischer Ringkampf zwischen einem mittelständischen Unternehmer und einer Großmacht. Und das bereits seit vielen Jahren. Der 47 Jahre alte Bayer fühlt sich von Moskau betrogen. "Ich lasse nicht locker, bis ich mein Geld zurückhabe", sagt er. "Ich will mich nicht von einem Staat ausplündern lassen, in den ich investiert habe."
Anfang der neunziger Jahre hatte Sedelmayer in Russland noch prächtige Geschäfte gemacht. Der Betriebswirt gründete in St. Petersburg ein russisch-deutsches Sicherheitsunternehmen, stattete die verarmte russische Miliz mit Uniformen und kugelsicheren Westen aus, besorgte fahrbare Kriminallabore und versteckte Mikrofone. Zu Wladimir Putin hatte er gute Beziehungen, Putin war damals Vizebürgermeister von St. Petersburg, wo Sedelmayers Firmensitz lag. Bis dieser beschlagnahmt wurde.
Präsident Boris Jelzin wollte die für viel Geld umgebaute historische Villa als Residenz nutzen. Als der Deutsche sich das nicht bieten lassen wollte, wurde ihm empfohlen, das Land zu verlassen. Doch Sedelmayer wollte nicht auf sein Geld verzichten. Putin selber, so erzählt es zumindest der Unternehmer, habe ihm einst den Tipp gegeben, es doch über russische Auslandsimmobilien zu versuchen. Und so machte er es auch.
Entschädigung von knapp fünf Millionen Euro
Das internationale Schiedsgericht in Stockholm verurteilte Russland zu einer Entschädigung von knapp fünf Millionen Euro. Seitdem sucht er nach Pfändbarem. Einmal wollte er sich sogar auf einer Ausstellung russische Satellitenmodelle sichern. Bisher hat er von Russland erst eine Million Euro erhalten. Stockholm ist nun ein neuer Anlauf.